Deutsche Fragen

von H.-P. Schröder

Jackpot II (2)

Die seit Wochen, von der unter dem Pseudonym „fatalist“ bekannt gewordenen Quelle, veröffentlichten Ausschnitte aus „NSU“-Ermittlungsakten, deren letztendliche „Echtheitswahrscheinlichkeit“ sich für „Prozessbeobachter“ vorerst nur durch Sinn- und Handlungsvergleiche erschließen lässt, ruft zwei Typen voreingenommener wesens- vielleicht sogar quellverwandter Reaktio(när)en* auf den Plan:

In der ersten Abteilung ruht sich das „Totschweigen trotz Akteneinsicht“ von seiner anstrengenden Tätigkeit aus, was nach Quellenlage in die Kategorie „Beihilfe zur Vertuschung und Fortführung von Straftaten“ einzuordnen ist. Namen gibt es da einige, die erspare ich mir. Ich bin politisch neutral und weltanschaulich gefestigt offen.

In der zweiten Abteilung, “Propagana Due“, lauern die Horden der bei Bedarf Losgelassenen, die in diversen Blogs, Foren und Kommentarspalten auf Kommando ihr Unwesen treiben und reflexhaft aktiv werden, wenn von der Quelle „fatalist“ zur Verfügung gestelltes Material ansatzweise auf Moralheuchelpredigerseiten erscheint, oder direktdiskret in Organe der Massenverblödungsindustrie eingespeist wird. Die Reaktion, der ebenfalls durch ihr Verhalten in die Kategorie „Beihilfe zur Vertuschung und Fortführung von Straftaten“ Aufnahme findenden, beschränkt sich nicht auf einfaches Aua-Aua-Geschrei, gefolgt von eifrigem Nachschauen, was da so weh tut, nein die Betroffenen scheren sich einen Dreck um forensische Gutachten, sie befassen sich nicht mit Aktenstudium und Vergleichsanalysen, sie möchten nur die Quelle….. – beschmutzen. Dabei brandmarken sie sich mit ihren Äusserungen selbst. Der Brandgeruch steigt auf, doch jetzt bleibt das Weh-Geschrei aus, wahrscheinlich sind sie im Grunde ihres Herzens schmerzunempfindlich, zumindest scheint das der Fall zu sein, wenn es um Schmerzen ihrer Mitmenschen geht. Sie sind Erztäuscher, ihre Äusserungen bestehen aus Bodensatz.

Durch ihr Verhalten werden sie identifiziert und der Dreck, den sie ablassen, fällt damit auf sie zurück. Beispiele gibt es da einige, aber auch hier erspare ich mir Zitate, die Internet-Seiten lassen sich kinderleicht orten und ich halte es ausnahmsweise mit meinem alten Freund aus der Chefreaktion von ARD-online, der mir `mal auf meinen, zugegeben naiven, Hinweis auf eine Seite, die über den NATO-Amimassenmord in Libyen fast konträr zu ARD-Darstellungen berichtete, antwortete: „Ich werde doch diese Seite nicht mit meiner Aufmerksamkeit aufwerten!“

Das war übrigens derselbe, der auf meinen gutgemeinten Rat, daß wir abgehört werden, bzw. daß mitgehört wird, antwortete: „Ausser mir und meiner Sekretärin weiß niemand von unserem Gespräch!“ So viel zur Qualität des Personals im All-Gemeinen. Übrigens Herzlichen Glückwunsch Herr…., von dieser Stelle aus, zur Beförderung! Um Spekulationen vorzubeugen, nein, es ist nicht der Kniffke-Kai.

Was gibt es Neues auf Blog Nummer I ?

Selber hingehen, nachschauen, vertiefen, mitdenken! Nur so kann man sich eine tragfähige Meinung erarbeiten. Und dazulernen. Hier nur noch zwei Kostproben vom „Phantommobil von Heilbronn“:

“Bei der Kontrollstelle Oberstenfeld, die ca. 25 bis 30 Minuten beziehungsweise 20 Kilometer vom Tatort entfernt ist, wurde unter anderem ein Wohnmobil registriert. (…)
Dem Ermittlungsbericht lässt sich entnehmen, dass das Wohnmobil die Kontrollstelle zwischen 14.30 Uhr und 14.37 Uhr passierte. Eine detaillierte Weg-Zeit Berechnung des LKA ergab, dass es im Zeitfenster zwischen Tat und Registrierung möglich gewesen wäre, vom Tatort zur Kontrollstelle zu gelangen.” „Abschlussbericht NSU-Ausschuss, Bundestag, S. 649

