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jo on Mai 12th, 2011

aus: “Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst”, ab Seite 108

Diabetes mellitus (Zuckerharnruhr). — Unser Bluteiweiß besteht aus Zucker nebst oxidiertem Zucker in Verbindung mit Ammoniak und Mineralstoffen. Die Mineralstoffe schützen das Bluteiweiß gegen ungebührlichen Zerfall. Bei ungenügendem Gehalt der Nährmittel an Eisen, Kalkerde, Natron, Schwefel und Kieselsäure können nicht genug rote Blutscheiben zum Ersatz für die veratmeten neugebildet werden. Daraus folgt, dass nicht genug von dem geatmeten Sauerstoff zur Wirkung kommen kann, denn die roten Blutscheiben sind die Träger desselben. Daraus folgt weiter, dass die Leberarterie nicht genug sauerstoffreiches Blut mit sich bringt, um die 4 Nervensysteme, die in der Leberdrüse zusammentreffen. (Vagus, Phrenicus, magnus Sympathicus und Splanchnicus) normal funktionieren zu lassen, auch nicht genug Sauerstoff zum gesamten Blut, um die Grundlage desselben, den Zucker, zu kohlensaurem Gas zu oxidieren und dadurch Kraft zu entwickeln.

— Resultat? —

Es entsteht ein Gärungsprozess in dem Sinne vom chemischen Auseinanderfallen des Eiweißmoleküls zu Zucker und Harnstoff und anderen Zerspaltungsprodukten. Genau so wie bei der Zuckergärung entwickeln sich neben Alkohol und Kohlensäure noch andere nicht so glatte Spaltprodukte wie z. B. Milchsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Glyzerin, letztere drei als Additionsprodukte von Wasserstoff (HH) und Sauerstoff (OO), die hervorgehen aus dem chemischen Zerfall von Wasser, welches in den Gärungsprozess mit hineingerissen wird, ebenso geht bei der Diabetiker-Gärung, wenn ich mich so ausdrücken darf, außer Zucker auch Aceton als ein sozusagen schiefes Zerspaltungsprodukt des Zuckers hervor. Aceton ist Alkohol, an welchem noch ein Atom Kohlenstoff festhängt. Die Ergänzung dazu bilden Kohlensäure und wasserhaltige Essigsäure, welche letztere, weil sie nicht flüchtig ist wie Aceton (das wesentlich im Hauch der Ausatmung bemerkbar ist) im Blute verbleibt, während die Kohlensäure, ohne das weitere Notiz davon genommen zu werden pflegt, ausgeatmet wird. (Hensel, Zuckerharnruhr und Lepra, Seite 16).

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Quelle: “Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst”, Seite 108

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Kleine Wunder geschehen immer wieder. So auch im Falle der “verschwundenen” Bücher von Dr. Julius Hensel. Hier war es möglich, innerhalb einer streng gehüteten Bibliothek Einsicht in bislang nicht mehr verfügbare Schriften zu nehmen.

Diese sind der Öffentlichkeit nun wieder zugänglich. Es handelt sich hierbei im Einzelnen um:

  • Rheumatismus und Tuberkulose – wie entstehen Bazillen?
  • die lebenswichtige Bedeutung der Mineralstoffe des Blutes und der gesamten Leibessubstanz
  • Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst

Die vorstehenden Bücher / Büchlein sind sehr hilfreich und empfehlenswert, wenn man den wahren medizinischen Begebenheiten auf den Grund gehen möchte. Ein unterwürfiges Vertrauen in die heutige medizinische Landschaft ist weder angebracht noch steht “Heilung” zu erwarten.

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Wem der Wechsel weg von der Symptom- hin zur Causalbehandlung ein Anliegen ist, sei besonders “Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst” empfohlen. Hier wird in allgemein verständlicher Weise ein reiches Spektrum von Krankheitszuständen abgedeckt.

