Krieg

poro putinerschienen bei saker

Vorwort vom Saker:
Die folgende Analyse ist bei weitem die beste, die ich seit dem Beginn des Konflikts in der Ukraine gesehen habe. Ich habe schon früher regelmäßig Analysen von Ishchenko auf diesem blog veröffentlicht, weil ich ihn für einen der besten Analytiker Russlands halte. Diesmal aber hat Ishchenko wirklich ein Meisterwerk geschaffen: Eine umfassende Analyse der geostrategischen Position Russlands and eine klare und, so glaube ich, absolut genaue Analyse der gesamten “Putin Strategie” für die Ukraine. Ich habe immer gesagt, dass es in diesem Konflikt nicht um die Ukraine geht, sondern um die Zukunft des Planeten und dass es keine “neurussische” oder sogar eine “ukrainische” Lösung gibt, sondern nur das mögliche Ergebnis eines strategischen Sieges entweder Russlands oder der USA, das den gesamten Planeten betreffen wird. Ishchenko bietet einen hervorragenden Überblick über die Risiken und Optionen beider Seiten und bietet den ersten umfassenden “Schlüssel” zu dem scheinbar unverständlichen Verhalten Russlands in diesem Konflikt. Schließlich versteht Ishchenko auch voll die komplexe und subtile Dynamik in der russischen Gesellschaft. Wenn er schreibt “russische Macht ist autoritativ und nicht autoritär” trifft er ins Schwarze und erklärt in sieben Worten mehr als das, was Sie durch das Lesen der Milliarden unnützer Worte erreichen könten, mit denen sogenannte “Experten” versuchen, die russische Realität zu beschreiben.

Wir alle schulden Denis, Gideon und Robin immensen Dank dafür, dass sie diesen bedeutenden Text übersetzt haben, was _sehr_ schwer war. Der einzige Grund, warum wir ihn in so guter Ausführung lesen können ist, dass diese Freiwilligen zahlreiche Stunden damit verbracht haben, um eine so hochwertige Übersetzung zu schaffen, wie sie diese Analyse auch verdient.

Ich empfehle eindringlich, dass Ihr alle diesen Text aufmerksam lest. Zwei mal. Er ist es wert.

Der Saker

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was will Putin?

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von Rostislav Ishchenko

Quelle: actualcomment.ru

aus dem Russischen übersetzt von Denis, Gideon und Robin

Es ist erfreulich, dass die “Patrioten” das Versagen, den ukrainischen Truppen im Donbass im Januar und Februar eine vollständige Niederlage zuzufügen oder die Moskauer Konsultationen mit Merkel und Hollande nicht gleich Putin als Schuld anlasteten.

Dennoch erwarten sie immer noch ungeduldig einen Sieg. Die Radikalsten sind davon überzeugt, dass Putin NovoRossija sowieso aufgeben wird. Und die Moderaten fürchten, dass er das tun wird, sowie der nächste Waffenstillstand unterzeichnet ist (falls das passiert), weil er die Armee NovoRossijas umstellen und ausstatten muss (was man übrigens gekonnt hätte ohne die Kämpfe einzustellen), um sich auf die Umstände an der internationalen Front einzustellen und um sich auf neue diplomatische Schlachten vorzubereiten.

Tatsächlich ist die Situation im Donbass und in der Ukraine trotz all der Aufmerksamkeit der politischen und/oder militärischen Dilletanten (den Talleyrands und Bonapartes im Internet) lediglich ein Abschnitt der globalen Front; das Ergebnis dieses Krieges wird nicht am Donetzker Flughafen oder auf den Hügeln ausserhalb von Debaltsevo entschieden, sondern in den Büros der Präsidialverwaltung und des Aussenministeriums in Moskau sowie in Büros in Paris, Brüssel und Berlin. Denn militärische Aktionen sind nur eine der vielen Komponenten dieser politischen Auseinandersetzung.

Es ist die gröbste und letzte Komponente, die großes Risiko in sich birgt, aber die Angelegenheit beginnt nicht mit Krieg und sie endet nicht mit Krieg. Krieg ist nur ein Zwischenschritt, der die Unmöglichkeit eines Kompromisses aufzeigt. Sein Zweck ist es, neue Bedingungen zu schaffen, wodurch ein Kompromiss möglich wird oder um zu zeigen, dass nicht länger eine Notwendigkeit besteht, weil eine Seite des Konflikts nicht mehr existiert. Wenn es an der Zeit für einen Kompromiss ist, wenn die Kämpfe vorbei sind und die Truppen in ihre Kasernen zurückkehren und die Generäle beginnen, ihre Memoiren zu schreiben und sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten, dann wird das wirkliche Ergebnis der Konfrontation festgestellt durch Politiker und Diplomaten am Verhandlungstisch.

