Monsanto

jo on Januar 16th, 2014

gmo monsantoerschienen bei DWN

Die Genehmigung von Gen-Mais könnte bald automatisch in Kraft treten. Denn die Bundesregierung hat bei der EU-Kommission noch immer keinen Einspruch dagegen eingelegt. Landwirtschaftsminister Friedrich hat noch keine abschließende Auffassung. Am 12. Februar läuft die Frist aus.

Trotz ablaufender Fristen hat die Bundesregierung bislang keine Entscheidung über die Zulassung eines neuen umstrittenen Gen-Maises getroffen.

„Ich kann ihnen sagen, dass wir noch keine abschließende Auffassung der Bundesregierung in allen Einzelheiten des Gentechnik-Anbaus in Deutschland haben“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich am Donnerstag in Berlin auf die Frage nach der Bewertung der Maissorte 1507.

Die gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel und Mottenlarven resistente Pflanze wurde von DuPont und Dow Chemical entwickelt und soll nach dem Wunsch der Agrarriesen in der EU zum Anbau zugelassen werden.

Nach Angaben des Sprechers von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos läuft am 12. Februar die dreimonatige Entscheidungsfrist aus, nach der die Genehmigung des Genmaises durch die EU-Kommission automatisch in Kraft tritt. Die Bundestagsverwaltung war zuvor noch vom 8. Februar ausgegangen. „Die politische Entscheidung liegt bei den Mitgliedsstaaten“, erklärte Ciolos in Berlin. Die Kommission habe lediglich gesundheitliche Aspekte geprüft.

Verboten werden kann der Anbau auf EU-Ebene nur noch, wenn ein EU-Rat vor dem 12. Februar das Genehmigungsverfahren stoppt. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung könnte sich der Rat für Auswärtige Angelegenheiten am 20. Januar oder der Ecofin am 28. Januar mit dem Genmais befassen. Der eigentlich zuständige Agrarministerrat tagt demnach erst wieder am 16. Februar und damit zu spät, um noch ein Verbot zu beschließen.

Im Europa-Parlament setzten am Donnerstag die Gegner des Mais 1507 eine Resolution durch, in der ein Verbot des Anbaus der Pflanze gefordert wird. Der Grünen-Abgeordnete Martin Häusling begründete die Ablehnung des Maises unter anderem damit, dass von dem Genmais erhebliche Gefahren für Schmetterlinge und andere Bestäuber ausgingen. Die Produzenten des Maises weisen die Vorwürfe zurück.

Quelle: DWN

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irrenanstalt30gesehen bei politaia

erschienen bei le monde-diplomatique

von Lori Wallach

Aufgeregte Politiker von Berlin bis Brüssel sehen durch den NSA-Skandal das Transatlantische Freihandelsab- kommen in Gefahr. Über das, was in dem angestrebten Vertrag stehen soll, reden sie nicht so gern. Ein Blick auf die Blaupausen lässt ahnen, was Europas Bürger nicht zu früh erfahren sollen.

Bereits vor fünfzehn Jahren versuchten Großunternehmen bei den Verhandlungen über das Multilaterale Investitionsabkommen (MAI) ihre Macht heimlich still und leise in unvorstellbarem Maße auszuweiten. Damals scheiterte das Projekt am hartnäckigen Widerstand der Öffentlichkeit und der Parlamente. Damit wurde unter anderem verhindert, dass sich einzelne Konzerne denselben Rechtsstatus wie Nationalstaaten verschaffen konnten. Das hätte etwa bedeutet, dass Unternehmen eine Regierung verklagen können, “entgangene Gewinne” aus Steuergeldern auszugleichen.

Jetzt aber kommen diese Pläne erneut auf den Tisch, und zwar in deutlich verschärfter Fassung. Der offizielle Name des neuen Projekts lautet “Transatlantic Trade and Investment Partnership”, abgekürzt TTIP. Dieses transatlantische Handels- und Investitionsabkommen soll, ähnlich wie früher das MAI, die Privilegien von Konzernen und Investoren absichern und sogar noch ausweiten. So wollen die EU und die USA ihre jeweiligen Standards in “nicht handelspolitischen” Bereichen vereinheitlichen. Diese angestrebte “Harmonisierung” orientiert sich erwartungsgemäß an den Interessen der Konzerne und Investoren. Werden deren Standards nicht erfüllt, können zeitlich unbegrenzte Handelssanktionen verhängt werden. Oder es werden gigantische Entschädigungen für die Unternehmen fällig.