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jo on Mai 10th, 2011

aus: “Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst”, Seiten 11-19:

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„Fingit se medicum quisquis idiota profanus“. Dies Wort wurde früher gern von den berufsmäßigen Heilpraktikanten auf solche Leute angewendet, die der natürlichste Zug des Herzens dazu trieb, ihren Nebenmenschen zu raten, wie erlittene gesundheitliche Nachteile zu beseitigen seien. Die Übersetzung des Spruches würde etwa lauten: „Jeder blöde Kopf hält sich für einen Arzt“. Aber die Zeiten ändern sich. Was oben war, kommt nach unten zu stehen und was gegen alles natürliche Recht niedergedrückt worden, kommt endlich wieder in die Höhe. Je älter man wird, desto mehr sieht man wie aus der Vogelperspektive auf das menschliche Treiben nieder. Und was sieht man da alles! — Kuriose Dinge! — Der alte Germane verteidigte sich höchst eigenhändig mit der Keule gegen Bären und andere Feinde. Er verteidigte auch sein Recht in eigener Person vor der richtenden Gemeinde. Dagegen heute? — Was nicht mehr als 300 Mark wert ist, nun ja, das darf er ja noch selbst besorgen, denn dabei ist wenig zu gewinnen, aber wenn der Wert darüber hinausgeht, so wird er entmannt, darf sich nicht, mehr selbst wehren, sondern muss einen Advokaten dazu in Sold nehmen. Kurios, kurios! — Wehrlos, ehrlos! — Und was tat der alte Deutsche, wenn er krank wurde? — Kurierte er sich nicht entweder selbst oder aber er starb wenigstens von selbst, ohne gezwungen zu sein, sich einem anderen zu überlassen? — Gott sei Dank, dies natürliche Recht ist uns noch verblieben, aber da sind genug Leute, die es gern sähen wenn wir auch um dieses Recht gebracht würden. Gibt es doch sonderbare Menschen, welche den Bauersmann verhindern wollen, seinen Acker so zu behandeln, wie er es für richtig hält, nämlich ihn mit neuer Erde zu versorgen. Sie schreien nach einem staatlichen Verbot der sogenannten Steinmehldüngung. Kurios, kurios, kurios! —

Nachdem ich mich in der Schweiz als Student der Medizin einschreiben ließ in der Absicht, herauszubringen, woran es liegt, dass trotz des unübersehbaren Heeres von Arzneimitteln, deren höchste Summe das Vereinigte Staaten-Dispensitorium aufweist, so geringe Heilerfolge erzielt werden. Da fand ich nun vor allem heraus, dass die Anatomie unter einem absolut veralteten Gesichtspunkt vorgetragen wird, nämlich, statt den Organismus stets als einheitliches Ganzes, seiner Entstehung gemäß, in’s Auge zu fassen, wird er in einzelnen Stücken zu erklären versucht; danach soll er aus Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern, Nerven, Blutröhren, Lymphgefäßen, Drüsen und Eingeweiden bestehen, unter welche letztere (die Eingeweide) auch staunenswerter Weise die Zunge und die Zähne rubriziert werden. Diesem seltsamen Brauch stellten sich meine chemischen Kenntnisse von dem Material des Hühnereies, aus dem doch ein lebendiges Geschöpf hervorgeht, emanzipatorisch gegenüber; ich sah den ganzen Sachverhalt in einem anderen, natürlicheren Lichte. Nämlich ich erblickte unsere Lebensfunktionen unter dem einheitlichen Gesichtspunkt eines Uhrwerks, dessen Mechanismus unverständlich wird, wenn man es auseinanderbricht, um die einzelnen Bestandteile (Räder, Zacken, Walzen und Federn) gründlich kennen zu lernen. Bei solchem Verfahren hat man ja dann kein Uhrwerk mehr vor sich, sondern einen Trümmerhaufen, von dem jedes einzelne Stück uns zehn Rätsel aufgibt, anstatt das eine Rätsel, das Lebensrätsel vor uns aufzulösen. Kein Wunder, dass bei solcher Lehrmethode selbst zwölf Semester nicht ausreichen, um aus dem Medizin Studierenden einen wirklichen Arzt zu machen. Er wird den Namen und das Gewerbe eines solchen führen dürfen, aber in dem Sinne, Krankheiten mit Verstand zu heilen, liefert der Titel keineswegs eine Bürgschaft, denn der eigentliche Arzt ist und bleibt die natürliche Anschauung der Dinge, der gottbegnadete Verstand.