Dazu passt, …. oder ?:

„Um 14:40 ordnete der Polizeichef Eisele die Ringfahndung an, und um 14:30 bis 14:37 waren die Polizisten aus Großbottwar schon zum Kontrollpunkt gefahren, und auch schon am Kennzeichen-Notieren, und da war bereits das Wohnmobil C-PW 87 dabei?
Das ist vorbildliche Pflichterfüllung, das nenne ich vorauseilenden Gehorsam.
Die Helden der Polizei haben mindestens 10 Minuten VOR dem Einsatzbefehl “Ringfahndung” bereits losgelegt.
Hoffentlich haben sie ihre Kaffeebecher nicht verschüttet, als sie fluchtartig gegen 14:20 Uhr ihr Büro verliessen…
Die müssen befördert werden!
Aber vorher müssen sie vernommen werden vor Gericht.
Gnade ihnen Gott, wenn sie weiterlügen… wer hat die Seite 1 ihrer Liste nach dem 4.11.2011 ausgetauscht?

Diese und viele, viele andere traurige „Lach- und Sachgeschichten“ finden sich vollständig auf dem Fatalist-blog unter http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.de/

Fortsetzung folgt. Garantiert!

* Die Gruppe der Dummschwätzer, Faulpelze, Destruktionsheinis und Selbstüberschätzer bleibt ausgeklammert, da konsequent nichtssagend.

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von H.-P. Schröder

 Es ist aus! (2)

http://de.wikipedia.org/wiki/Parteiverrat

„Parteiverrat, auch Prävarikation, ist nach deutschem Strafrecht eine Straftat, die ein Rechtsanwalt oder Patentanwalt zum Nachteil seines Mandanten begehen kann. Der Tatbestand des Parteiverrats ist in §356 StGB geregelt:

 

  1. Ein Anwalt oder ein anderer Rechtsbeistand, welcher bei den ihm in dieser Eigenschaft anvertrauten Angelegenheiten in derselben Rechtssache beiden Parteien durch Rat oder Beistand pflichtwidrig dient, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
  2. Handelt derselbe im Einverständnis mit der Gegenpartei zum Nachteil seiner Partei, so tritt Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren ein.

Es wird noch besser:
„Tauglicher Täter des Delikts ist nur ein Rechtsanwalt, Patentanwalt oder anderer Rechtsbeistand das heißt, ein Organ der Rechtspflege, dem in dieser Eigenschaft die Wahrnehmung fremder Geschäfte anvertraut ist. § 356 StGB beschreibt insoweit ein Sonderdelikt. Geschütztes Rechtsgut ist nicht nur der Schutz des Mandanten, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Advokatur als Teil der staatlichen Rechtspflege.“

Laut § 356 StGB ist der Schutz des Mandanten und das Vetrauen der Bevölkerung in eine korrekte Verteidigung Teil der staatlichen Rechtspflege. Ach ja?
Es fällt auf, daß Staatsanwälte und Richter vom Geltungsradius des Paragraphen 356 unberührt zu bleiben scheinen, daß es in diesen Kreisen keinen Parteiverrat geben kann, obwohl zumindet die Staatsanwaltschaft als Anklagebehörde eine Partei im juristischen Sinn darstellt. Doch was, wenn staatliche Organe der Rechtspflege, Richter oder Staatsanwälte durch aktives Handeln oder aktives Unterlassen, eine Situation herbeiführen, in der Parteiverrat, als eine unausweichliche Folge richterlicher Beschlüsse oder staatsanwaltschaftlicher Einflussnahme auf  eine vor Gericht erschienene Partei, eintritt? Ist erzwungener Parteiverrat, oder Anstiftung zum Parteiverrat, kein strafwürdiges Delikt? Ich wende mich mit dieser Frage ganz besonders an die Anklage und die Richterschaft in den Fällen „NSU“ und Gustl Mollath.

