Syrien-Konflikt

jo on Mai 17th, 2012

gesehen beim honigmann

Berlin soll die UN-Beobachtermission in Syrien nutzen, um Russland und China zu aggressiverem Vorgehen im UN-Rahmen gegen das Assad-Regime zu drängen. Dies fordern Berliner Regierungsberater. Wie es in einem neuen Papier der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) heißt, sei mit dem Scheitern der UN-Beobachter in Syrien zu rechnen. Die Erfahrung zeige jedoch, dass ein solches Scheitern den Weg zu offener Intervention bahnen könne. Eine “personelle Beteiligung” der Bundesrepublik sei dringend anzuraten.

In der Tat bereitet die Bundesregierung einen Beschluss über die Entsendung einiger deutscher Soldaten nach Syrien vor; ein Offizier der Bundeswehr ist bereits für die UN in dem Land aktiv. Während in Berlin eine aggressivere Intervention gegen Damaskus in Betracht gezogen wird, berichten Medien, einige syrische Aufständische würden im Kosovo über Methoden der Aufstandsgestaltung instruiert – offenbar unter den Augen der dort stationierten deutschen Soldaten. Zudem heizen zwei arabische Verbündete Deutschlands, Saudi-Arabien und Qatar, den syrischen Bürgerkrieg durch die Bewaffnung der Rebellen weiter an. Dasselbe gilt für die ehemaligen Rebellen in Libyen, die die NATO letztes Jahr an die Macht gebombt hat – und mit denen Berlin ebenfalls zu kooperieren sucht.

Ein Placebo-Einsatz

In einer aktuellen Analyse äußert sich die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) pessimistisch über die Chancen der UN-Beobachtermission in Syrien, den eskalierenden Bürgerkrieg zumindest dämpfen zu können. Beobachtermissionen könnten grundsätzlich “weder den Konflikt noch seine Ursachen beseitigen”, heißt es in der Untersuchung; “meist verfestigen sie den Status quo, was die Lösung des Problems aufschiebt”. Sie könnten einen Konflikt aber durchaus abmildern, jedenfalls dann, “wenn sie angemessen ausgestattet sind”, wenn sie “gut mit dem Gaststaat kooperieren” und zudem “ihren Einsatz auf ein stabiles Waffenstillstandsabkommen gründen können”. Die letzteren beiden Voraussetzungen seien in Syrien sicherlich nicht erfüllt, weshalb mit einem Erfolg der UN-Beobachter nicht gerechnet werden könne. Im Gegenteil drohe die Mission sogar kontraproduktiv zu wirken: Verbessere sie nichts, dann werde der “placeboartige Einsatz” weder das Regime noch die Milizen stoppen, dafür jedoch die Hoffnungen in der Bevölkerung enttäuschen und damit alles in allem “sogar schädliche Nebenwirkungen” hervorbringen.[1]
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ist eine intelligente und superlegale Waffe... zerstört genau nach UN-Resolution...

Eskalationsszenario

Wie es in der SWP-Analyse heißt, lässt sich die UN-Beobachtermission jedoch anderweitig nutzen. Die Beobachter könnten vor Ort “Informationen zur Lage und Konfliktdynamik zusammentragen”; diese könnten dann genutzt werden, um “im Sicherheitsrat Druck für neue Optionen” aufzubauen. “Dies muss das eigentliche Ziel der Mission sein”, heißt es bei der SWP: Die Mission werde zwar “beim Assad-Regime keine Verhaltensänderung auslösen – aber vielleicht bei den Ratsmitgliedern”. Eine aggressivere Intervention im Rahmen der Vereinten Nationen könne so in Reichweite geraten. Dies zeige die Erfahrung. “Wenn Beobachtermissionen in den letzten Jahren beendet wurden, dann meist nicht, weil die Streitigkeiten ein Ende fanden, sondern weil die Missionen der (Sicherheits-)Lage vor Ort nicht mehr angemessen waren”, heißt es in dem Papier: “Werden Waffenstillstand oder Waffenruhe hinfällig, können Beobachter ihr Mandat nicht mehr ausüben. Dann ist der Sicherheitsrat in der Pflicht, andere Optionen zu schaffen”. In Sierra Leone etwa habe man die “Beobachtermission” von 1998 im Jahr 2000 durch eine “friedenserzwingende Operation” ersetzt, nachdem die Lage blutig eskaliert war.[2] Ein ähnliches Eskalationsszenario sei “in Syrien abzusehen, teilweise sogar schon eingetreten”.
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Personelle Beteiligung

