Foto: John Schachererschienen beim honigmann

Nachdem die Chinesen ihren Bestand zum größten Teil abgeholzt und es versäumt hatten, neue Wälder heranzuziehen, kaufen sie seit längerem Holz in großem Stil ein

 

Jetzt erwerben sie gleich ganze Wälder, was sich bei einem Marktpreis von 40 Euro für den ungeschlagenen Festmeter wohl lohnt.

Zu den Plänen der Bundesregierung, 50.000 Hektar Wald bis zum Jahr 2014 zu verkaufen, erklären die Mitglieder des Bundesvorstandes der NaturFreunde Deutschlands Uwe Hiksch und Eckart Kuhlwein:

Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage bestätigt, dass sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zurzeit über 50.000 Hektar Waldfläche befindet.

Darüber hinaus verfügt die Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) über weitere 80.000 Hektar Waldfläche, von denen 50.000 Hektar bis zum Jahr 2014 verkauft werden sollen.

Die übrigen 30.000 Hektar Wald sollen für die Restitution zur Verfügung stehen oder als Flächen dem Nationalen Naturerbe oder an Naturschutzträger übertragen werden.

Die NaturFreunde Deutschlands lehnen die geplante weitere Privatisierung der staatlichen Wälder ab.

 

Wir fordern die Bundesregierung auf, sofort den geplanten Verkauf von 50.000 Hektar Wald zu stoppen!

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/forstwirtschaft-china-hat-interesse-am-deutschen-wald-1437912.html

http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article472144/Chinesen-wollen-unseren-Wald.html

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/06/Forum-Pro-Contra

http://www.wald-prinz.de/waldbesitzer-wem-gehort-der-wald/665

http://naturfreunde-sachsen.org/bundesvorstand/pressemitteilung/bundeswaelder.html

http://globalinformations.wordpress.com/2011/11/07/plusminus-nachhaltigkeit-von-ikea/

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article940599/Chinesen_kaufen_in_Deutschland_ganze_Waelder.html

http://financee.de/heizol-zu-teuer-griechen-holzen-ihre-walder-ab-3/

http://nochange.twoday.net/stories/ausverkauf-der-deutschen-waelder-an-china/


http://www.youtube.com/watch?v=JkegvbeFjQQ

http://www.youtube.com/watch?v=zl48tILi7AM

http://www.youtube.com/watch?v=hPwkuYBgWCU

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Foto: John Schacher

erschienen bei WELTonline

Weil das Reich der Mitte quasi leergerodet ist, deckt China seinen Holzbedarf mehr und mehr im Ausland. Dabei geht es nicht zimperlich vor. Ganze Wälder wechseln zu Spitzenpreisen den Besitzer. Nicht nur die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist entsetzt.

Matthias Manthey ist ein viel beschäftigter Mann. Der Ahrensburger Makler vermittelt Grundstücke und – laut dem Text einer von ihm aufgegebenen Zeitungsanzeige – seit Neuestem auch ganze Wälder, und zwar an Chinesen. Sie kaufen Forstflächen „bundesweit zu Spitzenpreisen, äußerst diskret, über deutsche Tochter-AG“, heißt es in der Anzeige. Doch darüber kann Manthey nicht sprechen. „Ich habe keine Zeit, ich muss Geld verdienen und will mich nicht äußern“, sagte Manthey WELT ONLINE.

Das ist merkwürdig. Denn der umtriebige Geschäftsmann stand am Dienstag im Mittelpunkt des vierspaltigen Aufmachers der „Ahrensburger Zeitung“ und kommt dort umfangreich zu Wort. So könne er sich vor Anfragen aus dem Reich der Mitte nach Forstflächen kaum retten, so Manthey. Die Chinesen kauften „auf Teufel komm raus“. Gerade habe er 500 Hektar im Raum Celle an sie vermittelt.

Foto: John Schacher

40 Euro für den ungeschlagenen Festmeter

Hintergrund: Nachdem die Chinesen ihren Bestand zum größten Teil abgeholzt und es versäumt hatten, neue Wälder heranzuziehen, kaufen sie seit Längerem Holz in großem Stil ein. Und jetzt erwerben sie gleich ganze Wälder, was sich bei einem Marktpreis von 40 Euro für den ungeschlagenen Festmeter wohl lohnt.