Was hatten wir in den letzten beiden Wochen? Frau Zschäpe versuchte in München (Bayern) ihre „Verteidiger“ loszuwerden; wie man hörte, fühlt sie sich nicht wirkungsvoll verteidigt. Ein „Wunsch“, dessen für Frau Zschäpe existenzielle Sinnhaftigkeit und  berechtigte Legitimität sich bereits bei flüchtiger Überprüfung des Verteidigerverhaltens erschließt. Ein Jurist könnte aus der Arbeit der Verteidiger, aus der Bilanz nicht genutzter Chancen, deren Ergreifung es ermöglicht hätte, ihrer Mandantin ein rechtsstaatlich-faires Verfahren aufzubauen  und aus der Eigentorbilanzleistung des Trios, auf ein justiziables Vergehen im Sinne einer möglichen, auf Absprachen fußenden, Strategie schließen, die nicht den „Schutz des Mandanten“ in den Vordergrund des rechtsanwaltlichen Wirkens stellt. Oder auf eine ihre Mandantin gefährdende berufliche Unfähigkeit. (mehr …)

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psychiatrievon Ingrid Maleh

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Anlage übersende ich Ihnen:

Wissenswertes zum Fall Mollath

Ebenso wie man beim Korrekturlesen Fehler übersehen kann und immer wieder darüber-hinweg sieht, hat man in dem Fall Mollath Fehler im Gutachten von Dr. Leipziger immer wieder übersehen.

Allein der Versuch die Unterlagen zum Fall Mollath gewissenhaft zu studieren, findet nicht statt.
Da wird ein widersprüchliches, abstruses Gutachten vom Gericht, wahrscheinlich nur oberflächlich, zur Kenntnis genommen; sonst hätte man auf die gravierenden und dennoch rechtswirksamen Fehler stoßen müssen. Auch die Beurteilung der Fachkollegen des Gutachters im Wiederaufnahmeverfahren Gustl Mollath, Herrn Prof. Nedopil in der Suedeutschen Zeitung, wird anscheinend als normal angesehen.

1. Brief an den Bundespräsidenten Herrn Gauck, am 21. Juni 2013/22.06.13
- mit dem Appell an christlich-menschliche Verhaltensweisen: „ich bitte sie,
leben Sie tätige Nächstenliebe“

2.  Anwortschreiben des Bundespräsisialamtes, vom 25. Juli 2013
- mit dem Hinweis auf das Bundesverfassungsgericht

3. Brief an den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Herrn Andreas Voßkuhle,
am 04. August 2013/07.08.13
„[...]  An diesem Beispiel möchte ich Ihnen aufzeigen, wie schnell Mitarbeiter Ihrer Behörde handeln können. In der Verfassungsbeschwerde Gustl Mollath
wird wahrscheinlich auch aktiv gehandelt, etwa durch Passivität des Mitarbeiters.[...] Der Sachverständige hätte dem Gericht sicherlich auch ein leeres Blatt Papier als Gutachten vorlegen können; denn was gefährlich ist und was nicht,
hat ein „rechtserzeugender Akteur“ entschieden“.

4. Brief an das Landgericht Regensburg – Strafkammer, am 04. August 2013/07.08.13
„Hiermit erlaube ich mir, Sie auf gravierende Fehler im psychologischen Gutachten des Sachverständigen Dr. Leipziger hinzuweisen“.

5. Niederschrift, Juli 2014
Ein neuer Gutachter für ein neues Gutachten im Fall Gustl Mollath

Ich bin sicher, Ihnen Wissenswertes mitgeteilt zu haben.
mit freundlichen Grüßen Ingrid Maleh

juli, 2014
maleh@fagne-macrale.be

Volltext Schriftverkehr (PDF, 3,7 MB):

maleh_wissenswertes_zum_fall_mollath

 

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gutachten psyche hirnvon HPS

das Ungeheuer von Regensburg

” Sie werden doch hervorrragend verteidigt!”

Deutsche Justizschande: Begeht Richterin Elke Escher Rechtsbruch im Wiederaufnahmeverfahren Mollath?

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/mollath-wiederaufnahmeverfahren-regensburg-tag-14-100.html

Der Streit zwischen Gustl Mollath und seinem Verteidiger Gerhard Strate eskaliert: Erst diskutierten sie heftig auf der Anklagebank – dann kam es während der Verhandlung zu einem offenen Zerwürfnis zwischen den beiden.

Dennoch müssen die Mollath-Verteidiger weitermachen. denn die Kammer sah weder eine grobe Pflichtverletzung noch ein ernsthaft gestörtes Vertrauensverhältnis. Der Angeklagte sei “bislang hervorragend verteidigt” worden, sagte die Vorsitzende Richterin in dem Wiederaufnahmeverfahren……

Er (Mollath) habe schon vor dem Prozess am Landgericht Regensburg 27 weitere Beweisanträge gefordert, die aber nur zum Bruchteil umgesetzt wurden, so Mollath. Verteidiger Gerhard Strate wies dies entschieden zurück…..