Die Verhandlungen über diese Art Staatsstreich in Zeitlupe haben im Juli dieses Jahres in Washington begonnen – mit der erklärten Absicht, in zwei Jahren ein Abkommen zu unterzeichnen, das eine transatlantische Freihandelszone (Transatlantic Free Trade Area, Tafta) begründen wird. Das gesamte TTIP-Tafta-Projekt gleicht dem Monster aus einem Horrorfilm, das durch nichts totzukriegen ist. Denn die Vorteile, die eine solche “Wirtschafts-Nato” den Unternehmen bieten würde, wären bindend, dauerhaft und praktisch irreversibel, weil jede einzelne Bestimmung nur mit Zustimmung sämtlicher Unterzeichnerstaaten geändert werden kann.

Wirtschafts-Nato mit grenzenlosen Befugnissen

Weil die global operierenden US-Konzerne eine ähnliches Partnerschaftsabkommen für den pazifischen Raum (Trans-Pacific Partnership oder TPP) anstreben, würden wir auf ein System zusteuern, das die Herrschaft der mächtigsten Kapitalgruppen über den Großteil der Welt zementiert und juristisch absichert. Denn auch andere Staaten wären gezwungen, bei der TTIP oder der TPP anzudocken. Sie müssten sich also im Handel mit der USA und der EU nach deren Regeln richten.

In den USA reagieren die Wähler, die Präsident Obama sein Versprechen eines “glaubhaften Wandels” abgenommen haben, teils depressiv, teils wütend. Denn was er ihnen als Regelwerk für die Weltwirtschaft auf der Höhe des 21. Jahrhunderts verkaufen will, läuft darauf hinaus, dass die von den sozialen Bewegungen des 20. Jahrhunderts durchgesetzten Fortschritte großenteils wieder rückgängig gemacht werden.

Die Verhandlungen über das TTIP-Tafta-Projekt finden hinter verschlossenen Türen statt. Damit wird gewährleistet, dass jenseits des geschlossenen Zirkels der “Handelspolitiker” niemand beizeiten mitbekommt, was tatsächlich auf dem Spiel steht.(1) Andererseits haben 600 offizielle Berater der Großkonzerne privilegierten Zugang zu den Dokumenten und zu den Entscheidungsträgern. Textentwürfe werden nicht veröffentlicht, die Öffentlichkeit und die Presse werden außen vor gelassen, bis der endgültige Deal unter Dach und Fach ist…….

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gmo monsantoDanke an Christoph

Wissenschaftler aus der Brasilianischen GVO-Regulierungs-behörde protestieren gegen die Abweisung der Studie von Seralini

 

Das abscheuliche Verhalten von staatlichen Gentechnik-Regulierungs-Behörden rund um die Welt bei ihrem Versuch, die Seralini-Studie von 2012 unglaubwürdig zu machen, zeigt sich immer deutlicher. Die letzte bekannt gewordene Episode betrifft CTN-Bio, die Brasilianische Kommission, die über die Zulassung von GVO entscheidet.

Seralini`s Studie hatte herausgefunden, daß ein Gen-Mais von Monsanto, der NK603, sowie das Herbizid Roundup Organ-Versagen, vermehrt Tumore sowie frühzeitigen Tod bei Ratten verursachte.

In Brasilien haben 4 pro-GVO-Wissenschaftler, zwei davon waren Mitglieder bei CTNBio die Seralini-Studie in einem Bericht vom Oktober 2012 kritisiert.

Jedoch im März 2013 verfaßten 15 Wissenschaftliche Mitglieder von CTNBio, darunter 5 ehemalige, einen detaillierten wissenschaftlichen Gegenbericht, der die Argumente der 4 für Gentechnik eingestellten Forscher vom Sockel stößt und der die Validität der Ergebnisse von Seralini unterstützt. CTNBio stimmte gegen den Bericht und hält die ursprüngliche Kritik der 4 pro-GVO-Forscher aufrecht.

