jo on Juni 29th, 2010
Über diese Affektion habe ich schon in dem Buch „Das Leben“ von S. 433 ab die erforderlichen Aufschlüsse gegeben. Es handelt sich in jedem Falle um ungenügende Eigenelektrizität des Organismus, wobei es dem Blute fast immer an der gebührenden Menge Sauerstoff fehlt. Alles, was neu elektrisierend wirkt: Lebhafte Atmung, Salzwasser, das Kalk und Eisen enthält, Essigabreibung, — alles dies wirkt dem gärenden Zerfall des Bluteiweiß der Leber zu Zucker und Harnstoff entgegen; aber auch die Elektrizität, die dem Erdboden, über den wir hinschreiten, eigentümlich ist und sich auf unseren Körper überträgt, ist von bewunderungswürdiger Heilkraft.
In dieser Hinsicht besitzt Karlsbad einen begründeten Weltruf. Wie nahe dem heißen Sprudel türmt sich dort eine wildromantische Felsengruppe empor, deren zerklüftete Quadern für die vulkanische Gewalt des Erdinnern Zeugnis ablegen, durch welche sie emporgehoben wurden. Wärme und Elektrizität sind gleichwertig. Wo der heiße Sprudel entquillt, ist das Erdinnere in elektrischer Spannung und diese Elektrizität überträgt sich auf den darüber Hinwandelnden nicht nur von außen, sondern auch, indem er das Kalk und Eisen enthaltende elektrisierende Salzwasser trinkt, zugleich von innen her. Die Elektrizität hält eben die Leibessubstanz beisammen, sie gegen vorzeitigen Zerfall behütend.
Darum reguliert Karlsbad alle den Neubildungsprozessen dienenden Körperfunktionen. Alle drüsigen Organe (Leber, Nieren, Milz, Magen, Darm und Uterus) werden zu normalen Verrichtungen von neuem befähigt. Allerdings lässt diese Wirkung nach, sobald man den elektrischen Boden verlässt und deshalb pflegt Karlsbad alle Jahr die nämlichen Patienten wiederkehren zu sehen. Liegt es da nicht nahe, den lebendig sprudelnden Born von Elektrizität in unser eigenes Blut zu verlegen? —
Ich verwende gegen Zuckerruhr Nervensalz und Hämatineisen. Das Nervensalz erzeugt in der Leber aktives Nervenfett (Lecithin) und wirkt zugleich elektrisch spannend auf sämtliche Verzweigungen des Unterleibs-Nervensystems. Auf diese Weise üben diese Nerven auf das Blut anziehende Gewalt aus, falls dasselbe über genug anziehbare Substanz (eisenhaltiges Hämoglobin) verfügt. Letzterem Zweck dient das Hämatineisen.
Vom Hämatineisen lasse ich unmittelbar vor dem Mittagessen circa 0,5 Gramm in Oblate oder in einer Gelatinekapsel nehmen; vom Nervensalz vormittags gegen 10 Uhr und nachmittags gegen 5 Uhr einen halben Teelöffel in einem Weinglas Wasser aufgelöst.
Ein geheilter Diabetiker schrieb mir folgendes:
Berlin, 20. Juli 1891
„Vor mehreren Jahren hatte ich das Vergnügen, im Handwerkerverein vor dem Halle´schen Tore von Ihnen einen lehrreichen Vortrag zu hören, dessen Inhalt in einer kleinen Broschüre erschien, die ich mir verschaffte. Das nach dieser Broschüre zu bereitende schwache Salzwasser trank ich mit bestem Erfolg, wurde aber nachlässig und stellte es wieder ein. Heute aber weiß ich, dass dies ein großer Fehler war. Als ich fühlte, dass ich sehr schwach wurde, erinnerte ich mich der in der Broschüre erwähnten Zuckerkrankheit, Ich fragte mich: Solltest du wohl Zucker haben? Und wirklich wurde durch die Analyse vom 4. Juni in der Alexandrinen-Apotheke 3 % Zucker bei 1,025 spez. Gewicht festgestellt. Nun ließ ich mir das in der Broschüre empfohlene Nervensalz und Hämatineisen schicken. Nach vorschriftsmäßigem Gebrauch lautete schon die Analyse vom 29. Juni:
  1. Physikalische Beschaffenheit: hellgelb, klar,
  2. Reaktion: sauer
  3. Spez. Gewicht: 1,016
  4. Eiweiß: fehlt
  5. Zucker: fehlt
  6. Gallenfarbstoffe: fehlen
Nicht nur, dass ich den Zucker verloren, bin ich auch ein ganz anderer Mensch geworden, habe meine alte Kraft wieder erlangt, und Frohsinn und ruhiges Denken ist wieder bei mir eingekehrt. Vordem war ich müde nach einstündigem Laufen, und jetzt habe ich beinahe 14 Tage in der sächsischen Schweiz täglich 10 Stunden marschiert, ohne Müdigkeit zu verspüren.
Geehrter Herr! Als Mann von 40 Jahren, der noch für seine Familie schaffen muss, kann ich Gott nicht genug danken, dass es gegen diese tückische Krankheit so wirksame Mittel gibt und wünschte nur, dass dieselben weit und breit bekannt würden. Usw.
E. A.

