Libysche Jamahiriya

"die Brücke zwischen Libyen und dem Westen in der Donau bei Wien treibend gefunden" - Quelle: Mathaba
von John Schacher
Der frühere libysche Ministerpräsident und Ölminister Schukri Ghanem wurde am Sonntag tot in einem Donaukanal bei Wien gefunden, wo Ganem für die OPEC arbeitete und mit Familie wohnte. Ein Autopsiebericht steht noch aus, eine natürliche Ursache scheint jedoch unwahrscheinlich. Sieht jedenfalls sehr nach “Bruderschaftbegräbnis” aus. Ghanem als langjähriger enger Mitarbeiter und Vertrauter von Quadhafi verfügte natürlich über vielerlei pikantes Wissen aus Jahrzehnten libyscher Politik. Von diesen Personen leben nun nicht mehr viele. Die NTC-Überläufer werden ihrerseits schön den Mund halten, um sich nicht in etwas hineinzureden, an dem sie früher Anteil und Schuld hatten. Alle behaupteten Untaten hat schliesslich Quadhafi höchstselbst begangen…
Sarkozy dreht mit der wirksam plazierten Affäre um die 50 Quadhafi-Millionen für seinen letzten Wahlkampf kräftig am Rad und will Mediapart anzeigen, die er der Dokumentenfälschung beschuldigt. Ob er sich da nicht einen Splitter reinzieht? Alle Quadhafi-Aussagen während des Krieges haben sich letztlich als wahr erwiesen – keine Bombardierung eigener Leute, kein Viagra…. nichts unehrenhaftes scheint vorgefallen zu sein. Wieso sollte Saif al-Islam ausgerechnet in diesem Detail lügen? Der vermutete Dokumentenaufenthaltsort wurde jedenfalls beim ersten französischen Luftangriff eingeäschert…! Wirklich alles spricht hier gegen Sarkozy. Jetzt wird sich diese Frage auf die der Beweislast-Erbringung vor Gericht reduzieren – die Wahrheit wahrscheinlich auf der Strecke bleiben.
Russische Produktion mit der Quadhafi-Rede zur Resolution 1973 in Tripolis 2011 (Mathaba):
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Eine 150 Tonnen-Ladung libyscher Waffen in drei Containern aus Benghazi sollte via Schiff nach Tripolis im Libanon geschmuggelt werden, als Nachschub für die Terroisten in Syrien. Sie konnte von der libanesischen Flotte abgefangen werden. Franklin Lamb berichtet:
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Laut Grünem Widerstand explodierte in Misrata ein Waffendepot.
Im folgenden Video sprengen die irren Misrata-”Rebellen” einen Wasserturm in der ohnhin verwüsteten und entvölkerten Wüstenstadt Tawergha:
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Zliten: 7 Journalisten wurden bei einem Brand im Pressehauptquartier getötet und 22 weitere verletzt.
Benghazi: ausgehend von der Ölfirma “persischer Golf” kam es gestern zu Protesten, die in bewaffneten Auseinandersetzungen endeten. Es ging um die Freilassung von Gefangenen aus dem dann gestürmten Alkwyfah-Gefängnis. Man glaubt, das die Gruppe der Islamisten hier gegen die nationale Armee vorgeht, auf deren Seite mehrere Soldaten verletzt wurden.
Quelle: libyaagainssuperpowermedia
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von John Schacher
In Libyen sind weitere schwere Kämpfe ausgebrochen. Auch in Al-Kufra kam es zu neuen Zusammenstössen mit dem NTC. Die Unruhen breiten sich wie ein Lauffeuer auf das ganze Land aus. Die Nachrichtenlage aus Libyen ist seit Tagen sehr dürftig. Erst heute kamen erste Neuigkeiten. Inomine bei my-metropolis hat heute schon mehrere Kampfplätze näher spezifiziert:
“Was soll ich ihnen noch viel dazu berichten? In ganz Libyen sind nun heftige Gefechte ausgebrochen. Es werden Kämpfe in Garhyan, Zuwra, Tripolis, Sirte, Zlitan, Benghazi, Jamil, Ghat, Sabha und Tiji gemeldet. Die NTC/NATO-Truppen sollen mittlerweile sogar wieder Luftangriffe im ganzen Land fliegen. Bilden sich die Grünen die nur ein? Anscheinend nicht – selbst CNN berichtet inzwischen:
“The situation is terrible,” Sufyan told CNN. “It is a real war now.”"