“Für Deutschland”, mahnt die SWP-Analyse an, gehöre im Falle der UN-Beobachtermission in Syrien “neben technischen und logistischen Leistungen auch die personelle Beteiligung” dazu.[3] Bislang hat Berlin sich vorwiegend finanziell sowie logistisch an der UN-Mission beteiligt; jedoch ist das Bundeskabinett mittlerweile dabei, über die Entsendung deutschen Personals zu beraten. Es komme die Bereitstellung von bis zu zehn Bundeswehrsoldaten in Betracht, heißt es in Berichten – unbewaffnet, wie es bei Beobachtermissionen üblich ist. Ein deutscher Offizier ist allerdings schon in Syrien im Einsatz – ein Oberstleutnant, der bereits dem Erkundungsteam der UN angehörte, das im April in Damaskus eintraf. Er ist von den deutschen Streitkräften an das Department for Peace Keeping Operations der UN abgestellt worden. In Syrien operiert er in Bundeswehr-Uniform.[4]
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Wie die UÇK

Während in Berlin eine aggressivere Intervention im Rahmen der UN in Betracht gezogen wird, berichten Medien über eine Reise mehrerer syrischer Aufständischer in das Kosovo. Das dortige Regime hat mittlerweile bestätigt, dass es enge Kontakte zur syrischen Opposition unterhält. US-Medien zitieren einen 2005 in die Vereinigten Staaten geflüchteten Syrer mit der Aussage, er sei in das Kosovo gereist, um von den Erfahrungen der UÇK “zu lernen”.[5] Die UÇK hatte 1999 mit Unterstützung von NATO-Luftschlägen gegen die jugoslawischen Streitkräfte gekämpft – mit bekanntem Ergebnis. Unklar ist, welche speziellen Erkenntnisse sich die syrischen Rebellen von ihren kosovarischen Gesprächspartnern erhoffen. Priština streitet ab, militärische Ausbildung zu leisten oder Waffen zu liefern. Der in US-Medien zitierte Syrer gibt an, man sei vor allem daran interessiert gewesen zu erfahren, wie die UÇK die unterschiedlichen Spektren des kosovarischen Protestes in eine gemeinsame Front gegen Belgrad gebracht habe. Tatsächlich ist die syrische Opposition zerstritten; das gilt auch für ihren bewaffneten Arm, der in zahlreiche oft voneinander unabhängig operierende Milizen zerfällt und zu einem geschlossenen Vorgehen bisher nicht fähig ist. Unabhängig vom konkreten Gehalt der Gespräche bleibt festzuhalten, dass sie sich unter den Augen der Bundeswehr abspielten, die nach wie vor das größte Kontingent der ausländischen Besatzungstruppen im Kosovo stellt und über die Lage im Land bestens informiert ist.
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die großen Fische fressen die Kleinen - Pieter Brueghel der Ältere, 1551 (Vergrößerung klicken)

von H.-P. Schröder

am 8. Mai 2012

Wer glaubt, ernsthaft glaubt, die Vereinte Nationen Organisation repräsentiere die Stimme der Menschheit, spräche und entscheide für die Menschheit und habe die Interessen unserer Spezies im Sinne ist entweder uninformiert oder ein Kriegsgewinnler, also ein Angestellter der Vereinte Nationen Organisation, bzw. derjenigen, die die UNO manipulieren. Die UNO hat ihren Sitz in New York. Das genügt.

„There is not much to say and a bitter voice in the mirror cries: Hey prince, you need a shave..“ ( Leonard Cohen)

Die Vereinte-Nationen-Organisation ist ein aufgeblähter Privatclub, dessen Beschlüsse und Nichtbeschlüsse entweder bereits in der Konstitution durch „dominante Kräfte“ festgelegt werden, was den Leitlinien einer Zentraldiktatur entspricht, oder deren Aktionen durch dieselben „dominanten Kräfte”, nach der Beschlussfassung, „interpretiert“, ignoriert oder sonstwie unterlaufen werden. Die Geschichte der UNO ist die Geschichte des Völkerbundes in die Gegenwart transponiert. Die UNO wurde begründet, um, angeblich, die Feinde des Dritten Reiches zu vereinen, und, das muss deutlichst bewusst gemacht werden, um die „Feinde“ Deutschlands dauerhaft einer zentralen Steuerung und einem fortgesetzten Dirigismus zu unterwerfen. Entsprechend ist das Ergebnis.