Jan Muntendorf, Sprecher der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Hamburg, sagte WELT ONLINE: „Ich bin entsetzt. Aber wenn ein privater Waldbesitzer verkauft, kann man rechtlich nichts dagegen tun.“ Aber es seien mit Sicherheit einige negative Auswirkungen zu erwarten. So bestehe auf den öffentlichen Wegen eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, die Wege müssten in Ordnung gehalten werden – was er von den Chinesen nicht erwarte. Sein Kollege Friedrich Westerworth von der SDW Stormarn sieht das ebenso: „Es ist zu befürchten, dass die Wanderwege dann nicht erhalten werden.“

Zumindest für den Hamburger Staatsforst besteht die Gefahr nicht. Hamburgs zuständiger Senatssprecher Peter Kleinort: „Da wird nichts verkauft.“ Auch der mit 70 Quadratkilometern größte schleswig-holsteinische private Wald, der Sachsenwald, steht nicht zur Disposition. Ruprecht von Hagen, Leiter der Privatforstverwaltung von Bismarck: „Wir verkaufen keinen Quadratmeter.“

Quelle: WELTonline

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5 Comments to “Forstgeschäfte: Chinesen kaufen in Deutschland ganze Wälder”

  1. Paul sagt:

    Vielleicht können wir ja auch unsere Luft verkaufen?

    • jo sagt:

      Erst noch das Wasser…

      Beeindruckend krass, wie die Anti-China-Propaganda – aus dem Nichts heraus – anläuft!

  2. Onkel Paul sagt:

    …in 2014 steht hier alles unter Wasser. Wir lassen sie dieses Jahr Vorkasse leisten und kaufen uns die Pyrenäen… :)

    O.P.

  3. Pech sagt:

    Und wie viel Holz verballert der Westen?!
    Wieso wird hier nicht erwähnt das Europa der größte Abnehmer für Edelholz aus Afrika ist was illegal gefällt wird und den Gorillas das Lebensraum wegnimmt und mit Monokulturen ersetzt wird (wenn es überhaupt ersetzt wird)?

    Am ende heißt es aber die bösen ungebildeten Afrikaner holzen ihre Wälder ab und töten die Gorillas… die bösen Chinesen holzen die Welt ab und töten kleine süße Welpen…

    Immerhin machen es die Chinesen in diesem Fall wohl ganz legal!

    Ich persönlich bin gegen eine jegliche Art von Abholzung – es stinkt einfach, dass aus jedem Artikel der verwesende Geruch der West-Propaganda sticht.

  4. Eine kleine Fabel zum Wochenende

    Als die Königin des Landes sah, daß kein Geld mehr in der Schatulle war, daß sie ihre Gehöfte und alles was ihr gehörte, nicht mehr finanzieren konnte, sprach sie zu den Bauern, die ihr monatlich einen Anteil ihres Einkommens geben mußten.

    Dafür hatte sie in ihrem französischen Garten, der der blühendste Teil der Anlage war, Bänke und Stühle aufgestellt und erwartete ihre Untertanen.

    “Ich werde den Großteil Eurer Gehöfte und Grundstücke verkaufen” sagte sie.

    “Warum, Königin, was hast Du mit unserem Geld gemacht und wie sollen wir uns jetzt ernähren” fragten die Bauern.

    “Ich habe Euer Geld sinnvoll eingesetzt! Ich unterstütze Länder, weit weg von hier und viele Menschen, denen es schlecht geht, der Welt soll es besser gehen”, sagte sie und lehnte sich, korpulent und mit Übergewicht und dickem Bauch, genüßlich zurück.

    “Und wir?” fragten die Bauern. “Wo sollen wir hin, wo sollen wir dann arbeiten und wie sollen wir unsere Familien ernähren?”

    Sie lächelte süffisant.

    “Packt Euer Hab und Gut ein, alles was Euch wichtig ist und versucht Euer Glück, irgendwo.”

    Ein Bauer, unterernährt, mit furchigen Falten im Gesicht, traute sich noch eine Frage: “Und wer bekommt unsere Felder?”

    “Ich denke, die Chinesen, auch Katar ist im Gespräch, ich denke, es gibt viele ferne Länder, die an eurem Land interessiert sind.

    “Können wir jemals zurückkommen?” fragte ein alter, graubärtiger Bauer.

    Die Königin setzte jetzt ihre schwere, goldene, mit Diamanten besetzte Krone auf, die ihr zu schwer war und die sie vor 15 Minuten deshalb abgelegt hatte. Jetzt spürte sie wieder die Schwere, den Druck, dem sie folgen mußte.

    “Ja, gerne, wenn Ihr auf Euren Feldern für China, Katar und Rußland für 4 Euro die Stunde arbeiten und hier in den Arbeiter-Containern leben wollt, sehr gerne.”

    Dann schwenkte sie das Zepter, erhob die Hand zum Abschiedsgruß für alle Bauern, die mit gesenktem Kopf und schleppenden Schrittes den Weg nach Hause suchten, um ihre Sachen zusammenzupacken.
    * * *
    Und wenn sie nicht gehenkt worde, dann regiert sie heute noch..

    :-(

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