Laut dem TV-Kanal Al Arabia kam es in der Stadt El Jamile zu 8 Toten und 45 Verwundeten durch Banditen aus Zouara. Videos bei ALGERIA ISP zeigen das von den Rebellen aus Zouara angerichtete Gemetzel gegen die Bevökerung der Stadt El Jamile:
erschienen bei Gegenmeinung
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Enthüllungen des früheren französischen Außenministers
by Alexander Mezyaev
Auf den ersten Blick der Ereignisse von 2011 in Libyen erscheint es, dass die Entscheidung das Land anzugreifen erst im Februar oder März getroffen wurde. Eine Zahl von Fakten und offizielle Dokumente scheinen dies zu bestätigen. Im Januar 2011 bereitete die UN die Diskussion der Menschenrechte in Libyen vor. Kein einziger Staat äußerte Bedenken, und die Führung des Landes wurde über alle Maße gelobt für die außerordentlichen Ergebnisse, die sie auf diesem Gebiet erzielt hatte. Was war es, was die Hauptfeinde Libyens in jenen Tagen gesagt haben, dieselben in Bereitschaft/Vorbereitung nach wenigen Wochen anzugreifen?
Qatar, zum Beispiel, sagte nicht nur nichts Kritisches, sondern lobte ausdrücklich die gesetzliche Grundlage für die Verteidigung der Menschenrechte in Libyen… sowie die Garantien, diese in die Praxis umzusetzen. Qatar machte gerade einmal eine Empfehlung fortzufahren das Leben und das materielle Wohlergehen der Bevölkerung zu verbessern, sobald die 1990 verhängten Sanktionen nicht mehr wirksam seien(1). Die USA schlugen vor, Libyen sollte dem Protokoll der Konvention zum Status von Flüchtlingen der Vereinten Nationen von 1997 beitreten.(2) Ein recht verwunderlicher Vorschlag! Niemand kann von einem Staat verlangen, diesem oder jenem internationalen Abkommen beizutreten, speziell wenn dies von dem Land stammt, das sich von einer großen Anzahl von internationalen Abkommen fernhält, einschließlich jener Abkommen bezüglich der Menschenrechte (bis heute ist die USA kein Mitglied der Konvention der Rechte des Kindes der Vereinten Nationen). Insgesamt brachte der Wortlaut der meisten Empfehlungen ihre Anerkennung der libyschen Regierung für ihre Verdienste für die erzeilten Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte, indem sie z.B. damit begannen, „mit Bemühungen fortzufahren“, „weitere Anstrengungen zu unternehmen“, “weitere Fortschritte zu erzielen“, usw. Sudan ging mit seinem Vorschlag noch weiter, die Libysche Arabische Jamahariya zu bitten, ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der Schaffung eines angemessenen Lebensstandards für Familien mit niedrigem Einkommen besonders durch das zur Verfügungstellen von Investitionsmöglichkeiten mit anderen Ländern zu teilen.(3) Einige Wochen vor der militärischen Intervention hatte der französische Präsident Gaddafi noch mit allen ihm gebührenden Ehren empfangen.
Aber es gibt Tatsachen komplett verschiedener Natur die ausreichend Anlass geben zu sagen, dass ein abgekartetes Spiel gespielt wurde, um die Wachsamkeit der libyschen Führung einzuschläfern. Und der Sudan war Teil davon.