Mollath will zu Nedopil-Gutachten sprechen

Mollath kündigte in seinem Beweisantrag außerdem an, er wolle sich auch noch zum Gutachten von Norbert Nedopil äußern. Bei den weiteren Beweisanträgen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft geht es unter anderem um die Ladung von Zeugen, die zum angeblichen Schwarzgeldskandal der Bank von Mollaths Ex-Frau aussagen könnten…..

Plädoyers am 8. August

Voraussichtlich wird in dem Prozess noch ein weiterer Prozesstag am Freitag, 8. August, eingeschoben, auch darüber will die Kammer heute mit den Prozessbeteiligten sprechen. An diesem Tag sollen die Plädoyers gehalten werden – so ist es bislang angedacht. Zudem sind regulär bis 14. August noch drei Prozesstage ab dem 12. August angesetzt, das Urteil soll bis zum 14. August fallen.”

 

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Phantombilder Heilbronn nsu

Phantombilder Heilbronn nsu (Putin o.r.)

von fatalist

Liebe Leute…

wie gefallen Euch die neuesten Blogeinträge?

Heute kommt noch Susann Eminger als Zschäpe in Zwickau, daher musste man die Informanten Andre und Susann Eminger schützen.
Ist es nicht ein wenig peinlich, meine Beweise komplett zu ignorieren?
Das ist nicht alles heisse Luft. Ganz und gar nicht.
Die Handwerker waren nicht beim Bäcker, die waren im Haus.
Sagt die Feuerwehr.
Was war deren Rolle???
Eminger wurde vom BKA als Videohersteller ermittelt, musste aber wegen Intervention von OBEN wieder vom Haken gelassen werden.
Zschäpe war gar nicht in Zwickau am 4.11.2011.
Wer hat da interveniert, und was hat das mit den gelöschten Handydaten zu tun?
Gruß Christian
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von HPS
http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.de/

Montag, 28. Juli 2014

Wie die Medien komplett falsch berichten, Goebbels lässt grüssen

Ein schönes Beispiel für komplett falsche Berichterstattung ist der 116. Prozesstag, wo es um die Auswertung von Emingers Handydaten ging:

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jo on Juli 27th, 2014

us präsidentenlügenvon John Schacher

Die FAZ führt ohne jeden Beweis Behauptungen ins Feld, die als kriegsgleiche Handlungen gewertet werden können. Kein Wunsch nach Verständigung, keinerlei Respekt, keine Einsicht – nur purer Hass sprüht aus jedem Tüttel. Herr Peter Carstens ist ein Fall für §130…

 

Doch lesen Sie selbst:

Frankfurter Allgemeine vom 27.7.14

Putins kurze Beine

.

… “Russlands Waffen im diplomatischen Konflikt um die Ukraine sind: Lügen, falsche Versprechen und gebrochene Vereinbarungen. Sie bilden den Propaganda-Schirm für die schmutzigen Operationen des Putin-Regimes in der östlichen Ukraine. Dort führt Russland mit Kämpfern, Panzern und Geld einen neoimperialen Krieg gegen die pro-europäische Regierung.

Moskau sah zu, wie die Absturzstelle von Flug MH-17 manipuliert wurde. 298 Passagiere waren getötet worden. Tagelang ließen die aus Russland stammenden Separatistenführer es zu, dass Leichen in der Sonne verwesten, ihre zerfetzte Habe durchstöbert und wohl auch geplündert wurde. Bewaffnete Sadisten behinderten das Bergen der Opfer und die Tatort-Ermittlungen. …

… Ebenso wenig habe es je ein Versprechen gegeben, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, wie Russland behaupte.

… Selbst die afghanischen Taliban seien anständiger mit den Opfern ihres Terrors umgegangen, heißt es im Auswärtigen Amt.

…Steinmeier bezifferte die aktuellen russischen Verluste am Wochenende auf 100 Milliarden Euro.”…

,

Es ist eigentlich nicht nötig, dieses Gegeifer näher zu analysieren. Es fehlt nur an der juristischen Ahndung solcher Verbrechen am Deutschen Volk. Der Russe hat uns nichts, absolut nichts getan die letzten Jahrzehnte.

Im Gegenteil: die Russen gaben uns Ostdeutschland FREI zu Händen. Alles was danach versaut wurde und uns heute Kopf und Kragen kostet, kam aus der DEMOKRATIE.