Politische Entscheidungen werden nicht immer verstanden von der Bevölkerung und dem Militär. Zum Beispiel verwarf der preussische Kanzler Otto von Bismarck (später der Reichskanzler) im österreichisch-preussischen Krieg von 1886 die wiederholten Anfragen von König Wilhelm I (künftiger Kaiser) und die Forderungen der preussischen Generäle, Wien einzunehmen und er lag absolut richtig damit. Auf diese Weise beschleunigte er einen Frieden zu preussischen Bedingungen und stellte zugleich sicher, dass Österreich-Ungarn für immer (nun ja, bis zu seiner Auflösung 1918) ein Juniorpartner Preussens und später des deutschen Kaiserreichs sein würde.

Um zu verstehen, wie, wann und unter welchen Bedingungen militärische Aktionen enden können, müssen wir wissen, was die Politiker wollen und wie sie die Vorausetzungen für einen Kompromiss nach dem Krieg betrachten. Dann wird klar, warum militärische Aktionen in einen Bürgerkrieg niedriger Intensität mit gelegentlichen Waffenstillständen mündeten, nicht nur in der Ukraine sondern auch in Syrien.

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erschienen bei globalecho – Danke an Waffenstudent

Brigadegeneral a.D. Reinhard Günzel: Die Fahrt in ein bedeutungsloses Helotendasein

 

GüNZEL Jeder Soldat, der sich auch nur oberflächlich mit der Militärgeschichte und der Kriegsgeschichte befaßt hat, der weiß, daß es von dem Augenblick an, an dem Vernunft und Diplomatie verloren haben und die Waffen sprechen, keine Grausamkeit und Bestialität gibt, derer die Menschen nicht fähig wären und die sich von der aschgrauen Vorzeit bis heute nicht schon zigtausendmal ereignet hätte. In dem Moment, in dem der Mensch seine angeborene Tötungshemmung überwunden hat, öffnen sich seelische Abgründe, die ihn weit unter die Stufe eines jeden Tieres stellen und über die er im Nachhinein wohl regelmäßig auch selbst entsetzt ist.

Das gilt für den Einzelnen, wie für die Völker im Ganzen, und leider sind auch die sogenannten Kulturvölker davon nicht ausgenommen. Und weil der Mensch dies weiß, weil er die in ihm schlummernde Bestie kennt, hat er immer wieder versucht, durch Regeln, Abkommen und Konventionen diese Grausamkeit auf ein notwendiges Maß zu beschränken. Allein schon deshalb, weil man ja nach einem Waffengang wieder miteinander auskommen wollte und mußte, aber auch aus ganz pragmatischen Gründen, denn eine enthemmte, entmenschte, disziplinlose Soldateska war ja nicht mehr zu führen.

Und so gab es immer wieder bemerkenswerte Beispiele von Fairneß und Ritterlichkeit, insbesondere dann, wenn die Waffen schwiegen und man den geschlagenen Gegner buchstäblich vom Boden wieder aufhob.
Dieses Bemühen um eine humane Kriegführung, wenn dieses Wort erlaubt ist, fiel jedoch regelmäßig und ironischerweise immer dann sofort wieder in sich zusammen, wenn das Volk im Namen Gottes zu den Waffen gerufen wurde. Glaubenskriege und Kreuzzüge waren die mit Abstand grausamsten der Menschheitsgeschichte, denn hier kämpfte man ja nicht mehr gegen einen, wenn auch feindlich gesonnenen, aber doch immerhin menschlichen Gegner, hier kämpfte man gegen den Leibhaftigen mit seinem gesamten höllischen Anhang. Hier ging es nicht mehr um irdische Güter, um Land, Macht oder Interessen, hier ging es um das Wort und die Werke des wahren Gottes, nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um die Ausrottung des Bösen schlechthin.