CTNBio stimmte auch gegen eine Aufforderung einer Gruppe brasilianischer VerbraucherOrganisationen, den Anbau und die kommerzielle Zulassung des Mais NK603 auszusetzen.

Ein Anwalt einer der Verbraucher-Organisationen, IDEC, sagte dazu, die Entscheidung von CTNBio verletzt die Brasilianische Verfassung.“

- Das ist im übrigen  auch die Auffassung, die Frau Lüst in Europa  nicht nur formuliert, sondern bereits wiederholt erfolgreich vor den Menschen-Rechtsausschuß der UN gebracht hat, auch im Falle Deutschlands!

Ihre Argumentation soll demnächst in einem entsprechenden Gerichts-Verfahren in Mexiko vorgetragen werden: Staaten, die die Gentechnik zulassen, verstoßen gegen die Menschenrechte“, siehe www.stopptgennahrungsmittel.de/web/index.php?menu=55

Diese Bemerkung von gmwatch, daß ein Anwalt von Verbraucher-Organisationen, Verfassungs-Verletzung durch GVO anmahnt, läßt ahnen, daß wir demnächst auch aus Brasilien über ein Gerichtsverfahren um Verbraucher- und Verbraucherschutz-Rechte hören werden.

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Bild: Federaljack.com

Bild: Federaljack.com

erschienen bei einartysken

von Rune Lanestrand

 

Das Unmögliche ist wahr geworden: Dem nördlichen Maiswurzelboher schmeckt der giftige GMO-Mais von MONSANTO ausgezeichnet. Die Verluste werden enorm sein. Aber Syngenta wird enorme Profite machen.

 

Monsanto hat Milliarden Dollar in die Entwicklung einer GMO-Maisart gesteckt, die für den Maiswurzelbohrer giftig ist.

Jetzt ist eingetroffen, was wir Laien  vorhergesehen haben, was aber von den GMO-Forschern auf das Bestimmteste zurückgewiesen wurde.

Jetzt zeigt sich nämlich, dass der Maiswurzelbohrer im mittleren Westen der USA gegen die Maissorte, die am längsten angebaut wird, resistent geworden ist.
Statt etwas anderes anzubauen oder eine andere Maissorte zu verwenden, bringen die Bauern jetzt noch mehr Pflanzengifte ein, da das manipulierte  Gift-Gen nicht mehr funktioniert. Das ist nichts weniger als eine ökologische Katastrophe mit nicht vorhersehbaren Konsequenzen.

Maiswurzelbohrer haben gründliche Arbeit geleistet.

Aber für Syngenta, die im Besitz von AstraZeneca ist, hat der Verkauf von Pestiziden einen enormen Aufschwung genommen. Der Umsatz ist in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent gestiegen.

Das Vorkommen des Nördlichen Maiswurzelbohrers oder northern corn rootworm auf Englisch ist stark gestiegen, da man nicht mehr Wechselanbau betreibt, sondern den Mais auf denselben Feldern jahrzehntelang anbaut. Das begünstigt alle Arten von Schädlingen.

Der Schaden entsteht, indem die Larven die Maiswurzeln fressen. Der voll entwickelte Käfer ernährt sich dann von Blättern und Maiskolben, was den Ertrag
erheblich senkt.

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gesehen bei DWN


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monsanto maiserschienen bei new-focus.ch

 

Gen-Technik nennt man ja jetzt Biotechnologie

 

1998 erntete Howard Vlieger auf seiner Farm in Maurice, Iowa, sowohl konventionellen Mais als auch die gentechnisch veränderte Bt-Variante. Er war gespannt, wie seine Kühe auf den Pestizid produzierenden Bt-Mais reagieren würden. So füllte er die eine Seite seines fast sechs Meter langen Futtertrogs mit Bt-Mais und die andere Hälfte mit dem normalen Futter.