Leider nur wird der natürliche Verstand und die natürliche Art zu sehen, den jungen Leuten teils schon auf dem Gymnasium, teils vollends auf den Hochschulen — ich möchte sagen „ausgerenkt“. Denn darin besteht kein Zweifel, dass das so überaus bildsame Gehirnmaterial ebensogut, ja noch viel leichter von der normalen, natürlichen Betätigung abgelenkt, d.h. also aus dem Gelenk gebracht werden kann, wie man Arm oder Bein verrenkt.

Nicht zu solchen aus den Schienen gegangenen Gehirnen will ich hier reden, denn sie sind der Heilung ebenso unzugänglich wie ein schiefer Schenkel, dessen Hüftknochen aus der Pfanne glitt und nicht auf frischer Tat wieder eingerenkt ward. Wenn über solchen Vorfall Jahr und Tag vergangen ist und die Gelenkpfanne mit Knochensubstanz ausgefüllt wurde, um dem baumelnden Bein eine feste Stütze zu geben, so ist die Wiedereinrenkung unmöglich geworden. Ein solches Membrum (collegii sanitatis) bleibt steif und unbeweglich und unfähig, auf Besserungsbestrebungen zu reagieren. Darum kurz und gut: „Defénse aux médecins de lire ce livret“. Ich wende mich vielmehr an den denkenden Teil der Gebildeten deutscher Nation.

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Meine anatomische Anschauungsweise, im Gegensatz zu der bisher herrschenden, als „System Dr. Eisenbart“ zu bezeichnenden, lässt sich in aller Kürze wie folgt skizzieren. Ich reiße nicht die einzelnen Glieder auseinander, sondern lasse Alles harmonisch beisammen, indem ich „ab ovo“ beginne. Wie sich ein kugliges Häufchen Eisenpulver unter dem Einfluss eines Magneten zu geradlinigen Strahlen ausstreckt, so sehe ich unter dem Einfluss der Brutwärme die elektrische Anregung, die durch den Befruchtungsvorgang gegeben ward, beim Hühnerei den Erfolg haben, dass sich das phosphathaltige Dotterfett als grundlegendes Nervenmaterial strahlenförmig zu einem Rückenmarkstrang nebst allen übrigen Nervenverzweigungen ausstreckt und in solcher strahligen Anordnung zu Leben und Seele gelangt, vergleichbar einem regellosen Haufen von Soldaten, den erst ein Kommandowort elektrisierend in Reih´ und Glied stellt und aktionsfähig macht. Der Vergleich geht noch weiter. Der Kommandeur befiehlt nur seinen Offizieren; und diese besorgen mit Unteroffizieren und Signalen das Übrige. Der Kommandeur ist die elektrisch fungierende Gehirnmasse; die Offiziere sind die von dem Gehirn ressortierenden Nervenverzweigungen; und die nicht selbst denkenden gemeinen Soldaten, die in Reih´ und Glied der Subordination folgen, das sind die dem Gehirnfett, welches von mineralischen Substanzen nichts als Phosphorsäure enthält, als Gegensätze zur Verfügung stehenden übrigen physiologischen Mineralstoffe (Kali, Natron, Kalkerde, Bittererde, Schwefel usw.). Um diese an ihren passenden Ort zur Aufstellung und Wirkung zu bringen bis in die letzten Regionen, sind ihnen überall Zweige von Gehirnphosphat als Wegweiser zur Seite gegeben, etwa so wie Offiziere, Unteroffiziere und Flügelmänner, ein Stück oberes Kommando repräsentierend, den nicht selbst denkenden einzelnen Gemeinen die Richtung und Bewegung anweisen. Auf solche Weise erhält sich die Maschinerie unseres Leibes in Funktion. Oder, wenn ich Darwinianer wäre, würde ich sagen: Auf solche Weise sind wir in Stand gesetzt, gegen unsere Mitmenschen den Krieg zu führen, den man beschönigend als „Kampf um’s Dasein“ bezeichnet. Aber man kann nicht Darwinianer sein, wenn man aus der Vogelperspektive herunterschaut. Denn man sieht dann genügend klar, dass diejenigen, die anscheinend besser durch’s Leben kommen, weil sie sich gegen ihre Mitmenschen wie Raubtiere benehmen, um kein Haar glücklicher daran sind. Der Darwinismus hat meines Erachtens nur die Bedeutung eines Zwischenaktes in dem Entwicklungsdrama der Menschheit. Ich sehe schon den Zeitpunkt nahen, wo sich alles wieder herumwendet und zu dem Grundprinzip der Moral zurückkehrt: „Was du nicht willst, dass dir geschieht, das tu auch keinem Andern an“.

