erschienen bei RT

Übersetzung John Schacher

Die Proteste gegen die selbsternannte Regierung in Kiew gehen in den östlichen Regionen der Ukraine weiter. Versammlungen von Tausenden in Donetsk und Lugansk sind zur Unterstützung der russischen Sprache zustande gekommen und fordern eine Volksabstimmung über die Föderalisierung der Ukraine.

In Donezk, der Stadt, die einmal die Hochburg des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch war, protestieren die Menschen gegen den neuen Gouverneur, der am vergangenen Sonntag von Kiew ernannt worden war.

Der Ernannte ist der Milliardär Sergej Taruta, ein ukrainischer Oligarch, der Besitzer von ISD, eines der größten Bergbau-und Hüttenunternehmen der Welt – er besitzt auch den Donezk-basierten Metallurg Football Club.

Der Oligarch-Gouverneur kam unmittelbar nach seiner Bestallung nicht nach Donetsk, worauf die Demonstranten einen “Gouverneur des Volkes” wählten. Es handelt sich um den Führer der “Nationalen Erhebung” Pavel Gubarev, der die Abhaltung einer Volksabstimmung befürwortet, mit der die Bürger der Region Donetsk über eine Wiedervereinigung mit Russland entscheiden können. Die “Nationale Erhebung” begann auch das Sammeln von Unterschriften für die Volksabstimmung über die Zugehörigkeit der Region durchzuführen.

Während dieser Woche wechselte das regionale Verwaltungsgebäude in Donezk viele Male zwischen der “Nationalen Erhebung” und pro-Kiew Kräften.

Mehrere angeblich in der Innenstadt von Donetsk am 5. März aufgenommene Videos zeigen, dass pro-Kiew-Streitkräfte nach Donetsk gekommen sind, z.B. eine Gruppe von unbekannten Männern in militärischen Outfits mit russischen AK-Sturmgewehren und amerikanischen M4A1 Karabinern ausgestattet, die zum Schutz von einigen Pro-Kiew Aktivisten inmitten der Anti-Regierungs-Proteste auftraten.


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Später äusserte der TV-Kanal Rossiya 1 die Vermutung, dass diese Menschen aus einer Gruppe von mehreren hundert Söldnern stammen, die angeblich vor kurzem in Kiew angekommen seien. Rossiya 1. behauptet sogar, dass diese Söldner für die berüchtigten Academi (früher Blackwater und Xe Services genannt) arbeiten, einem privaten amerikanischen Sicherheitsdienstleister, der über 20.000 Mietkrieger beschäftigt.

Aber auch das Aussehen der Söldner im Zentrum von Donezk hielt die Bürger nicht davon ab, ihrem Protest gegen selbsternannte Regierung in Kiew Ausdruck zu geben.

Am frühen Donnerstagmorgen kam dann eine spezielle Gruppe des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SSU) aus Kiew an und führte eine Hit-and-Run-Aktion durch: sie verhaftete Pavel Gubarev unter der Anklage eines Versuchs der Macht-Beschlagnahme – exakt der gleichen Anklage, welche die Oppositionsführung gegen die selbsternannte Regierung in Kiew verwendet.

Nach Informationen der “Nationalen Erhebung” (Homepage auf Facebook) wurde Gubarev in die Hauptstadt Kiew verbracht. Die Polizei setzte auch mehrere Dutzend Aktivisten unter Arrest.

Am selben Tag kam dann Gouverneur Taruta nach Donetsk und traf sich mit dem neuen, ebenso von Kiew ernannten Polizeichef der Region.

Noch spät in der Nacht versuchten die Bürger von Donezk das lokale Hauptquartier der SSU zu stürmen und forderten, ihre Führer freizulassen. Es gelang ihnen auch einen Gefängnis-Lastwagen mit einer unbekannten Zahl von verhafteten Aktivisten aufzuhalten und umzustürzen.

Als dann ranghohe Offiziere der Polizei- und internen Truppen zu den Menschen heraustraten, wurden sie mit Sticheleien wie Pfiffen und “Weißt du noch, wen Du schützen sollst? Diejenigen, die Euch in Kiew misshandelt haben?” berichtet die Komsomolskaja Prawda.

Nach einiger Überlegungszeit entschied die Polizei, die inhaftierten Aktivisten freizulassen, die sich sofort wieder den Demonstranten anschlossen.

Eine neue Stufe der Anti-Kiew-Proteste ist für Freitag Nachmittag geplant, informiert die “nationale Erhebung”-Website.

In Lugansk, einem weiteren regionalen Zentrum im Osten der Ukraine, gab es eine starke Demo: Tausende schwenkten russische Fahnen und skandierten “Russland! Ukraine! Belarus! Together!” Mitglieder der Wachen haben bereits einem bewaffneten Angriff von Kräften aus Kiew widerstanden, der am 20. Februar die lokalen Strom-Institutionen in der Stadt zum Ziel hatte.

Da die örtliche Staatsanwaltschaft sich nie die Mühe gemacht hat, eine Strafuntersuchung gegen den Versuch der Strombeschlagnahme durch die bewaffneten Kämpfer aus Kiew zu starten, setzen die Bürger von Lugansk ihr Vertrauen jetzt in Bürgerwehren und nicht in die Polizei.

Alle Versuche in Lugansk eine wesentliche nationalistischen Kundgebung ähnlich Maidan in Kiew zu sammeln sind gescheitert, vor allem weil sie  im Vergleich zu massiven Anti-Regierungs-Demonstrationen im Zentrum der Stadt zunehmend blass aussah.

In Charkow, einem anderen regionalen Zentrum der Ukraine, der zweitgrößteen Stadt Landes, waren die Proteste gegen die Regierung von einem viel kleineren Maßstab, vielleicht auch aufgrund der starken Präsenz der Polizei bei Demo-Websites.

Quelle: RT

3 Comments to “im Osten der Ukraine droht Volksaufstand”

  1. ups2009 sagt:

    Zwei “Qualitätsmedien” welche die jüdische / israelische Beteiligung am Pro Euro Maidan bestätigen … was sonst sicher als Antisemitenistische Verschwörungstheorie beschimpft würde.

    In Kiev, an Israeli army vet led a street-fighting unit
    By Cnaan LiphshizFebruary 28, 2014

    http://www.jta.org/2014/02/28/.....aves-lives

    Ukraine Der jüdische Kommandant vom Majdan

    http://www.faz.net/aktuell/pol.....05150.html

  2. Hans mein Igel sagt:

    Also aus der Distanz betrachtet -und weil Russland bis heute nicht die Wahrheit über das Deutsche Reich sagt- finde ich den Kampf, den die dort zu fechten haben, nicht ganz uninteressant.

    Könnte sich Russland einmal schneller zur Wahrheit durchringen, als es das zum Fall Katyn konnte, nun, dann wäre Russland nicht in der politischen Zwangslage, in die es sich durch seine Lügen selbst manöveriert hat und aus denen es durch sein beharrliches Schweigen bis heute nicht hinaus will.

    Insofern: der Frieden liegt mir am Herzen, aber das Mitleid mit und gegen Russland habe ich nicht. Was geht mich deren selbst angelegte Zwangsjacke an?

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