Das Buch mit dem Titel Sarkozy sous BHL/Sarkozy unter BHL(4) das soeben erschienen ist, wurde vom früheren Außenminister Roland Dumas(5) und dem bekannten Anwalt Jacque Verges geschrieben.(6) Es gibt detaillierte Einsicht in die Verantwortung des französischen Präsidenten für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die in Libyen durch das französische Militär begangen wurden. Insbesondere wirft es Licht auf die Möglichkeit, den amtierenden Präsidenten vor Gericht zu bringen (im Wissen der französischen Mitgliedschaft zu den Statuten des Internationalen Strafgerichtshofes und der Annahme eines speziellen Gesetzes zur Übernahme der Statuten in französisches Recht). R. Dumas und J. Verges machen N. Sarkozy verantwortlich für die Bombardierung lybischer Städte, einschließlich öffentlicher und Wohngebäude, Einrichtungen zur täglichen Versorgung der Bevölkerung sowie von Kulturschätzen. Sie führen Dokumente an, die die offiziellen NATO Behauptungen widerlegen, dass es keine Schäden an Zivilpersonen gab(7). Die Schlussworte eines Kapitels sagen, Monsieur Sarkozy ist weder Erbe von General de Gaulle, Giscard d’Estaing noch Francois Mitterand. Dies ist eine sehr wichtige historische Bestätigung. Dies konnte ich verstehen, nachdem ich vor einigen Wochen Roland Dumas und Jacque Verges während einer außergewöhnlichen Konferenz in Paris getroffen hatte.
9. Dezember: französische Anwälte, Gelehrte und Medienvertreter trafen sich, um internationale rechtliche Aspekte des Angriffs auf Lybien im Herzen des Landes zu diskutieren, das der Hauptinitiator des Krieges war.(8) Die vier Sprecher am Runden Tisch waren: H. Kirchler, Österreicher, R. Merkel (Deutschland), beide Professoren für Internationales Recht, Russland war vertreten durch den Autor dieses Artikels, und Frankreich – durch den früheren Außenminister R. Dumas. Der letzte der genannten Personen zeichnete sich durch seine außergewöhnlich und unerwartet offene Rede aus, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedarf.
R. Dumas sagte, alles begann 1983. Als Mitglied des Parlamentes sei er von Präsident Mitterand mit einer geheimen Mission beauftragt gewesen, gute Beziehungen zu Lybien herzustellen. Zu diesem Zwecke besuchte er das Land mehrere Male, worüber selbst der französische Botschafter in Tripolis nicht informiert war. Aber nachdem er Außenminister geworden war, unternahmen die USA intensiven Anstrengungen, damit Frankreich seinen Kurs ändere. Eine Delegation des Pentagon besuchte Frankreich 1985, um ihn davon zu überzeugen, Gaddafi sei im Besitz von chemischen Waffen. Sie versuchten ihn (und entsprechend auch Präsident Mitterand) davon zu überzeugen, dass Frankreich Lybien zu bombardieren hätte, da Gaddafi zu einer Gefahr für den Westen wurde. R. Dumas wurde wütend und fragte, ob dem so sei, weil US Bürger visafreien Zugang nach Lybien genössen und sich dort im Ölgeschäft betätigten. … 1988 erhielt der französische Premierminister J. Chirac ein Gesuch der USA, 100 Flugzeugen den Überflug über den französischen Luftraum zu gewähren, um Lybien anzugreifen. Dumas vertrat den Standpunkt, dies abzulehnen. Er dachte, dies sei genau, was der Präsident von ihm erwartete, und er hatte Recht, der Präsident lehnte das Gesuch ab. Obwohl Chirac anderer Meinung war, akzeptierte er die Entscheidung des Präsidenten. Die französische Weigerung, die Erlaubnis für die Durchquerung des französischen Luftraumes zu erteilen verhinderte nicht die Luftschläge gegen Lybien, sondern verzögerte die Operation lediglich um 20 Stunden… Seitdem widerstand Frankreich all diese Jahre dem US-Druck, einen Angriff gegen Lybien durchzuführen, und jetzt gab es nach. Mehr noch, es führte die Operation an.