Das Auftreten einzelner, wohlmeinender Persönlichkeiten, kann an der grundsätzlichen Ausrichtung der Vereinte Nationen Organisation wenig verändern. Jüngstes Beispiel dafür ist die Diskrepanz zwischen den Bemühungen und Äusserungen Herrn Kofi Annans und dem was das Sprachohr der Vereinte Nationen Organisation, Herr Ban Ki Moon, von sich gibt.

In einer instabilen Situation, die sorgfältigste Wortwahl und behutsamste Zurückhaltung erfordern, lässt der oberste Darsteller der Vereinte Nationen Organisation die, um den Stabilisierungsprozess nicht zu gefährden, dringend erforderliche, unparteiische Zurückhaltung vermissen und droht der syrischen Regierung mit der Justiz, droht ihr mit dem völlig korrupten Volksgerichtshof in Den Haag, dessen zersetzende Pirouetten auf dem Völkerrecht, wie im Fall Libyen, für tausende von Toten sorgten und sorgen.

Mutig wie ein Drohnenpilot

Herr Ban handelt nicht für die Menschheit, er spricht auch nicht für Menschen, aus ihm spricht ein Angestellter des dunklen Herrschers, der sich vor Höhe und Größe fürchtet, wie bei Bans Verhalten auf der Zugspitze offensichtlich wurde. Leider bekamen wir die Fotos nicht zu sehen. Dafür andere.

Herr Ban Ki Moon „deeply concerned untätig“ neben dem derzeitigen Präsidenten der Generalversammlung der UNO, dem Katarrhi Abdulaziz Al-Nasser, als dieser die Bitte, den Vorschlag des syrischen Botschafters bei der Vereinte-Nationen-GmbH, für die Opfer in Syrien eine Schweigeminute einzulegen, nicht einfach nur ablehnte, sondern, nach Beratung mit seinen Hintermännern, ignorierte und weiter machte, wie wenn das ein Nichts wäre.

Katarrh wird des Völkermordes in Libyen beschuldigt und terroristischer Akte in Syrien angeklagt. Jeder weiß es, nur das Sprachohr Ban hat was auf den Ohren. Ban Ki Moon ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Auch Herr Annan sollte vieles besser wissen:

http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=41947&Cr=syria&Cr1=

 „Ahead of his briefing to the Council, the Joint Special Envoy ( Herr Annan ) met with the General Assembly’s President Nassir Abdulaziz Al-Nasser, with whom he discussed the implementation of the six-point plan. Mr. Al-Nasser stressed the urgent need to make progress on the issues, based on the resolutions of the Assembly and the Security Council, according to information released by the President’s spokesperson.

Mr. Al-Nasser also stressed the need for the Syrian authorities and other parties to cooperate fully with Mr. Annan and his team for the full implementation of the relevant resolutions to resolve the crisis and help all Syrians restore peace, stability and unity to the country.“

Der Vertreter der Diktatur Katarrhs fordert die syrische Regierung „and other parties“, womit er nur die von seiner eigenen Regierung finanzierten Banden der Externen Opposition ( E.O.) meinen kann, auf „to cooperate fully with Mr. Annan and his team….“ There`s nothing more to say, – hey prince, you need a shave……. .

Herrn Annans Mission

Am 8. Mai 2012 unterrichtete Herr Kofi Annan erneut den Sicherheitsrat der Vereinte Nationen Organisation GmbH über die Lage in der Syrischen Arabischen Republik aus der Sicht der Beobachtermission.

Annans anschliessende Pressekonferenz findet sich bei http://www.unmultimedia.org/tv/webcast/2012/05/media-stakeout-kofi-annan-joint-special-envoy-of-the-un-and-the-arab-league-on-the-situation-in-syria.html

00:22:31 bedankt sich Herr Annan bei den beteiligten Nationen und spricht von den Mitgliedern der Beobachtungsmission als von „unarmed observers and civilian experts“, also von „unbewaffneten Beobachtern und zivilen Experten“. Er vergisst zu erwähnen, daß der Oberbefehl, bei einem Militär, bei dem norwegischen General Robert Mood liegt, der bereits im Libanon und im Kosovo aktiv war und der derzeit Chef der Organisation der Vereinten Nationen Organisation GmbH zur Überwachung des Waffenstillstands im Nahen Ostens ist.