Allen die etwas Gutes machen wollen kann ich nur den Rat geben: beschwert Euch bei der FAZ. Die werfen es zwar weg, aber es steckt ihnen trotzdem quer im Hirn und sie merken, daß sie nicht so überlegen schlau sind, wie sie denken.

Continue reading about Kriegsverbrecher in der FAZ

von HPS

 

Für eine allgemeine Veröffentlichung der Namen aller Prüferinnen und Prüfer sehen wir keinen Anlass und werten den Datenschutz der Betroffenen höher als ein Interesse der Allgemeinheit an der anlasslosen Veröffentlichung der Namen.
Thomas Salzmann, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) in einer Email an den Autor

 

Z 2 (2)

Wer zensiert? Wo kommen die Zensoren her? Wer beauftragt sie? Wie sehen die Damen und Herren Zensoren aus? Sind sie gebildet, mutig, intelligent, integer, unbestechlich, weise? Wem sind sie verpflichtet? Sind sie billig? Widersprechen Sie, wenn Unziemliches von Ihnen verlangt wird? Auch dem Rabbi ?

Wer zensiert, hat immer etwas zu verbergen. Ob unterfüttert von guten oder von bösen Absíchten, ist dabei zweitrangig. Wer zensiert, möchte erreichen, daß Sie etwas nicht zu Gesicht bekommen, er möchte Sie ausschließen. Sie sollen nichtwissen. Was ist, wenn derjenige, der zensiert, ein verkommener Halunke ist, der Sie ausnutzen möchte, indem er Sie dumm hält, oder noch schlimmer, wenn er ein besinnungsloser, unfähiger, eitler, alkoholkranker Idiot, von der Sorte ist, die von Parteien in Bauämtern abgelegt werden und die dort über  Ihren Bauantrag entscheiden sollen und ihnen Scherereien machen, weil Ihre geplante Baumaßnahme dem jeweiligen Oberidioten nicht in dessen Kram passt, oder weil ihnen, die von Ethnodeutschen eingeführten Schmiergeldtarife unbekannt sind ? Wer gibt den Zensoren Macht ? Wer macht Zensoren ? Wer hat die Überwachungs- und Zensurindustrie aufgebaut? Von wem hat er das Geld dazu bekommen und genommen? Wieviel Geld bekommen die Zensoren? Wie wird abgerechnet? Nach einem Punktekatalog ? Wie heißen die Zensoren, die versuchen unsere geistigen Entfaltungsmöglichkeiten zu zensieren, sie zu „beschneiden“? Wie sehen die Hintermänner aus ? So wie Pussys oder noch gestörter?

Zensur in Deutschland, – findet statt. Täglich. Die Offenlegung und das Beenden der Zensur sind überlebenswichtig. Was wird zensiert und warum? Alles mögliche wird zensiert. Wer wählt aus? Gute Frage. Die Anonymen! Wer zensiert Deutschland? Wer steckt dahinter? Namen und Gesichter und Modalitäten herauszufinden, ist der Sinn eines Emailwechsels, den ich im Jahre 2013 führte.
Wo fängt man an zu suchen? Am Besten bei den Hütern der Gerechtigkeit, die im Bundesjustizministerium wohnen.

 

 

12.02.2013
An: poststelle@bmj.bund.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige für eine Doktorarbeit eine Liste, der in der Bundesrepublik Deutschland verbotenenen Literatur.
Erhalte ich diese von Ihnen? Sind sie dafür zuständig?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen
H.-P. Schröder

Keine Antwort. 2. Versuch am 20. 2. 2013
W: Anfrage II- Verbotene Literatur‏

20.02.2013
An: poststelle@bmj.bund.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wandte mich bereits am 12. Februar an sie, mit der Bitte, einen Hinweis darauf zu erhalten, von wo , bzw. von wem ich eine Liste der in der BRD verbotenen Literatur bekomme ? Würden Sie mir bitte mitteilen, welche  Behörde dafür zuständig ist ?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
H.-P. Schröder

From: kanzleiabsendung@bmj.bund.de

> Subject: Ihre E-Mail vom 12. Februar 2013
> Date: Mon, 25 Feb 2013 08:14:42 +0000
> Herrn
> H.P. Schröder
>
Sehr geehrter Herr Schröder,
>
> vielen Dank für Ihre E-Mail vom 12. Februar 2013, mit der Sie nach einer Liste verbotener Bücher fragen. Hierzu kann ich Ihnen mitteilen, dass eine Zensur in der Bundesrepublik Deutschland nicht stattfindet (Art. 5 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes). Für “Indizierungen” im Sinne des Jugendschutzes ist das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend zuständig. Soweit Sie Fragen zu diesem Themenkomplex haben, bitte ich Sie, sich an das zuständige Ministerium zu wenden. Die Kontaktdaten finden Sie unter https://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/servicetelefon-kontakt.html.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Im Auftrag
> Eva Schmierer