Revenons á nos moutons! — Nach der Anatomie, wie ich sie unter dem angedeuteten physikalisch-chemischen Gesichtspunkt erfasste und wie ich sie in meiner Schrift „Makrobiotik oder unsere Krankheiten und unsere Heilmittel“ vorgetragen habe, ergab sich für mich auf gleicher Basis das Verständnis der physiologischen Vorgänge (Atmung, Blutumlauf, Sekretion, Verdauung, Assimilation, Resorption, Excretion, Ernährung, Wachstum und Kraftbekundung). Die elektrisch zusammenfügende (Neubildung und Wachstum bewirkende) und die elektrisch auflösende (zerspaltende, trennende) Gewalt haben gemeinsamen Ursprung. Die Elektrizität erklärt eben Alles. — Ganz mit Unrecht wird die Pathologie, von der Physiologie abgetrennt, als besondere Disziplin behandelt. Sie hängt mit der letzteren so genau zusammen wie in der Mathematik plus Eins und minus Eins.

Pathologie hörte ich bei Klebs. Nach ihm sollen sämtliche Krankheiten durch Bazillen verursacht sein. Seine Worte lauten: „Der Zug der Wissenschaft geht einmal dahin, dass die Bazillen an Allem schuldig sind. Also helfen Sie suchen! Auch wo bisher noch keine gefunden wurden, müssen wir sie ermitteln. Suchen Sie nur; sie müssen da sein.“

Ich aber meine: Es ergibt sich von selbst, wenn Elektrizität den ordnungsmäßig zusammenhaltenden, aufbauenden und kraftentwickelnden Faktor, also Gesundheit darstellt, so muss Kraftlosigkeit, Zerstörung und chemischer Zerfall von Gewebesubstanz, also Krankheit, auf herabgesunkene und unzulänglich gewordene Elektrizität zurückgeführt werden. Damit sind alle pathologischen Vorgänge ebenso kurz wie erschöpfend bezeichnet, und daraus folgt dann die Therapie, d.i. die heilende Behandlung, wiederum ganz von selbst. Sie muss darin bestehen, das wirksame Material beständig zu ergänzen und in genügendem Vorrat und wohlbeschaffen beisammenzuhalten, damit es die elektrische Spannung unseres Organismus und dessen ordnungsmäßigen steten Neuaufbau im Maße des Verbrauchs von Substanz auf normaler Höhe erhält. Dies Material ist nun aber unser stetig im Kreise umlaufendes Blut, dieser Träger des geatmeten Sauerstoffs, durch welchen es das gesamte Nervenmaterial funktionsfähig macht, indem es zugleich als Baustein und Mörtel dient, um schwachgewordene und abgenutzte Stellen wieder stark und widerstandskräftig zu machen. Es kann sich nur darum handeln, zu erkennen, von welcher Beschaffenheit gesundes Blut sein muss. Darüber erteilt uns die physiologische Chemie die erforderliche Auskunft.

Leider nur hat die unglückselige Bazillenwirtschaft die ausübenden Mediziner noch weiter, als es ohnehin der Fall war, von dem chemischen Verständnis der Lebensvorgänge abgelenkt. Sie schwimmen zwischen diesen Bazillen ratlos und hilflos wie von einem reißenden Strom überwältigt. Das Schiff der Medizin hat anscheinend Steuer und Schraube und den Kapitän eingebüßt. Steuer und Schraube sind Chemie und Physik. Und der Kapitän? — Der Kapitän ist eben die natürliche Anschauung der Dinge.