In der Regel fraßen seine Kühe alles auf und ließen niemals Reste übrig. Als er jedoch 25 Tiere in den Pferch ließ, drängelten sich alle auf der einen Seite des Troges, in der sich der naturbelassene Mais befand. Als sie ihn aufgefressen hatten, knabberten sie noch ein wenig an dem Bt-Mais, überlegten es sich aber bald anders und entfernten sich.

kuhherdeEinige Jahre später nahm Vlieger gemeinsam mit vielen anderen Farmern in Ames, Iowa, an einer Wahlversammlung von Präsidentschaftskandidat Al Gore teil. Besorgt darüber, dass Gore offenbar keine Einwände gegen gentechnisch veränderte Nahrung hatte, bat Vlieger den Kandidaten um Unterstützung für ein kürzlich in den Kongress eingebrachtes Gesetz, das eine Kennzeichnung von Gennahrung verlangte. Gore antwortete, die Wissenschaftler seien der Meinung, es gebe keinen Unterschied zwischen gentechnisch veränderter und konventioneller Nahrung. Vlieger erklärte, er sei – bei allem Respekt – anderer Meinung, und beschrieb wie seine Kühe sich geweigert hatten, den gentechnisch veränderten Mais zu fressen. Am Ende der Geschichte meinte er: “Meine Kühe sind gescheiter als diese Wissenschaftler.” Im Raum brach tosender Beifall aus. Gore fragte, ob auch andere Farmer festgestellt hätten, dass ihre Tiere anders auf das transgene Futter reagierten. Ungefähr zwölf bis zehn Hände gingen hoch.
(El Gore steht nicht nur auf einer Lohnliste! Siehe wie sich dieser “Umweltschützer” die Zukunft vorstellt! Nichtwisser müssen diesem Trabanten recht geben)

“Wenn auf einem Feld Genmais und konventioneller Mais stand, dann hat das Vieh immer erst den konventionellen Mais gefressen.”
Gale Lush, Nebraska

“Ein Nachbar hat den neuen Bt-Mais angebaut. Als das Vieh auf die Felder getrieben wurde, wollte es den Mais einfach nicht fressen”.
Gary Smith, Montana

“Meine Kühe mögen den offen bestäubten Mais lieber als die Hybridsorten, aber auch die Hybridsorten schlagen den Bt-Mais noch um Längen”.
Tim Eisenbeis, South Dakota

1999 war in einem Artikel von Acres USA zu lesen, dass die Kühe sogar durch einen Zaun gebrochen und durch ein Feld mit Roundup-Ready-Mais gezogen waren, um an den konventionellen Mais zu kommen, den sie dann fraßen. Den Genmais rührte das Vieh nicht an.
GM-FREE Magazine, vol. I, no. 3, August/September 1999

Siehe auch: initiative.cc/rubriken/tiere.htm

Siehe auch Gentech in Babynahrung
Neue Krankheiten mit Gentech veränderter Nahrung?
Gentechnisch veränderter Mais in Frankreich verboten!

wildes feldVor dem Einmarsch der Amerikaner in den Irak wurden dort 44 verschiedene Getreidesorten angebaut. Jetzt, mit Krediten der Weltbank, dürfen nur noch 2 Getreidesorten der Firma Monsanto angebaut werden.

Wenn ein Bauer sich nicht an dieses Terrorregime hält, bekommt er keine “Starthilfe”!
Da mit entsprechendem Pflanzengift, alle Pflanzen ausser den Gen-Pflanzen absterben, werden so widerborstige Bauern auf den “richtigen Weg” gebracht!

Video: Wie Bauern zu “Leibeigenen” der Konzerne Monsanto und Co gemacht werden. In Europa wird massiv auf diese Zukunft hingearbeitet. Und die Schweizer Bauern? Wenn unsere Politiker weiterhin mit der Grossmacht USA “liebkosen”, werden auch unsere Baueren wieder in die Vergangenheit vor 1291 “getrieben”!

Nachtrag vom 27.3.08: Monsanto macht Kehrtwende und räumt Schuld ein. Dies könnte sich als Sargnagel dieses Industriezweiges herausstellen!