> Leiterin des Referats III B 1
> Kartellrecht; Telekommunikations- und Medienrecht; Außenwirtschaftsrecht
>
> Bundesministerium der Justiz
> Mohrenstrasse 37
> 10117 Berlin
>
E: Ihre E-Mail vom 12. Februar 2013‏
(mehr …)

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der Novelle letzter Teil: „Apotheose“

von H.-P. Schröder

„Gerechtigkeit,- das ist der letzte Schmerz.”

Land (2)

Aber immerhin hatte der Mönch im Falle meines Herrn den Sprung gewagt und ist gerade noch zur rechten Zeit mit dem Dokument erschienen. Ganz rot im Gesicht und verschwitzt, hat er sich durch die Menge gedrängt und dabei geschrieen wie ein Verrückter: „Platz da, aus dem Weg.“ und „Aufhören, sofort aufhören, hier ist eine kaiserliche Order, der Kaiser gibt Pardon, der Kaiser gibt Pardon.“ Er rief andauernd „Lasst ab, lasst ab. Lasst ab“ Die Gestalt schwenkte keinen Ablassbrief, sondern eine Urkunde, mit Siegel und Namenszeichen und sah auch nicht aus wie der Fuchs Tetzel. Es war der Wittenberger und er schien zu allem entschlossen.

Ich muß es wissen, denn mich zog der Luther hinter sich her, mich und meinen Gefährten, durch die johlende Meute, gesattelt und mit allerbestem Lederzeug versehen, Schweif und Mähne durchflochten von bunten Bändern und alle Metallbeschläge aus blankem Silber. Die geifernde Rotte, durch die wir wateten, brüllte und schien von Sinnen, einige bekannte Gesichter erkannte ich fast nicht wieder, so entstellt waren ihre Züge. Sie hatten sich in Unmenschen verwandelt, die vergaßen und verwarfen, was sie gestern unter Einsatz des Lebens errichtet und verteidigt hatten. Und sie brüllten noch viel lauter, als die Knechte jenen losbanden, mehrmals musste man ihnen befehlen, bis sie gehorchten, die Ungläubigen, und er endlich vom Schafott herabstieg. Der Pöbel schrie immer noch durcheinander, jetzt ob des unerhörten Geschehens, bis jener die unterste Stufe erreicht hatte. Dann verstummte das Toben. Eine Gasse öffnete sich, ich trabte ihm entgegen, er ergriff die Zügel, schwang sich auf und wir ritten los, die Leute sahen uns an, begriffen nichts und standen reglos, wie betäubt, auf dem Platz, mit offenen Mündern, wir sahen über sie hinweg, ritten unbehelligt in das Land hinaus, ohne dem Wittenberger ein letztes Zeichen zu schenken. Und begaben uns nach…. .“
So war das.

Der Himmel machte bereits zu, als sie Töne hörten, wie von einer Glocke geschlagen, aber weit und breit war kein Ort, waren weder Kirche noch Kapelle zu sehen. Der Schwarze richtete seine Ohrmuscheln auf und schnaubte unruhig. Die schweren Wellen, nicht laut, aber tief, dumpf und mit unterschiedlich langen Pausen dazwischen, rollten direkt auf sie zu. Sie erklangen aus einem Wäldchen hangabwärts, das hinter unkrautüberwucherten, verlassenen Feldern lag. Ein eigenartiges Glimmen schimmerte zwischen den Bäumen hervor, veränderte sich mit den Glockenschlägen und tanzte wie eine fahle Flamme, zwischen den Bäumen hin und her. Und über allem lag ein Nebel aus dem violette Lichter wirbelten und danach wieder herabsanken, um mit der dunstigen Aureole zu verschmelzen. Der Reiter griff die Zügel fester und und drängte das Pferd zur Seite, weg vom Kurs auf jenes Wäldchen, das so bedrohlich von der dahindämmernden Umgebung abstach.