„unarmed observers ...“

Zu dieser Art von Vergesslichkeit passt der verbalfreud`sche Ausrutscher bei 00:23:15, wo Herr Annan auf die bis zum Ende des Monats Mai erwartete Komplettierung der „Truppe“ hinweist. Zitat: „ they have given us insurance that by end of this month, the whole three hundred milita..“, und verbessert sofort zu, „three hundred observers will be on the ground.“

Sie (die beteiligten Nationen) haben uns versichert, daß bis zum Ende des Monats alle 300 Militär.., 300 Beobachter vor Ort sein werden.

„...the whole three hundred milita...“

 

Botschafter Bashar Ja`afari zu Annans briefing und über „double language“ und „double policies“

http://www.unmultimedia.org/tv/webcast/2012/05/bashar-jaafari-syria-on-syria-security-council-media-stakeout-5.html

 Am selben Tag nahm der Botschafter der Syrischen Arabischen Republik Herr Bashar Ja`aafari in einer Pressekonferenz zu der Sitzung der UNO GmbH und zu Annans Äusserungen Stellung.

Seine Exzellenz spricht zuerst über drei Schiffe aus Misrata voller Waffen, wie panzerbrechende Raketen und Stinger Luftabwehrraketen , über die Herr Annan die UNO unterrichtet habe und ab 02:34 sagt er: „– So the big problem now, we are facing right now, is the smuggling of weapons, sponsored by some arab and regional and international powers into Syria. These weapons are used, as you know, to commit and perpetrate further murders in the country against civilians as well as against military. I have here a CD containing confessions by 26 arab persons, who were caught in Syria and now they are detained in the country and who confessed that they came from Libya, Tunesia and elsewhere through Turky and Libanon to perpetrade terrorist acts in Syria. The security forces killed also 15 others. 15 other members of these Salafist and Takfiri military groups, armed groups. … undenieable facts of involvement of foreign fighters into the events in my country Syria. This is a very serious matter, ladies and gentlemen and those who are behind this big conspiracy against the mission of Kofi Annan should be held accountable.

Those people, those terrorists, who confessed what they did, acknowledged also, that they were encouraged by religious fatwa, emanating from some sheik or imams in some arab countries. And that was done publicly. Some ministers of these regional arab and international powers as you know, some prime ministers , some presidents, adressed the situation publicly and called for arming the armed opposition in Syria. This is the core issue, we are facing right bnow. And this is what we need to deal with urgently.

„I have here a CD...“

Auf die Frage eines Reporters, die Zusammenstellung der 300 Beobachter betreffend sagte Botschafter Ja`aafari u. A. „ The size of violence has diminished, however, the quality of the crimes perpetraded by the armed groups is getting worse. Now we are witnessing suicide bombers, we are witnessing individuel assassinations and we are witnessing the use of roadside bombs. Something that did not happen in the previous phase.

Eine andere Frage: „There seems to be a growing difference between what Kofi Annan and what Ban Ki Moon, the current secretary is saying. He is speaking yesterday at the Atlantic Council in Washington. He said that president Assad might face the same fate as Gaddhafi or Charles Taylor for example. What do you make of that statement by the Secretary General and of the difference between what he`s saying and what Kofi Annan apparently was saying in his briefing?

Antwort: „I met with the Secretary General about 10 days ago and I urged him to engage positively speaking supporting the mission of Kofi Annan in order to enable him to succeed. I also urged the Secretary General to have a positive approach to what`s going on in Syria and here again I`m reaterating ( ?= repeating ) my humble request to him to think positively , to act positively and to comment positively.

Und weiter sagte Bashar Ja`aafari: „I would like to go back to the previous question. To let you know also that Turkey is harboring some dissidents from the military as well as armed groups on its own territory and these armed groups are infiltrating the syrian-turkish border every day, committing murders, crimes against the police and the security forces as well as against the army and then they withdraw and they go back, they retrieve into the turkish territory. So the turkish government should be responsible on stopping this infiltration and preventing these armed groups from infiltrating the syrian territory through thge turkish-syrian border.