Und da war natürlich auch jedes Mittel recht, denn wer mit Gott im Bunde war, der konnte ja nichts Unrechtes tun. Und daher wäre es auch naiv, anzunehmen, daß mit steigender Zivilisation auch die Kriegführung menschlicher geworden wäre. Schon ein Blick in das vorige Jahrhundert zeigt, daß eher das Gegenteil der Fall ist. Bereits das Ausmaß der Kriegsverbrechen beweist, daß man vielmehr von einer erneuten Barbarisierung der Kriegführung sprechen muß. Aber selbst, wenn man das Maß der Kriegsverbrechen noch erklären könnte mit einer im Krieg einhergehenden Brutalisierung, mit den aufgeputschten Massenheeren oder der gesteigerten Zerstörungskraft der Waffen, so zeigt doch vor allem das Verhalten der Sieger nach dem Krieg, daß zumindest die beiden Weltkriege eine völlig andere Qualität hatten.

Während z. B. noch das geschlagene Frankreich nach den napoleonischen Kriegen als gleichberechtigter Partner mit am Tisch saß, mußte 100 Jahre später das Deutsche Reich ein Diktat hinnehmen, bei dem ein Bemühen um Ausgleich, Verständigung oder gar Versöhnung nicht einmal ansatzweise zu erkennen war.

Wie ist das zu erklären? Nun, ganz zweifellos durch die Tatsache, daß schon dieser Erste Weltkrieg, wie erst recht natürlich der zweite in der Tat eine Art Kreuzzugscharakter hatte, und stellvertretend für eine Fülle von Beispielen möchte ich hier ein Gebet zitieren, das von Vertretern einer der kriegführenden Parteien gesprochen wurde:

“Allmächtiger Gott, Himmlischer Vater, Du weißt, o Herr,
daß wir uns in einem Kampf auf Leben und Tod befinden
gegen eine der schändlichsten, gemeinsten, gierigsten,
blutdurstigsten und sündigsten Nationen, die jemals die
Seiten der Geschichtsbücher geschändet haben. Du weißt,
daß Deutschland aus den Augen der Menschheit genug
Tränen gepreßt hat, daraus ein neues Meer zu füllen,
daß es genug Blut gesogen hat, jede Woge auf diesem
Meer zu röten und daß es aus den Herzen von Männern,
Frauen und Kindern genug Schreie und Stöhnen gepreßt
hat, daraus ein neues Gebirge zu machen. Wir bitten Dich,
entblöße Deinen mächtigen Arm und schlage dieses Pack
hungriger, wölfischer Hunnen zurück, von deren Fängen
Blut und Schleim tropft. Wir bitten Dich, daß die Sterne
auf ihren Bahnen und die Winde und Wogen gegen sie
kämpfen. Und wenn alles vorüber ist, so werden wir
unser Haupt entblößen und unser Antlitz zum Himmel
erheben. Und Preis sei Dir für immer dar durch
Jesum Christum, Amen”.

Diese Worte stammen nun nicht etwa aus einer schwarzen Messe oder von einer fanatisierten, aufgeputschten Menschenmenge. Sie wurden gesprochen von den Abgeordneten des amerikanischen Repräsentantenhauses am 10. Januar 1918 und bedürfen keines Kommentars.

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jo on November 13th, 2013

USA arschfickervon Hans Igel

 

In den USA existiert seit längerer Zeit ein geheimes Superministerium, welches sowohl die Richtlinien der Innen- als auch der Außenpolitik bestimmt.

 

Die Existenz dieses Superministeriums wird vor der Außenwelt der USA streng geheim gehalten, da die Offenkundigkeit dieses Superministeriums zu einem politisch globalen Erdrutsch gegen die hegemonialen Ansprüche der USA führen könnten.

Insbesondere die rein jüdische AIPAC versucht mittels des zu 90% finanziell und sexuell korrumpierten Kongresses und Senates der USA, dieses Superministerium vor aller Öffentlichkeit zu verschleiern.

Sogar Netanjahu hat sich kürzlich öffentlich mit seinem Zionistenbruder Kerry angelegt, um dieses geheime Superministerium wieder abzuwickeln – gegen alle Realität.

In der Sache ging es um den Iran, der nicht aus der Achse des Bösen erlöst werden darf, weil Kriegsbedrohlichkeit schafft ergaunertes Geld nach Israel. Und ein echter Krieg schafft noch mehr ergaunertes Geld nach Israel. Und es ging um den Landraub der Spitzbuben durch illegalen Siedlungsbau für fromme Schläfenlockenträger, welchen der Steuerzahler aus USA auch finanzieren muss.