Jedoch der Rappe verweigerte die Erfüllung des Wunsches und stellte sich augenblicklich auf die Hinterhand. Der überraschte Reiter fing sich gerade noch ab und es gelang ihm mit Geschick, im Sattel zu bleiben. Als die Vorderbeine des Pferdes wieder den Boden berührten sprühten Funken und es schritt ungerührt auf dem eingeschlagenen Weg weiter und der Reiter fügte sich und gab seinen Widerstand auf. Sie tauchten in das flackernde Violett und passierten einige Baumreihen, bis sie eine ausgedehnte Lichtung erreichten, fast einen Morgen im Geviert. Zuerst sahen sie einen verfallenen Kamin und Teile eines Strohdaches, das auf einer Seite bis zum unteren Giebel, auf der anderen Seite bis unter den Wetterhahn, halbversunken schief aus der Erde ragte. Daneben lag ein riesiger Kupferkessel, groß genug um einen Ochsen darin zu sieden, aus dem eiserne Schlangen in das Gras krochen. Als sie näher ritten, begannen Ross und Reiter zu glühen, im selben fahlen rötlichblauen Licht und aus allen Metallteilen zuckten Lichtspeere, die sich im Dunst auflösten. Sie erblickten einen aufrecht in die Erde gerammten Reisigbesen, von dem Bilsenkrautbündel hingen, in Stein gehauen und von marmor`nen Alraunen umgeben, die seufzten, als sie vorbei ritten. Sie passierten vertrocknete Kröten mit offenen Mäulern, auf seltsam geformten Steinen sitzend, die den Kopfe wandten und sie ansahen, während ihre Zungen sich entrollten, um nach ihnen zu greifen.
Das Geläute war verstummt. Die Stille knisterte und knackte wie ein erkaltendes Herdfeuer. Asche bedeckte die Lichtung, die unter den Hufen zu umherschaukelnden Flocken zerstäubte, die in der Luft verharrten, bevor sie, schneller als in der Welt draußen, zu Boden fielen. Aus den Bäumen blickten Eulen und Käuze auf sie herab, in deren Telleraugen brennende Räder und Reisighaufen loderten. Zwischen zwei übermannsgroßen schwarzen Katzen mit Smaragdaugen tretend, wandte sich der Rappe einer uralten Eiche zu, sicher war sie einige hundert Jahre alt,  an der ein halb verbranntes Stück Pergament hing und blieb davor stehen. Der Mann beugte sich vor und begann zu lesen, während Bögen aus violettem Licht ihn umhüllten. Er las: „Auge ausstechen – fünfzig Kreutzer.“  Am Baum daneben stand, auf einen Fetzen Birkenrinde geschrieben: „ Zwei Finger abhacken – einen Taler.“ Daneben: „Fußsohlen versengen – einen Taler.“ Und sie schritten von Baum zu Baum und lasen: „Beine zerquetschen – zwei Taler.“  „Arme ausrenken – fünfzig Kreutzer“, „Hand abhacken – einen Taler.“ „Fleisch mit Zangen herausreißen – zwei Taler“ „Nase zertrümmern – fünfundzwanzig Kreuzer“ , „Hüfte mit Pechfackel verbrennen – zwei Taler.“, „Arbeit mit glühenden Eisen – ein Taler“, „Rädern – vier Taler“, „Ausweiden – vier Taler“, „Köpfen – zwei Taler“.

„Drei mal Wehe!“, schrien die Eulen und Käuze im Chor und einen Moment lang wurde es taghell auf der Lichtung, als Feuerpfeile aus ihren Augen hervorbrachen. „Abrechnung!“, Abrechnung!,  Abrechnung!“, sangen sie.

An jedem Baum hing Preis und Lohn für eine andere Scheußlichkeit, eine nach der anderen, hunderte, traten in unser Bewusstsein und wir durchlitten alle. Und die Täter wurden offenbart. Und die Medizin, um ihre Leiden zu heilen.

Dann verließen wir die Vorhölle und begaben uns zur nächsten Stadt. Ob die Erste Bamberg war, oder Augsburg, oder Nürnberg spielt keine Rolle. In der Dunkelheit sassen die Wächter neben den offenen Stadttoren, während wir geräuschlos passierten, den Marktplatz erreichten und dann durch das gegenüberliegende Stadttor, unbemerkt, auf der Landstrasse dem nächsten Flecken, der nächsten Grafschaft entgegenzogen. Hinter uns vollzog sich die Gerechtigkeit.
Der Scharfrichter erwachte von einem schneidenden Schmerz und fand sich ohne Füße mit verdrehten Gliedern, ihre Eminenz der Herr Erzbischof brannte sechs Stunden auf kleiner Flamme, unlöschbar, in seinem Prunkbett, bis er, sich die Seele aus dem Leibe schreiend, starb. Der Magistrat verlor alle Schwurfinger und Juden erstickten an Perlensträngen die in ihre Münder krochen und ihnen die Luftröhre verdrehten. Sie hatten einen leichten Tod. Alle litten gerecht.

