NTC-Zintan

jo on Januar 16th, 2014

tripolis miliz autoserschienen bei chartophyleikon tou polemou

Für Libyen ging das Jahr 2013 praktisch ohne Veränderungen über die Bühne. Das geteilte Land mit einer schwachen Zentralmacht war das ganze Jahr über damit beschäftigt, eine gewisse Balance zwischen Tripolis und den verschiedenen Regionen des Landes zu etablieren. Ungeachtet unverhohlen separatistischer Tendenzen, die traditionell von der Kyrenaika ausgingen, ist die Einheit des Landes nach wie vor Konsens der verschiedenen Kräfte in Libyen.

Das Abflauen des Interesses der Medien an Libyen war einerseits durch die Übersättigung mit Informationen im Zuge der wichtigsten Ereignisse im Land bedingt, andererseits ist der Westen direkt daran interessiert, dass das “libysche Thema” abgeschlossen wird. Zu deutlich ist der Kontrast zwischen den deklarierten Zielen seiner Intervention in den inneren Konflikt in diesem Land und den wirklichen Ergebnissen des Sieges der Rebellion, des Bürgerkriegs und der Intervention.

Damit kann man wohl begründen, dass die Nachrichten aus Libyen bruchstückhaft und an konkrete Ereignisse gekoppelt von dort zu uns drangen, so dass es kaum möglich ist, die Prozesse, die derzeit in Libyen ablaufen, auch nur annähernd objektiv zu verstehen.

Vor einem solchen Hintergrund ist die Einheit des Landes, das de facto in einzelne Territorien zerfällt und unter der Kontrolle vollkommen verschiedenartiger Kräfte und Gruppierungen steht, nicht ganz verständlich. Im Schatten bleiben nämlich die Stabilisierungsfaktoren, welche noch eine Somalisierung und Balkanisierung Libyens verhindern.

Misrata ist heute eine eigenartige, quasi selbständige Handelsrepublik, die von Händler-Clans regiert wird

Es mag seltsam erscheinen, aber eines der wichtigsten Machtzentren – die Hafenstadt Misrata – ist ungeachtet aller erdenklichen Boni, welche die Elite dieser Stadt aus der Zerschlagung der Dschamahirija ziehen konnte – gerade einer der Faktoren, die einen Zerfall des Landes verhindern. Möglich, dass das als ein Paradoxon erscheint, aber es gibt durchaus logische Erklärungen dafür.

Zum heutigen Tage ist Misrata die einzige libysche Stadt, die sich vollständig von den Folgen des Bürgerkriegs erholt hat, welcher sie schwer betroffen hatte. Die Kampfhandlungen der Gaddafi-Armee und der Freischärler von Misrata betrafen zwar vergleichsweise wenige Stadtgebiete, doch die Folgen des Krieges sahen hier direkt nach dessen Ende nicht weniger schockierend aus als die Ruinen von Sirte und Bani-Walid.

Inzwischen ist Misrata eine blühende und vollkommen friedliche Stadt, in der es praktisch keine Probleme mit der Sicherheit gibt; es gibt Arbeit und ganz allgemein ist die Lage hier vollkommen anders, als in allen übrigen libyschen Städten.

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jo on April 9th, 2012

von John Schacher

Leider gibt es über die Kämpfe in Ragdaline und El Jamile  noch keine neueren Nachrichten. Auch aus Sabha und dem restlichen Libyen brachten die Ostertage nichts neues.

In Zawia töteten die Kämpfer des Grünen Widerstandes zwei ranghohe Verräter der NATO-NTC-Rebellen, deren Namen auf der schwarzen Liste standen. Es handelt(e) sich hierbei um “Kamel El Amine”, den Gründer der Gruppe “Tresor Zintan”, der in direktem Kontakt zum Kommando der NATO stand, sowie um “Mohamed El Chaouche”, den Präsidenten des NTC-Kommandrates von Zawia.

Quelle: libia-sos-blogspot

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