Ich meinerseits hatte ursprünglich gar nicht die Absicht, aus dem Studium der Medizin eine Erwerbsquelle zu machen. Trotzdem gelangte ich, nach Berlin zurückgekehrt, infolge meiner Schriften, die ich mich gedrungen fühlte, zum Zwecke der Aufklärung auf dem Gebiet der Heilkunde zu veröffentlichen, zu einer umfassenden und anstrengenden Praxis, die mich so vollständig erschöpfte, dass ich, um Ruhe zu finden, mich nach dem Riesengebirge zurückzog. Aber auch hier dauerte die Praxis an, indem ich täglich im Durchschnitt wohl 10 Korrespondenzen zu erledigen hatte. Nachdem ich jetzt auch diese, mich an den Schreibtisch fesselnde, ungesunde Tätigkeit auf wenige Ausnahmefälle einzuschränken mich gezwungen sehe, veröffentliche ich nachfolgend die einfachen Prinzipien; nach denen jeder gebildete Familienvater sich und die Seinen vor zahlreichen Erkrankungen vorbeugend zu schützen und selbst bei eingetretenen Gesundheitsschädigungen zu baldiger Wiederherstellung normalen Befindens beizutragen imstande ist.

Aber wer auf einem bestimmten Platz ein neues Gebäude errichten will an Stelle des baufällig gewordenen, muss, wenn er nicht als Zerstörer und Umstürzler in Misskredit kommen will, glaubhaft die Notwendigkeit eines Neubaues nachweisen. Und da denke ich nun, dass die augenblicklichen Inhaber des Hauses, die das zeitweise Krachen verspüren und die Sprünge und Ritzen in den Wandungen samt dem verbogenen Sparrwerke mit eigenen Augen furchtsam beobachten, eine entscheidende Stimme haben. Diese Stimme wollen wir im folgenden Abschnitt zu Gehör kommen lassen.

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Quelle: Julius Hensel, Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst, Seiten 11-19

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jo on Mai 10th, 2011

aus: “Das  Wichtigste von der ganzen Heilkunst”, ab Seite 109

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Krebs. — Das charakteristische Wesen für Krebs besteht in Verknorpelung. Die Knorpelsubstanz geht aus Blutleim hervor. Alkalien verhindern die Knorpelausscheidung, indem sie den Blutleim flüssig erhalten. Also wo Krebs auftritt, ist das Blut von säuerlicher Reaktion, anstatt durch Natrongehalt gebührend alkalisch zu sein. Was nützt also das Wegschneiden und Operieren ? — Man muss vielmehr durch natronhaltige Nährmittel die Blutbeschaffenheit normalisieren.

In Hirschberg lebte 1895 ein 92jähriger Greis mit einem Krebsleiden, das von den Ärzten für unheilbar erklärt wurde. Ich denke wohl, das ist deutlich. Wenn man arm ist und eine chirurgische Operation nicht bezahlen kann, so ist es möglich, ein Lebensalter von 92 Jahren zu erreichen; aber nach Operationen ist infolge der Fortnahme von Lymphdrüsen, welche die Saftzuführung zu den Geweben im Gange erhalten, eine Störung des gewohnten Lymph- und Blutumlaufs die natürliche Folge. Man bedenke doch, dass das Lymphgefäßsystem ein organisch zusammenhängendes Ganzes ist. Schneide ich nun einen Bezirk davon heraus und bewirke eine sogenannte Heilung, indem narbiges Bindegewebe entsteht, so habe ich einen großen Teil von Lymphröhren, die sonst dazu dienten, ihren Inhalt nach rechts und links, nach vorn und hinten, nach oben und unten weiterzuführen, in „Sackgassen“ umgewandelt. Was folgt hieraus? — Es folgt daraus, dass der von anderwärts herzufliessende Lymphsaft nicht weiter kann; es treten Stauungen und neue Anschwellungen ein. Auch diese werden dann wieder fortgeschnitten, bis man zu den Lymphknoten der Achselhöhle operierend vorschreiten muss. Aber um so schlimmer! Denn je mehr Lymphgefäße in Sackgassen verwandelt werden, um so zahlreichere Herde von stockendem Saft werden gestiftet. Und da organische Substanz (vgl. das Kapitel von den Würmern) nicht stillsteht, sondern sich chemisch zersetzt, so entstehen aus dem stockenden Saft ammoniakalische Fäulnis- und Verwesungs-Produkte, die langsam lähmend in absehbarer Zeit den Tod zur Folge haben.
Ob Krebs-Operation oder Drüsen-Operation ist einerlei. Aus Wien schrieb mir (1895) Frau E. U. Folgendes:

„Ich habe Ihnen, glaube ich, seinerzeit, als ich Mama’s Krankheit skizziert, nicht erwähnt, dass dieselbe mit einem Kropf behaftet war, vielleicht schon mehr als 30 Jahre, ein Zeichen, dass wir dieser so häufig vorkommenden Abnormität, die sie nie im geringsten genierte, keinerlei Bedeutung beimaßen. Nun wurde allerdings derselbe seit dem Winter, besonders Ende Februar, größer. Mama klagte auch hin und wieder über Schmerzen, behauptete aber stets, es sei Rheumatismus und die Sache ohne Belang. Dann plötzlich aber kamen die Schmerzen öfter; wir fragen einen und dann mehrere Ärzte, und jeder sagte mir, es sei eine „Neubildung“ und Mama rettungslos in kürzester Zeit verloren, wenn nicht durch eine Operation die Möglichkeit einer Rettung geschaffen würde. Sie selbst war nun natürlich dazu gleich entschlossen und so wurde die Ärmste am 16. Mai operiert und ist uns 14 Tage darauf, am 30sten, durch den Tod entrissen worden. Sie ist teilweise ohne Besinnung an Entkräftung verschieden.“

„Hic locus est, ubi mors gaudet succurrere vitae”.

Hier freut sich der Tod, dem Leben nützen zu können. Da Ammoniak, welches mit chemischer Gesetzmäßigkeit aus stockendem Lymph- und Blutsaft frei wird, die Nerven lähmt, so ist die Bewusstlosigkeit und unaufhaltsame Entkräftung der Patientin nach der Operation hieraus zur Genüge erklärt. Ein Arzt, in Besitz der Kenntnis von dieser physiologisch-chemischen Tatsache, dass Ammoniak aus stockendem Blutsaft auftritt und dass Ammoniak die Nervenfunktion lahmt, wird sich 50 Jahre lang besinnen, ehe er eine Lymphdrüse fortschneidet. Man vergleiche meine Schrift: (Rheumatismus und Tuberkulose Seite 28.)

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Quelle: Julius Hensel, Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst

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…”Man findet nach dem Tode, wenn das Herz seinen letzten Schlag getan, die ganze Blutmenge des Körpers, zu Gerinnsel und Blutwasser auseinandergeschieden, in demjenigen Teil des Blutröhrensystems angehäuft, den man das „venöse“ nennt und der die Bestimmung hat, das Blut zum Herzen zurückzuführen.
Im Gegensatz hierzu erweist sich das sogenannte „arterielle“ Röhrensystem, durch welches das Blut vom Herzen aus nach allen Körperregionen hingeleitet wird, nach dem Tode blutleer und statt des Blutes mit Luft angefüllt.
Da man lange Zeit, nämlich bis zur Entdeckung des Blutkreislaufs durch Harvey, der Ansicht war, dass es sich auch während des Lebens so verhalte, so nannte man eben die Schlagadern, welche den Pulsschlag des Herzens weiterleiten und hierzu durch stärkere elastische Wandungen in Stand gesetzt sind, unrichtigerweise Luftadern (Arterien), und diese Bezeichnung im Gegensatz zu den Blutadern (Venen) ist auch beibehalten worden, nachdem man von dem ursprünglichen Irrtum zurückgekommen war. Übrigens ist die Bezeichnung der Schlagadern als Luftadern auch heute noch insofern berechtigt, als die Lebensluft, die wir atmen, in dem Blute, welches durch die Schlagadern strömt, in chemisch gebundener Form enthalten ist.
Darunter ist allerdings nicht zu verstehen, dass das Blut der Venen von solcher Lebensluft (Sauerstoff) gänzlich frei wäre; es hält nur im Vergleich zu dem Blute der Schlagadern erheblich weniger Sauerstoff aufgelöst.
Von dieser Lebensluft, die das Schlagadernblut in den Lungen aufnimmt und dem Herzen zuführt, wird der größte Teil dazu verbraucht, um einen bestimmten Teil von öliger Nervensubstanz sowie von Muskelsubstanz chemisch zu verbrennen und dadurch, wie bereits erwähnt, Kraft zu produzieren.
Hierbei müssen wir uns nun klarmachen, dass jede verbrennende Substanz eine Asche zurücklässt und folglich fragen wir uns: Von welcher Beschaffenheit ist die Asche des Nervenfetts? — Und welchem Schicksal unterliegt dieselbe? — Die chemische Natur dieser Asche ist leicht genug festzustellen.
Nämlich so, wie sich metallisches Zinn, wenn es verbrennt, in Zinnoxid oder Zinnasche verwandelt, so liefern auch die beiden Substanzen Kohle und Wasserstoff nach der Verbrennung zwei Aschenarten; die Asche, die aus der Kohle entsteht, ist Kohlensäure, und die Asche, die aus verbranntem Wasserstoff hervorgeht, ist Wasser. Zum Glück sind beide Aschenarten (Kohlensäure und Wasser) nicht schwerwiegend wie etwa Zinnasche, sondern vielmehr geneigt, Dunstgestalt anzunehmen. Überdies lösen sie sich im Blute auf und dies befähigt sie eben, durch das venöse Blutröhrensystem, welches mit dem der Schlagadern parallel läuft, zuerst nach der rechten Herzhälfte und von dort aus nach den Lungen zu gelangen, wo sie in Dunstgestalt zur Ausatmung kommen, um dafür frische Lebensluft (Sauerstoff) neu herzutreten zu lassen.
Es leuchtet nun ein, dass, wenn solche Ausatmung nicht flott von Statten geht, die Aschenprodukte (Kohlensäure und Wasser) sich im Blute ansammeln; und wie alle Aschenarten, über die Glut gestreut, die weitere Verbrennung beeinträchtigen, so vermindert auch das kohlensaure Gas die flotte Oxidation von weiterem Nervenfett. Auf diese Tatsache ist dasjenige zurückzuführen, was wir „Ermüdung“ nennen. War beispielsweise unsere Augennervensubstanz längere Zeit in Anspruch genommen, etwa 16 oder 18 Stunden lang, so ist davon soviel Material verzehrt, d.h. zu Kohlensäure und Wasser umgewandelt worden, dass diesen Gasen Zeit zum Abziehen gelassen werden muss, wonächst dann durch die Lymphgefäße neues Nervenöl an den freigewordenen Platz geschafft wird. Ebenso verhält es sich mit der Gehörnervensubstanz und der gesamten Gehirnmasse und deren Verzweigungen.
Alles verfällt dem Zustand der „Ermüdung“. Bei übermäßiger perpetuierlicher Inanspruchnahme reichen sogar wenige Stunden aus, um beispielsweise unsere Ohren zu ermüden. Bei Muskelüberanstrengung geht die Sache noch schneller.
Darum halten Tagearbeiter, die frühzeitig beginnen, mit allem Grund eine Stunde Mittagsschlaf, um neues Nervenmaterial herbeifließen und die Verbrennungsprodukte mit der Ausatmung abziehen zu lassen.
In solchem Substanzverbrauch und der erforderlichen Erneuerung liegt schon eine der veranlassenden Ursachen zum Ruhen und Schlafen. Die zweite liegt in dem schon erwähnten Umstand, dass unser Blutvorrat nicht so groß ist als der Rechnung nach nötig sein würde, um beide Blutröhrensysteme vollständig anzufüllen, dass vielmehr nur etwa halb so viel Blut in den Adern zirkuliert.