We have facts, as I said, we have a lot of facts….

Unzweifelhaft spielt die Türkei ein falsches Spiel, auf Befehl der USA und sie provoziert einen Krieg mit Syrien, auf Befehl der USA.

Was Falschspiel im Allgemeinen und im ganz Besonderen betrifft, da können wir auch ein gar garstig Liedlein mitsingen. Wir warten.

Wir warten immer noch, geduldig, auf die Aufklärung der Morde an türkischen Kleinhändlern , die einer komplett erstunkenen und erlogenen „NSU“-Organisation in die Schuhe geschoben werden und die als neonazistischer Makel unser kollektives Unbewusstsein treffen sollen. Das wird nicht gelingen.

Nochmals: Komplett erstunken und erlogen!

There`s nothing more to say,………….

 

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jo on April 26th, 2012

Christoph Hörstel berichtet über Informationen über den Einsatz von US-Söldnertruppen, die dieser Tage vom Irak, der Türkei und dem Libanon nach Syrien eindringen und Terrorattacken starten. Eine klare Verletzung des Völkerrechts wie in Libyen. Derzeit kein Licht in Sicht…:


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Syriangirlpartisan (Mimi Al Laham), die schöne und kluge Aktivistin ist gottlob wohlauf:


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Was die vertierten “Rebellen” hier wieder veranstalten, zeigt deutlich den Charakter und die Richtung, in die sie das Land kulturell zurückreissen wollen (18+):


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jo on März 8th, 2012

von Johannes Löw

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Der Friedensfürst-Obama-Trick scheint abermals aufzugehen.

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Die Welt wird mit Nachrichten geflutet, Netanjahu habe sich nicht durchsetzen können, die USA zu einem Kriegszug gegen Iran bewegen zu können.

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Dieweilen sich republikanische Kandidaten in blutrünstiger Kriegsrethorik übten, habe Obama deutliche Worte gefunden, einen Angriff auf die Islamische Republik eine Absage zu erteilen:

»Wenn einige dieser Leute meinen, wir müssten einen Krieg starten, dann sollen sie das sagen und vor dem amerikanischen Volk vertreten.«; »Diejenigen, die so etwas befürworten oder die Kriegstrommel schlagen, sollten dem amerikanischen Volk klipp und klar erläutern, was die Kosten und was die Vorteile wären.«; »Es geht nicht nur um das Problem israelischer Interessen, dies ist ein Problem amerikanischer Interessen.“; „Es ist darüber hinaus nicht nur ein Problem der Folgen für Israel, wenn vorzeitig gehandelt wird. Es gibt ebenso auch Folgen für die Vereinigten Staaten.« wird er zitiert.

Uns wird ein Bild von Scharfmachern und dem vernünftig Einlenkenden suggeriert. Die Scharfmacher sind Personen, welche über keinerlei Entscheidungsgewalt verfügen, der Einlenker jener, dessen Befehl für einen Angriff gesetzliche Voraussetzung ist und zwischen ihnen steht – der Israeli.

Man kann es auch anders interpretieren: es ist eine Komödie, die vor dem Volk, der gesamten Weltöffentlichkeit aufgeführt wird, um die Schritte zu einem längst beschlossenen Kriege so zu verankern, dass der brave Pressekonsument seine Unterstützung als eigene Entscheidung wahrnimmt!

Der Weg nach Teheran führt über Damaskus!“ ist längst erkannt worden. Es zeichnet sich eine Strategie ab, erst Syrien anzugreifen. Dadurch wird Teheran gezwungen zu reagieren – und der Krieg kann auf den Iran ausgeweitet werden.

Gleichzeitig hält die istaelische Armee sich aus Syrien raus und fällt direkt über den Iran her.

Die Wahlen in den USA werden erst im November stattfinden. Das ist des „vorzeitigen Handelns“-Pudels Kern – Amerikaner sind leicht für einen Krieg aufzuhetzen, aber genauso leicht schlägt die Stimmung um, wenn der Gegner empfindlich zurückschlägt.

Militärisch gesehen war der Libyenkrieg eine gnadenlose Niederlage für die NATO.

Sicher, die Zivilisation des Landes ist vernichtet, die staatliche Struktur zerschlagen und Colonel Gaddafi und ein Teil seiner Familie ermordet.