Nun hat sich Netanjahu – also in tiefer Not befindlich – mit den Saudis über alle religiösen Gegensätze hinweg verbündet, um das Erpressungspotential zu maximieren. Und AIPAC wühlt von innen fleißig mit.

Aber das geheime Superministerium der USA hat diese Erpressungsversuche abgelehnt. Es ist faktisch unbestechlich.

Der Minister dieses Superministeriums übrigens heißt: Bob Pleitegeier. Und der ernährt sich nicht von Papiergeld, sondern nur von den Kadavern gefallener Soldaten und anderer Leichname, die ihr Blut und Leben für jüdische Großmachtträume hergeben müssen.

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Danke an Christoph


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gesehen bei lupo cattivo

Vergiss Jefferson! Sei ein Mitläufer! Du darfst dich schon empören, aber bitte nur über „Derrick” und seine Vergangenheit.

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Die Gegenwart, mein Freund, die ist tabu! Wenn Du ein solider Mitläufer bleiben willst. Und das bist Du ja. Oder machst Du das Maul auf? Dort, wo es Konsequenzen haben könnte: im Job, in der Kneipe, am Sonntag in der Kirche, im Verein?



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Embedded zu leben bedeutet, alle Sinne zu verschließen.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, sich selber belügen. Permanent. Im Gegenzug gibt es einen fast sicheren Job, und fast so viel Cash, dass man fast aussteigen könnte. FAST.

Gut, dass Opa nicht mehr miterleben muss, wie seine Enkel zu einer Sorte Mitläufer mutiert sind, von denen der Führer nur träumen konnte. Im Dritten Reich gab es sie nicht, die freie Presse. Es gab sie nicht, die Alternative, über die man sich hätte informieren können. Es gab nur das Fenster zum Hof und das Wissen, dass die Nachbarn gestern Nacht abgeholt worden sind. Es gab die Soldaten, die erzählten, was an der Front wirklich passierte. Wie es um den Endsieg wirklich stand. Nicht jeder hatte Zugang zu Informationen.

Das ist heute anders. Man muss nicht mal ins Netz, um Verdacht zu schöpfen. Es würde reichen, die Massenmedien mit ihren abgedruckten oder gesendeten Widersprüchen zu konfrontieren. Aber das ist den meisten von uns zu viel Arbeit.

Quelle: KenFM, lupo cattivo

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jo on März 29th, 2013

red submarine

Anmerkung: Im Zusammenhang mit der Zuspitzung zwischen Nordkorea und den USA zu sehende Reaktion. Die Säbelscheide wird geölt…

erschienen bei Ria Novosti

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in der Nacht zum Donnerstag von Präsident Wladimir Putin den Befehl zum sofortigen Beginn eines großen Manövers an der Schwarzmeerküste erhalten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

Wie Putins Sprecher Dmitri Peskow mitteilte, hatte der Kreml-Chef den Befehl während des Rückflugs aus dem südafrikanischen Durban nach Moskau gegeben. „Um vier Uhr morgens wurde dem Verteidigungsminister ein Umschlag überreicht. Er öffnete ihn und musste den Befehl zur Kenntnis nehmen“, so der Sprecher.

Laut Quellen im Generalstab war über das Manöver bereits Ende der vergangenen Woche entschieden worden. Schoigu habe Bescheid gewusst und mögliche Orte der Übung mit Putin besprochen, hieß es. „Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt und den Ort war aber dem Präsidenten vorbehalten.“

Eine Viertelstunde später wurden die im Militärbezirk Süd stationierten Truppen sowie die Luftlande- und Transportfliegerkräfte alarmiert. Die russische Schwarzmeerflotte richtete Kommandostellen ein und wurde in höchste Kampfbereitschaft versetzt.

An der Übung sind 7000 Soldaten, 250 Panzerfahrzeuge, bis zu 50 Artilleriegeschütze, bis zu 20 Kampfjets und Hubschrauber sowie 30 Schiffe beteiligt. (mehr …)

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jo on März 29th, 2013

natoooerschienen bei Stimme Russlands

Trotz ihrer absoluten technischen Überlegenheit ist es der Nato in den jüngsten Kriegen nicht immer gelungen, gegnerische Luftabwehr vollständig zu zerstören, stellt ein russischer Experte fest und klärt über einige effizierte Tricks auf.