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von John Schacher
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Anhand des Spam-Aufkommens scheint besonders die erektionsfördernde Industrie einen beonders großen Bedarf erschlossen zu haben. Die angebotenen Pillen und Produkte versprechen sexuelle Erfüllung von dubios bis teuer.
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Dr. med. Julius Hensel hat uns in seinem Hauptwerk ein äusserst interessantes Rezept aus alten Tagen hinterlassen, wie Mann solchen Unzulänglichkeiten einfach, kostengünstig und vor allem zeitgerecht entgegentreten kann, ohne unsinnige Summen für Pfennigartikel abgeknöpft zu bekommen.
Folgend der Originaltext:
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ACETON
(aus “Das Leben“, Seite 322)
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“… hat die Nervenspannung, welche der Kohlenwasserstoff Allylen, C3 H4, hervorbringt, der in gepaarter Verbindung als Diallylen, C6 H8, in den Zwiebelgewächsen enthalten ist, durch die augenscheinliche Einwirkung auf das Fortpflanzungs-Geschäft seit langen Zeiten bei den Semiten in Beliebtheit gestanden.
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Bei der deutschen Nation in früherer Zeit war es die chemisch gewässerte Verbindung des Allylens in der Gestalt von Aceton, C3 H4, H2 O, welche den Nervenschwachen als Heilmittel zu Gute kam, aber Dank den Bemühungen der Fachgelehrten ist dieses wirksame Mittel aus dem Arzneischatz glücklich verschwunden.
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Denn im „Einsargen“ leisten sie ganz Ausgezeichnetes!!!
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DAS REZEPT: Wenige Tropfen Aceton, in Fällen von Erschöpfung auf Zucker genommen, wirken spürbar nervenspannend.
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Die Spuren der spannenden Dreifach-Kohlenwasserstoffe, die das geheimnisvolle Wirken der Schöpfung im Anfang der Erdenzeit begleiteten und die heutigen Formen zu Stande brachten, erstrecken sich über alle Gebiete………”
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Fazit: Aceton erhält man in der Apotheke mit kleinem Geld. Würfelzucker no problem. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Viagra, Cialis und Co. aus diesem Wissen eine ernstzunehmende, weitaus gesundheitsfreundlichere Konkurrenz entstehen würde. Erfahrungsberichte sind hochwillkommen, Diskretion selbstverständlich!
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Aufgrund der aktuell wieder aufflammenden Impfbestrebungen nachfolgend eine Wiederholung der am 18.05.2010 veröffentlichten Impfkritik von Dr. Julius Hensel im Wortlaut. Die “Impflüge” war schon zu Liebig´s Zeit vielen ernsthaften Wissenschaftler bekannt:

“Denn alle übrigen epidemischen Krankheiten fallen ja unter gleichen Gesichtspunkt und überall weiß man uns nichts anderes zu sagen als: Bazillen, Bazillen! — Impfen, Impfen! —

Ehe ich nun weitergehe, möchte ich im Interesse des allgemeinen Wohls eine fundamentale Frage tun. Nämlich: Zu welchem Zweck benötigte Herr Professor Dr. Koch auf seiner ägyptischen und ostindischen Expedition einen Chemiker? — Ich denke, es kann nur aus dem Grunde sein, weil er selbst kein Chemiker ist.

Nun, dann darf er es mir nicht übel nehmen, dass ich auch nicht einer einzigen seiner Darlegungen, wenn er nun einmal auf chemischem Gebiet nicht auf eigenen Füßen zu stehen vermag, den allergeringsten praktischen Wert beilege. Ja, ich darf bei diesem Anlass nicht versäumen, darauf hinzuweisen, wie fehlerhaft gearbeitet wird. Man gebraucht Salpetersäure, um die Sputa hineinzulegen und auf solche Weise „Bazillen“ sichtbar zu machen. Aber Salpetersäure verändert jede organische Substanz, indem es dieselbe oxidiert. Folglich werden auf solche Weise chemische Verbindungen geschaffen, die vorher in solcher Form gar nicht existierten. (Hierher gehören u. a. alle Nitro-Verbindungen.)
Bei so weitgehender Unbekanntschaft mit den chemischen Grundgesetzen ist es geradezu schmerzhaft, zu sehen, wie die Welt von solcher Seite her in Aufregung erhalten wird.
Auch Professor Dr. Klebs spricht es direkt aus: Die chemische Natur der Bazillen zu ermitteln, sei Sache der Chemiker. Das heißt denn doch ganz deutlich, er selbst verstehe nichts davon.
Trotzdem maßt man sich jedoch von dieser Seite an, Impfung und Gesundheits-Gesetze zu geben. „Wer lacht da?“ —
Ob Professor Dr. Virchow genügend Chemiker ist, das weiß ich nicht. Nach seiner Zellen-Theorie darf ich es nicht voraussetzen.

Die Herren Klebs, Koch, Cohn usw. nennen es zwar „Bazillen züchten“, indem sie Leimsubstanz (Gelatine) in Wasser aufgelöst bei gewisser Temperatur flüssig erhalten, nachdem sie zerfallene tierische Substanz hinzugegeben haben; aber sie beweisen mit ihrer „Züchtung“ nichts weiter, als was wir längst wissen, (weiterlesen …)

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Aktion UBERWACH!