Aber bedenkt man, dass die gewaltigste Militärmacht aller Zeiten 8 Monate gebraucht hat und dabei jedes denkbare Kriegsverbrechen begehen musste, bis hin zur Bombardierung von Kornspeichern mit Depleted Uranium und dem Einsatz von chemischen Waffen, Weißem Phosphor und Senfgas in Sirte und Beni Walid, während ihr Gegener ein Land mit 6 ½ Millionen Einwohnern und rein konventioneller Bewaffnung ohne Luftwaffe war, dann wissen die Generalstäbe, dass sie eine militärische Katastrophe erlebt haben.

Russland und China haftet nun die Schande an, Libyen geopfert zu haben – aber sie ziehen freilich ihre Konsequenzen.

Und die Führungskräfte der NATO können hochrechnen, wenn sie kaum mit einem militärisch fast wehrlosen Land fertig werden, welche Preis sie zu bezahlen haben, wenn sie sich mit den kriegserfahrenen Militärmächten Syrien und Iran anlegen.

Dann Russland: um Medwedjew ist es still geworden seit Libyen. Die Inszenierung einer „Weißen Revolution“, welche sich Washington immerhin ca. 30Mio. US-Dollar hat kosten lassen, um die Präsidentschaftswahlen zu manipulieren, ist schon im Ansatz so kläglich gescheitert, dass sie noch nicht einmal erwähnenswert ist. In Moskau feierten mindestens 130.000 am Roten Platz den Wahlsieg Putins, zu einer Kundgebung gegen ihn konnten gerade mal 14.000 mobilisiert werden, und die gingen auch gleich wieder nach Hause, als ein paar Militante anfingen, die Polizei zu provozieren. Über die Ereignisse in Petersburg überhaupt Informationen aufzutreiben war fast unmöglich; die Rede ist von etwa 100 Anarchisten, die randaliert haben und festgenommen wurden.

Das bischen Gezeter über Wahlbetrug mag ja dem einen oder andern böswilligen Fernsehzuschauer gefallen, die Wahl war die transparenteste und überwachteste, die je stattgefunden hat und jeder Vorwurf kann juristisch überprüft werden, die Militärführungen aber wissen: Putin und Sjuganow haben 80% der Wählerstimmen hinter sich vereinen können, und das ist in jedem Falle ein Votum gegen den Westen!

Wir wissen nicht wie Moskau reagieren wird, aber einem Angriffskrieg gegen Syrien und Iran werden sie nicht tatenlos zusehen. Putin hatte als letzte ministerpräsidentliche Amtshandlung eine umfassende Modernisierung der Streitkräfte angeordnet.

Neuerdings taucht auch noch ein französisches Problem auf: dem mutmaßlichen CIA-Agenten Sarkozy werden schlechte Chancen eingeräumt, noch einmal in den Elyséepalast einzuziehen, was bedeutet, dass ab April auch Frankreichs Beteiligung an einem Waffengang unzuverlässig wird; ich habe die Franzosen als Menschen kennengelernt, die sich lieber um ihre eigenen Belange kümmern, ihren täglichen Trott zwischen Kaffee & Croissant und Rotwein am Abend und Überfälle ihrer Armee auf andere Länder eher als störend empfinden – ob sich ein frisch gekürter Präsident gleich zu Beginn seiner Amtszeit unbeliebt machen will bezweifle ich; und der „Philosoph“ Levy ist zwar ein Pressegespenst, aber seine akademische Reputation in Frankreich reicht noch nicht einmal an die eines talentierten Erstsemesters ran; ohne Sarkozy ist er gar nichts.

Viel mehr Bedeutung als in den oben zitierten Sätzen lag in Obamas Aussage, dass Israel das „souveräne Recht“ habe, über seine Sicherheitsinteressen alleine zu entscheiden.

Vielleicht mehr als alles andere schätze ich seine Aussage, dass Israel in der Lage sein muss, sich selbst gegen jede Bedrohung zu verteidigen“ quittierte dies auch der israelische Netanjahu.