Die Gerichtsschreiber verfaulten in Sekunden, ihre Glieder fielen ab, sie erbrachen Leichenteile und ihre Weiber bezahlten mit dem Verlust der Nase oder eines Auges. Dem Einen kam das Gehör durch eine glühende Nadel abhanden, dem Anderen standen die zerbrochenen Knochen im rechten Winkel vom Leibe, dem Dritten lief das Blut aus allen Körperöffnungen. Auf den Burgen und in den Schlössern sahen die Erstgeborenen aus, wie in heißem Öl gebacken, ihre Haut platzte und hing in Fetzen und der Alte schaute ungläubig in den eigenen Brustkorb, als er erwachte, auf sein Herz, während sich seine Bauchdecke öffnete, so daß das Blut bis zum Baldachin spritze, als sich eine Hand an seinem Magen zu schaffen machte und ihn mit einem Ruck herausriß.

Schlafende Folterknechte erwachten auf einen Pfahl gespießt, ohne Arme und Beine und denen, die bei der Arbeit waren, fuhren die Eisen durch die Leiber, und nagelten sie an die Fußböden und Wände. Durch Bamberg durch, auf die Herrschaftssitze und Raubnester, zu den Winkeladvokaten und bestochenen Anklägern, den herzlosen Beamten ihre Herzlosigkeit fühlbar machend, indem ihnen das Schicksal das Herz zu blutigem Brei schlug, dann weiter nach Ulm, hin und her durch die Lande, nach Augsburg, Nürnburg, dann ein Sprung nach Sachsen, in die alten Lande, in `s Anhaltinische, zum Harz, Richtung Kassel, in die Provinzen am Rhein, wo Feuer in Amts-, und Ratsstuben aufflammten mit lebenden Menschen darin, falsche Zeugen das Blut spucken erlernten, unter dem Würgegriff zusammengedrehter Stricke und Schultheißen, Seelenhüter und Urteilsprecher solange nach der Mutter Gottes schrien, bis ihnen das eiserne Kalb die Lungen verbrüht hatte; Aug`um Auge, Bein um Bein fraß sich die Gerechtigkeit in das Gedächtnis.

So zieht er den Pflug und sät, bis sich zwischen den Föhren die Nacht  bereit macht, die deutschen Lande zur Ruhe zu betten, – als  eine Lücke zwischen den jagenden Wolken eine Bahn aus Licht entlässt, die sich zur Erde hinab senkt,  vor die Füße des Rappen, der stehenbleibt, sich umwendet und den Mann anblickt. Der nickt, beugt sich nach vorne, gibt ihm einen fast zärtlichen Klaps auf die Seite und die Pferde tuen einen ersten zögernden Schritt, heben die Hufe und setzen sie vorsichtig auf die Strasse aus geronnenem Kristall, ziehen nach, erheben sich mit den Vorderbeinen, fassen Tritt und lösen sich vom schweren Boden. Und als sie eine Weile auf dem ansteigenden Pfad ausgeschritten sind, beginnen die nie vernarbten Wunden des Mannes unter den Lumpen aufzubrechen und Blutstropfen treten daraus hervor, laufen über seine Schultern, rinnen den Rücken hinunter und kreiseln hinab zur Erde und dort wo sie auftreffen, fängt die Erde an in Schlichtheit zu erblühen, Vergißmeinnicht bringt sie hervor, Männertreu und Immergrün und Edelweißfelder überziehen wie Decken aus weichsten Daunen die entferntesten Winkel der Einöden aus Eis und Wüstenstaub, auf daß nirgends mehr einer ist, der verlassen zurückbleiben muß.

Und je höher Roße und Reiter am Himmel steigen, desto breiter wird die lebendige Spur die sie ausstreuen, bis sie den Saum der Wolken erreicht haben und durch das Tor schreiten, das seither weit offen steht, auch wenn wenige Menschen es sehen können.

*

Rei 222

*

- ENDE -

*

zu Teil I

zu Teil II

zu Teil III

zu Teil IV

zu Teil V

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