In ihrer neuen Ausgabe, die am Mittwoch erscheint, titelte die russische Wochenzeitung „WPK“: „Wie sich ein Nato-Blitzkrieg vereiteln lässt“. Der Militärexperte Konstantin Siwkow schrieb, die Luftwaffe der USA und der Nato habe in den Kriegen um die Jahrhundertwende immer eine maßgeblich wichtige Rolle gespielt. Die Kampfjets- und Hubschrauber-Verluste hätten dabei nie vier Prozent überschritten.

Eine detaillierte Analyse des Irak-, des Jugoslawien- und des Libyen-Krieges ergebe jedoch, dass es dem Nordatlantischen Bündnis trotz seiner absoluten militärtechnischen und zahlenmäßigen Überlegenheit nicht immer gelungen sei, seine Ziele im jeweiligen Militärkonflikt schnell zu erreichen. Die Führung sei gezwungen gewesen, zusätzliche Luftangriffe und systematische Kampfhandlungen zu beschließen.

Aber auch dies habe nicht immer geholfen. Die jugoslawische Luftabwehr sei nicht vollständig niedergehalten worden. Die jugoslawischen Heereseinheiten im Kosovo hätten trotz massiver Nato-Luftangriffe keine verheerenden Verluste erlitten und ihre Kampffähigkeit nicht verloren. Auch in Libyen habe die Nato-Luftwaffe die Regierungstruppen weder demoralisieren noch zerschlagen können. Dies habe den Gaddafi-Sturz in Frage gestellt und die Allianz dazu gezwungen, Marineinfanteristen und Spezialkräfte im Land einzusetzen.

„Die wirtschaftlichen, politischen und psychologischen Verluste der Nato waren dabei riesig. Sie näherten sich der kritischen Grenze. Wäre diese Grenze erreicht worden, hätte man auf die weitere Aggression verzichten und Friedensgespräche unter Kompromiss-Bedingungen starten müssen“, schreibt Siwkow und fragt: Was hat eigentlich die Effizienz der Luftangriffe so deutlich reduziert?

Eine äußerst wichtige Rolle habe dabei die Desinformation gespielt. Groß angelegte Tarnungs-Maßnahmen hätten dem Irak ermöglicht, seine Streitkräfte vor einer vollständigen Zerschlagung zu bewahren – zumindest während der ersten Phase der US-Invasion. Der Irak habe bis zu 7.000 Attrappen verschiedener Militärtechnik aufgestellt. Dadurch habe die Luftwaffe des Gegners deutlich mehr Munition verbraucht und mehr Luftangriffe fliegen müssen. Der größere Teil mobiler Luftabwehrsysteme und gepanzerter Kampffahrzeuge des Irak sei deswegen zunächst verschont geblieben.

Ähnliche Maßnahmen der jugoslawischen Armee, aber auch radioelektronische Störungen, Luftabwehr-Fallen und schnelle Truppenbewegungen hätten den Aggressor daran gehindert, seine ursprünglichen Ziele zu erreichen, so Siwkow weiter.

Da Jugoslawien praktisch bis zum Ende der Kampfhandlungen über einsatzbereite Luftabwehrraketen und Flaks verfügt habe, habe sich die Nato-Luftwaffe auf Flüge in mittlerer und großer Höhe beschränken müssen. Deren Fähigkeit, mobile Objekte zu zerstören, sei deswegen deutlich zurückgegangen. Außerdem habe die Nato zusätzliche Kräfte zur Verfügung stellen müssen, um ihre Bomber vor jugoslawischen Luftabwehrsystemen zu schützen.

Selbst die simpelsten Methoden hätten sich oft als effizient erwiesen, um den Gegner irrezuführen. So sei den Serben im Jahr 1999 mit Mikrowellenherden manchmal gelungen, den Betrieb radioelektronischer Luftabwehranlagen vorzutäuschen. Die habe einen Teil der Nato-Kampfjets von wahren Zielen abgelenkt.

Auch weitere Methoden von dieser Art seien möglich. Winkelreflektoren seien beispielsweise in der Lage, Tomahawk-Raketen vom Kurs abweichen zu lassen. Rauch erschwere den Einsatz von Präzisionswaffen mit optischer Zielerfassung, so der russische Experte.

Quelle: Stimme Russlands

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