Bekommt Israel Probleme, könnten die USA der Damsel in Distress zu Hülfe eilen. Das militärische Aufgebot für einen Angriff ist installiert. Als Retter in der Not kann Washington sich möglicherweise dem eigenen Volk ein wenig besser und länger verkaufen. Aber unübersehbar hat das Werkzeug Obama kalte Füsse. Er hält den schwarzen Peter in der Hand, und es ist keiner da, dem er ihn zuschieben kann. Er treibt ein Spiel auf Zeit. Und die wird knapp. Die Todesschwadronen der „Freien Syrischen Armee“ können zwar Terroranschläge verüben und Scharmützel mit der Syrischen Armee provozieren, aber sie und ihr „Syrischer Nationalrat“ sitzen in der Türkei fest. Das reicht um Pressespektakel aufzuziehen, aber die Generäle der NATO und der US-Army kennen die Fakten und die Risiken. Im Februar hatte sich eine Mehrheit der Syrer trotz Lebensgefahr durch terroristische Aktionen am Referendum über eine neue Verfassung beteiligt. Dadurch bestätigt konnte die Armee die Nester der importierten Terroristen zerschlagen. Will Obama angreifen, so muss er das vor den geplanten Parlamentswahlen im Mai tun. Aber das Pentagon weiß jetzt schon, dass mit einer Unterstützung durch die syrische Bevölkerung nicht zu rechnen ist. Die wollen Stimmzettel in Urnen werfen und nicht Bomben auf Menschen. Und wie will man einen syrischen Nationalrat, der in Istanbul residiert, dessen Mitglieder ebenso anonym wie es die des NTC es nach wie vor in Libyen sind als einzige legitimie Vertretung Syriens verkaufen, wo doch eine nach westlichen Standards gewählte Regierung in Damaskus exisitert?

AIPAC und die israelische Regierung treiben die USA, sich bar jeder Vernunft sehenden Auges in ein Abenteuer zu verrennen, das nicht nur die Gefahr in sich birgt, die halbe Welt in Brand zu setzen, sondern ihren eigenen Untergang bedeuten kann.

Es ist nicht von Ungefähr, dass alle 16 Geheimdienste der USA im Laufe der letzten Monate menrfach an die Öffentlichkeit getreten sind und deutlich machten, dass der Iran „keine Entscheidungen“ darüber „getroffen“ hat, Nuklearwaffen herzustellen, ebenso wie eine Kampagne führender US Militärs, die Amerikaner aufzurufen, einen Krieg gegen den Iran abzulehnen.

Die „rote Linie“, welche von Israel gefordert wird, bereits anzugreifen, wenn nur die potentielle Fähigkeit vorhanden wäre, Atomwaffen zu entwickeln, träfe auf jedes Land zu, das eine Technische Universität und einen metallverarbeitenden Betrieb besitzt.

Es ist nicht Sache eines Soldaten, sich in Politik einzumischen. Aber es ist Aufgabe eines Offiziers, militärischen Sinn und Unsinn abzuwägen, ehe er Untergebene in die Schlacht wirft und er wägt nicht nach den Trends der Pressekampagnen ab. Er hat sein Worst-Case-Scenario.

Die Presse betreibt das Geschäft der AIPAC.

Bleibt die Frage; wer profitiert von diesem absehbaren Worst-Case?

Denn einer gewinnt immer, und das formuliert die Frage um: Wer ist der lachende Dritte?

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jo on Februar 28th, 2012

Marie Colvin & Remi Ochlik - Bild: msnbc.com

erschienen bei einartysken

Am 22. Februar 2012 kamen zwei Journalisten bei einem Angriff der syrischen Armee auf  einen Stützpunkt bewaffneter Banditen in Homs ums Leben: Marie Colvin und Remi Ochlik. Wie nicht anders zu erwarten, gab es einen unisono Aufschrei der westlichen MainstreamMedien (MSM). Der Diktator Bashar Al-Assad mordet nicht nur “seine Eigenen”, sondern auch tapfere Journalisten, die “nichts als die Wahrheit berichten wollen”.

Sarkozy schreit “Jetzt reicht’s! Das Regime muss weg!” Und zitiert den syrischen Botschafter zu sich, desgleichen Cameron. Die syrische Regierung habe das Lager  mit Absicht beschossen, weil man wusste, dass sich die Journalisten dort befanden. “Welch eine schamlose Brutalität!” donnert Agence France Press. Und dann werden alle Verdienste und Preise aufgezählt, die sich die beiden im Laufe der Zeit erworben hatten. “DIE WELT trauert um ihren Tod!”
Gleichzeitig werden Fotos gezeigt, wie Marie Colvin schon 2011 mit libyschen Rebellen sich ablichten lässt. Und man gibt sogar zu, dass beide Journalisten Syrien heimlich mit Rebelleneskorte betreten haben.