Natürlich waren die Kriegsvorbereitungen gegen Lybien vor Februar 2011 offensichtlich, aber ich glaube, es war das erste Mal, dass jemand, der direkt daran beteiligt war, so ehrlich und offen darüber sprach. Die Enthüllungen Roland Dumas gaben nicht nur Hinweise zu allen Vorgängen im Laufe des Politikformulierungsprozesses der NATO, sondern hinterließen auch keine Zweifel, dass alle Unruhen in den arabischen Ländern eine gut und lang geplante Operation waren…
Die Überlegungen für die andauernden Bemühungen, den syrischen Staat auszulöschen sollten nicht auf den „Arabischen Frühling“ begrenzt bleiben, sondern in einem wesentlich weiteren Kontext der letzten Dekaden gesehen werden, einschließlich der Etablierung des Internationalen Strafgerichtshofes, der über 140 Länder in Abhängigkeit gebracht hat.(10) Trotzdem hatten einige wenige Länder den Mut sich zu weigern, dieser „freiwilligen“ Re-Kolonisierung beizutreten. Zum Beispiel trat Libyen nie diesem Abkommen bei. Deshalb mussten die UN-Instrumente aktiviert werden (die libysche Situation an den ICC zu delegieren). Syrien war flexibler. Es unterzeichnete das ICC Abkommen/Statuten im Jahre 2000, aber hat dieses bisher nicht ratifiziert. Möglicher-weise verstand der Westen die syrische Unterschrift als ein Ablenkungsmanöver und begann deshalb andere Instrumente zu nutzen. Jetzt lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass der Anschlag auf R. Hariri, den libanesischen Premierminister, mit dem Zweck verübt wurde, ein „internationales“ Instrument zu schaffen, um kurzen Prozess mit Syrien zu machen. Zu Beginn wurde ein „internationales“ Ermittlungskomitee aufgebaut, danach das Spezielle Tribunal für den Libanon. (11) Aber das Hauptziel des Tribunals ist nicht das libanesische Volk als solches, sondern mehr die pro-syrischen Kräfte im Libanon. Man kann Syrien treffen, indem man diese angreift.
Es sollte keine Illusion bestehen – Syrien ist heute das Hauptziel. Wie viele Dekaden müssen vergehen, bis wir von Zeugen wissen, welche üblen Machenschaften bei den Vorbereitungen zur Zerstörung des Landes benutzt werden?
Übersetzung: Karl Kaiser, 2012-01-09
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=28811
Übersetzung John Schacher
MOSKAU, 18. Januar (Itar-Tass) — Die Vereinigten Staaten begnügen sich nicht länger mit einer Beobachterrolle innerhalb der libyschen Ereignisse und übernehmen die volle Kontrolle über die NATO-Operation, sagte der russische Aussenminister Sergei Lavrov.
Anlässlich einer Pressekonferenz äusserte Lavrov am Mittwoch:
“Gegenwärtig werben amerikanische Politikwissenschaftler das Konzept der: ‘Leitung aus dem Hintergrund’, meines Erachtens eine “Führung aus dem zweiten Glied, vom Hintergrund aus.” …
… “Erste Erwähnung fand dieses Konzept während der Ereignisse in Libyen. Der Begriff war ausgedacht worden, um die aktivere Rolle der europäischen NATO-Mitglieder im Vergleich zur Rolle der USA zubeschreiben.” …
… “Doch die USA waren nicht nur ein Zuschauer, sondern nutzten in den ersten Kriegstagen ihr militärisches Potential in vollem Umfang, als die libysche Luftwaffe ausser Gefecht gesetzt wurde, die europäischen Verbündeten durch Spione mit Bodeninformationen und Gefechtsunterstützung versorgt wurden, einschliesslich dem Einsatz unbemannter Flugzeuge. Ganz sicher übernahmen die Amerikaner die volle Kontrolle – wir haben das analysiert.” …
… “Ich denke, die amerikanische Reaktion auf unseren Vorschlag, den Tod von Zivilisten, einschliesslich Kindern während der NATO-Luftschläge in der UN zu untersuchen, ist durch diese Fakten erklärlich” führte Lavrov weiter aus….
“Wir sind sehr besorgt über die Versuche, das libysche Szenario in Syrien zu wiederholen. Wir ermahnen unsere amerikanischen und europäischen Partner über diese Tatsachen verbunden mit der Warnung, nochmals irgendwelche Formen von Gewalt einzusetzen – unabhängig von Person oder Ereignis” so Lavrov.
“Wenn wir über die arabische Welt im Großen und Ganzen sprechen, verstehen wir natürlich, dass die USA – wie andere Länder auch – hier ihre ureigenen Interessen vertreten. Unsere gemeinsamen Interessen sind es dazu beizutragen, dass erfolgreiche Reformen ausgeführt und gleichzeitig Zwischenfälle vermieden werden können. Das ist der Grund, warum wir hierher kamen: um einen landesweiten Dialog ohne jegliche Einmischung von aussen zu favorisieren” gab der russische Minister zu Protokoll.
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