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die Nation der Lakota-Sioux verlässt Amerika

erschienen bei terra-germania

von Stephen Lendman

Übersetzung Remo Santini

 

Amerika betrog sie und alle anderen Ureinwohner. Über die gesamte Geschichte der USA, und vorher, dominierte die Politik der Völkermords.

Der Historiker Ward Churchill erklärte vier Jahrhunderte systematischen Abschlachtens. Er behandelte die Zeit von 1492 bis 1892. Er fährt mit dem weiter, was heute gegen die Kultur der Ureinwohner unternommen wird.

Churchill schätzte, dass man etwa 100 Millionen Menschen der Ureinwohner in beiden Amerikas „mit Äxten und Schwertern zerhackt, lebendig verbrannt und von Pferden zertrampelt, im Spiel gejagt und den Hunden verfüttert, erschossen, geschlagen, erstochen, für Kopfgeld skalpiert, an Fleischhaken aufgehängt und auf dem Meer über Bord der Schiffe geworfen, als Arbeitssklaven zu Tode geschunden, absichtlich verhungern und zu Tode erfrieren lassen hat bei einer Vielzahl von erzwungenen Märschen und Internierungen, und sie in einer unbekannten Zahl von Fällen absichtlich mit epidemischen Krankheiten infiziert hat“.

Die Zerstörung ihrer Kultur geht in neuen Formen weiter. „Der amerikanische Holocaust war und bleibt beispiellos hinsichtlich seines Umfangs, seiner Grausamkeit und seiner Fortdauer über die Zeit.“

Schweigen und Bestreiten unterdrücken, was geschah und was heute weitergeht. Versuchen Sie irgendwo in den wichtigsten amerikanischen Medien einen Bericht darüber zu finden. Nahezu nichts wird darüber gebracht und schon gar nicht erklärt.

Die Überlebenden stellen einen winzigen Teil der ursprünglichen Zahl dar. Auch sie symbolisieren die langjährige amerikanische Tradition des Gemetzels und der Bösartigkeit. Nach Jahrhunderten des systematischen Abschlachtens schätzt das statistische Amt auf etwa eine Viertelmillion USA-Überlebende. Und diese leben in einem ewigen Kampf, um über die Runden zu kommen.

Raphael Lemkin definierte „Genozid“ als:

„die Zerstörung einer Nation oder ethnischen Gruppe“, was anderen Begriffen wie „Tyrannenmord, Ermordung, Kindstötung, usw., entspricht.“ (Er) muss nicht notwendigerweise die Zerstörung einer Nation bedeuten, außer er würde durch Massentötungen erreicht. … Wenn er beabsichtigt ist … was bedeutet, dass es einen koordinierten Plan (zum Zerstören) der essentiellen Fundamente des Lebens einer nationalen Gruppe gibt, mit der Absicht, sie zu eliminieren oder sie beträchtlich zu schwächen oder ihr zu schaden.“

„Pläne zum Völkermord beinhalten die Auflösung … von politischen und sozialen Institutionen, Kultur, Sprache, nationalem Empfinden, Religion, wirtschaftlicher Existenz, persönlicher Sicherheit, Freiheit, Gesundheit, Würde und des menschlichen Lebens.“

Die Genfer Konvention von 1948 über die Prävention und Bestrafung des Verbrechens des Genozides definiert ihn gesetzlich wie folgt:

„jeder (Akt wie jene Obenstehenden) mit der Absicht, teilweise oder ganz die nationale, ethnische, rassische Gruppe durch Töten ihrer Mitglieder zu zerstören; indem ihnen ernsthafte körperliche und mentale Verletzungen beigebracht werden; (oder) oder (sie) absichtlich Bedingungen aussetzen“, die sie teilweise oder ganz zerstören könnten.

Das Zerstören der Kultur der Menschen, sie an der Ausübung ihrer Religion hindern, sie am Sprechen ihrer eigenen Sprache und/oder am Weitergeben ihrer Traditionen an die neuen Generationen hindern, dies sind völkermörderische Akte.

Die konstitutionellen Verfügungen lassen es nicht zu, dass die Regierung die Menschen missbraucht oder ihnen ihre Rechte verweigert. Sie ermächtigen nicht zu Völkermord, weder im Inland noch im Ausland. Sie ermächtigen nicht zum Diebstahl oder zur Besetzung ihres Landes.

Gleichwohl werden rechtsverbindliche Prinzipien mit Füßen getreten. Amerika, Israel und ihre schurkischen NATO-Partner vergewaltigen sie ungestraft. Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit und Völkermord sind die offizielle Politik. Millionen von Leichen zeugen davon.

Am 17. Dezember 2007 begab sich eine Delegation des Volkes der Lakota nach Washington. Sie erklärten die Unabhängigkeit. Sie nannten dies „den letzten Schritt des am längsten laufenden Rechtsstreites“ in der Geschichte.

Es handelt sich nicht um ein Einstellen, sagten sie. Es ist ein rechtmäßiger „unilateraler Rückzug“ von Vertragsverpflichtungen, wie es unter der Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969 zulässig ist.

Damals sagte Russell Means, Führer des AIM (Bewegung der amerikanischen Indianer):

„Wir sind nicht länger Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, und alle, die in der Fünf-Staaten-Zone leben, die unser Land umfasst, sind frei sich uns anzuschließen.“

„Wir bieten jedem die Bürgerschaft an, unter der Bedingung, dass er auf die US-Bürgerschaft verzichtet.“

„Die Kolonialherrschaft der Vereinigten Staaten ist zu Ende.“

Unterzeichnete Dokumente wurden dem Außenministerium übergeben. Die Souveränität war deklariert. Die Republik von Lakota war etabliert. Dies beruht auf dem Abkommen von Fort Laramie von 1851. Dieses Abkommen schuf die Große Nation der Lakota (Sioux). Es verkündet unter anderem:

„Das Territorium der Nation der Sioux oder Dahcotah, beginnend mit der Mündung des White Earth River, zum Missouri River; von dort in südwestlicher Richtung bis zu den Abzweigungen des Platte River, von dort hinauf zur nördlichen Abzweigung des Platte River, an einem Punkt, der als Red Buts bekannt ist, oder wo die Straße den Fluss verlässt; von da an entlang der Bergkette, die als Black Hills bekannt ist, bis zum Quellgebiet des Heart River; von da an den Heart River hinunter bis zu seiner Mündung; und von dort den Missouri River hinunter bis zum Ausgangsort.“

Das Abkommen gab dem Volk der Lakota Teile von Nordnebraska, die Hälfte von Süddakota, einen Viertel von Norddakota, einen Fünftel von Montana und weitere 20% von Wyoming.

Der unilaterale Rückzug von allen Abkommen und Verträgen ist längst gängige Politik geworden. Amerika hat seine Übereinkünfte nie eingehalten. Mehr darüber weiter unten. die Nation der Lakota-Sioux verlässt Amerika weiterlesen