Und da tritt Dr. Franklin Lamb, Prof. für Internationales Recht, auf den Plan und schreibt einen tränentriefenden Nachruf auf seine Freundin, die doch so außerordentlich begabte Auslandsjournalistin. Er war einer der letzten, der Marie Colvin lebend gesehen hat – in Libanon, wo sie ihn um Hilfe für ihren Trip nach Syrien bat. Und er hat ihr geholfen und hat ihr auch Adressen in Syrien gegeben. War sich der ehrenwerte Rechtsgelehrte nicht darüber im klaren, dass er Beihilfe zu illegalen Handlungen leistete? Weiss er etwa nicht, wie Personen behandelt werden, die sich illegal in die USA einschleichen? Im besten Fall landen sie in Guantanamo oder werden kurzerhand umgelegt, wenn sie sich obendrein in Gesellschaft von bewaffneten Regimegegnern befinden.

Dr. Franklin Lamb

Gibt es überhaupt irgendein Land auf der Welt, dass vom Ausland bezahlte und bewaffnete Banditen frei im Lande herumlaufen, kidnappen, foltern und killen  ließe? Man frage den Experten Dr. Lamb, der eine wahrlich schillernde Figur ist und auf allen Hochzeiten tanzt. Manchmal schreibt er gute Sachen, z. B. aus Libyen, dann sitzt er mit seinen Rebellenfreunden in Libyen am Strand, taucht plötzlich in Mali bei den Gaddafi-Getreuen auf, die von dort aus den Widerstand organisieren, und nun sitzt er im Libanon, um “embedded” Journalisten nach Syrien zu schleusen.
“Embedded”! Wer redet denn davon? Nun, zum Beispiel Viktor Reznov in dem Artikel  “Syria: The War Machine Devours its  propagandists” (Syrien: Die Kriegsmaschine verschlingt ihre Propagandisten) vom 23. Februar 2012. Er betont, dass die syrische Regierung nichts von der Anwesenheit der beiden Journalisten wusste, genauso wie zuvor schon von der Anwesenheit von Gilles Jacquier. Auch da dröhnte es von allen Seiten, die syrische Armee habe ihn erschossen, bis herauskam, dass er erstens kein Journalist sondern Agent war und zweitens von “seinen eigenen” (den Rebellen also) zusammen mit vielen friedlichen Demonstranten erschossen wurde. Natürlich hörte man keinen Ton mehr von den MSM, am wenigsten eine Entschuldigung oder Richtigstellung.

Danach wirft Reznov einen Blick auf das hochgelobte Werk von Ochlik und Colvin:

Ochlik war (schon) in Libyen als Fotograf, embedded von der NATO; er berichtete über die gefeierten Rebellen und zeigte alle NATO-Banditen und al-Qaida Schurken in heroischen Posen für den Westen. Seine journalistische Verantwortung reichte allerdings nicht für die Opfer des NATO-Krieges. Auch Colvin war verantwortlich für die Verbreitung der (falschen) Information vom “Bombardieren des eigenen Volkes” in Libyen. Colvin erzählte sogar schon im Jahr 2000 das Märchen von “Saddams nuklearer Bombe”.

Und nun berichtete Marie Colvin also für Murdochs Sunday Times und auch die CNN. Aber wie im Titel gesagt, werden jene, die so fleissig die Propaganda-Trommel rühren (ohne das diese verbrecherischen Kriege gar nicht möglich wären), selbst von der Kriegsmaschine verschlungen.

Ich bin gespannt, was die MSM jetzt zur Abstimmung über die neue Verfassung in Syrien, der mit 89% der Stimmen zugestimmt wurde, zu sagen haben. Oder zu den 1500 ausländischen Soldaten (darunter 10 französische Mitglieder der Spezialeinheiten). Wahrscheinlich nichts oder nur Verdrehungen in das absolute
Gegenteil (wie im übrigen schon geschehen – die Abstimmung wurde als Farce bezeichnet, d. h. die 89% Syrer gibt es gar nicht).

Quelle: einartysken

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Aktion UBERWACH!