Wie hat es doch Henry Kissinger 1972 ausnahmsweise ehrlich formuliert: “Wer das Öl kontrolliert, kontrolliert das Land, wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert das Volk”.
Wird GMO als Kriegswaffe und/oder zur Rassenhygiene eingesetzt?
(Rassenhygiene/Eugenik wird heute unter dem wissenschaftlichen Namen “Soziale Biologie” verkauft!)

– Siehe auch: Wie die 3.-Weltbevölkerung in den Hunger getrieben wird.
– und Hungern für wen?
– Gehört absichtliches Verhungernlassen zum Personenreduzierprogramm oder zur Umsatzsteigerung der GMO-Konzerne?
– Bioethanol: Hunger für die Dritte Welt – Strahlen für Europa?
Hunger: WHO abschaffen – El Gore
Gensoja: Schweinekrankheiten und Bienensterben
– Beste Umweltschutz-Seite: Umweltinstitut München e.V.

Globalisierung und Versklavung:
Wie Terminator-Saatgut über 200’000 indische Bauern in den Selbstmord treibt! Ganz im Sinne und Geiste des Personenreduzierungsprogrammes?

Quelle: new-focus.ch

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monsanto maiserschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten – Danke an Armeeverkauf

Was die Europäer essen, dürfte in Zukunft entscheidend vom Saatgut-Konzern Monsanto bestimmt werden. In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Den Bürgern bleiben die Vorgänge verborgen – bis es womöglich zu spät ist.

Der Widerstand der Bürger Europas gegen die geplante Saatgut-Verordnung der EU ist massiv und hat die EU sichtlich überrascht. Umweltschützer und Vertreter kleinbäuerlicher Strukturen versuchen, zu verhindern, dass künftig jeder Einsatz von Sorten für Obst und Gemüse in Europa einer Regulierung durch Brüssel unterliegt (hier).

Die EU-Kommission wird kommende Woche eine entsprechende Verordnung präsentieren und versucht im Vorfeld, die Wogen zu glätten (hier).

Doch tatsächlich kann nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten keine Entwarnung gegeben werden. Vor allem Kleingärntner müssen fürchten, dass sie vollends dem wirtschaftlichen Diktat einiger weniger Großkonzerne unterworfen werden. Wenn es sich für den Handel wegen erheblicher administrativer Hürden und zusätzlichen Kosten mittelfristig unattraktiv wird, noch andere Sorte als jene von den großen Playern vertriebene zu verkaufen, dann ist die Artenvielfalt in der Ernährung in Europa weiter bedroht. Schon heute sind etwa 90 Prozent der Arten, die es im Saatgut noch vor hundert Jahren gab, ausgerottet.

Dann sind am Ende auch die Privatpersonen betroffen: Wenn die EU nun behauptet, dass Privatleute anbauen können, was sie wollen, ist das wohlfeil: Wenn man nur die von einem Oligopol verkauften Sorten erwerben kann, hat die Vielfalt zwangsläufig ein Ende.

Denn Vereinheitlichung entsteht nur teilweise durch Regeln. Sie vollzieht sich zu einem viel stärkeren Maß durch wirtschaftlichen Druck.

Der bereits seit längerem vorliegende inoffizielle Entwurf wird am 6.Mai ohne große Änderungen als endgültiger Gesetzesentwurf eingebracht werden, erfuhren die DWN aus der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Sowohl im Bundeslandwirtschafts-Ministerium als auch in Österreich will man den Entwurf abwarten, bevor man über inhaltliche Änderungen sprechen könne.

Umweltschützer raten jedoch, dass der neue Entwurf im Kontext der Entwicklung am Lebensmittel-Markt gesehen werden müsse.

Der Text auf einem Blatt Papier ist das eine.

Es kommt auf die politische Umsetzung an. Und es kommt darauf an, wer eigentlich der Stärkere ist in diesem ungleichen Kampf.

Sind es die Bürger, die darüber entscheiden können, wie sie sich ernähren wollen?

Oder sind es die großen Konzerne, die die Bürger als Kunden sehen, denen man eine Ware verkaufen kann, mit maximalem Profit?

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