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jo on Juni 29th, 2010

…..Mit dem Stickstoff machen wir es ebenso wie mit den Fäkalien. Wie wir von letzteren nur ein „Extrakt“ in Gestalt von Asche benötigen, so brauchen wir nicht den gesamten, für Pflanzenwachstum erforderlichen Stickstoff auf den Acker zu schaffen, sondern nur den „Keim“ dazu.

Sobald wir das Gersten- oder Roggen- oder Haferfeld abgemäht haben, säen wir in dichtem Wurf Wicken oder Erbsen; alsdann haben wir in deren Wurzeln und Kraut binnen kürzester Frist soviel Stickstoff wie die gesamte folgende Getreideart bedarf. Wir dürfen nur nicht so töricht sein, dass wir die Wicken abmähen und in die Scheune schaffen. Das würde nur unnütze Arbeit und Kosten verursachen, denn wir müssten nachher den Mist wieder auf den Wagen laden und auf die Felder zurückbringen. Gerade das ist es, was wir vermeiden wollten; der Stickstoff sollte von selbst auf den Acker kommen und das hat er in Form von Wicken- oder Erbsen- oder Raps- oder anderem Hülsenfrucht-Wachstum dienstfertig getan. Nunmehr wird das Gewachsene an Stelle von Mist untergepflügt und man könnte jetzt sagen, der Stickstoffgeist habe sich durch Vereinigung mit Erde, Wasser und Luft von selbst auf dem Acker eingestellt, ohne dass er als stinkender Leichnam mittels Mistfuhre schwerfällig hinausgefahren werden musste. Solche Gründüngung ersetzt in Bezug auf Erwärmung, Lockerung und Feuchthaltung des Bodens tatsächlich den Stallmist.

Nach diesem Rezept arbeiten praktisch schon seit langen Zeiten die Bauern im Dorfe Schaafheim bei Babenhausen-Aschaffenburg. Kunstdünger wird dort gar nicht und Stalldünger nur sehr wenig verwendet; dafür sind es denn auch wohlhabende Leute, weil sie das Geld, welches Andere für Chilesalpeter wegwerfen, in der Tasche behalten. Sie liefern uns zugleich den Beweis, dass man nicht zu dem Zweck Vieh zu halten braucht, um Dünger für den Getreidebau zu bekommen.
Vielmehr braucht es dazu nur der Aussaat von Wicken, Erbsen, Senf oder sonstigen Hülsenfrüchten, deren Samen ein ganzes Jahr am Leben und gesund bleiben, ohne dass man sie zu striegeln und zu füttern braucht, ohne dass sie die Luft verpesten und ohne dass man für sie einen Tierarzt zu holen braucht. Denn letztere Schattenseite der Viehzucht müssen wir ebenfalls noch besprechen.

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jo on Juni 27th, 2010

Ich gebe gerne zu, grüner Tee ist nichts Neues, doch Krebs an sich auch nicht, ausser Sie haben ihn selbst.

Dann liest man manches gerne öfter:

EGCG (Epigallo-catechin-gallat) ist ein Polyphenol, das vor allem in Grünem Tee reich enthalten ist. Polyphenole wie EGCG verfügen über stark antioxidative und zellschützende Eigenschaften. Für die gesunde Funktion unserer Körperzellen ist dies von besonderem Wert.

Die Eigenschaften von EGCG machen sich vor allem auch bei der natürlichen Bekämpfung von Zell-Entartungen und Krebs verdient. So konnte u.a. bewiesen werden, dass EGCG zusammen mit anderen Mikronährstoffen in der Lage ist, Wachstum und Ausbreitung von Krebszellen zu blockieren. Auch liegt der Nachweis vor, dass EGCG die Apoptose bzw. den kontrollierten „Selbsttod“ von Krebszellen wie z.B. Brustkrebszellen herbeiführen kann.

Die Wirksamkeit von Catechinen des Grünen Tees entfaltet sich aber auch weit darüber hinaus: etwa bei der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen, der Hemmung entzündlicher Geschehen in unserem Körper, dem Schutz bei Lebererkrankungen und der Unterstützung bei sogenanntem oxidativen Stress.

mehr dazu unter:

http://www.dr-rath-gesundheitsallianz.org/

Dr. Julius Hensel würde jetzt wohl sagen: “…sobald dadurch ihr gesundes Blut in flottem Umlauf wieder an alle Stellen gelangt, wird der Krebs abgetötet, durch Hitze verkäst und großteils ausgetrieben. Hierzu aber braucht es die physiologischen Salze nach meiner Mischung sowie genügend Hämatineisen im Blute, Übersäuerung ist strikt zu vermeiden….” Schade, dass seine Arzneiwerke in Stuttgart so sang- und klanglos verschwunden (wurden), wie auch er…..

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Leseprobe aus Julius Hensel´s MAKROBIOTIK
(siehe Menüpunkt Bücher & Schriften):
……Gemütsbewegungen wirken darum sozusagen ansteckend. Den Beweis dafür liefert die Geschichte der ältesten Zeit bis herab in unsere neuesten Tage. Zwei Beispiele dafür, statt vieler, mögen mir gestattet sein hier als Belege anzuführen.
Als es Aaron nicht gelang, dem König Pharao die Zustimmung abzugewinnen zur allgemeinen Entlassung der jüdischen Bevölkerung aus Ägypten und da auch die Juden selbst nicht besondere Lust verspürten, statt des sicheren Brotes, das sie in Ägypten aßen, sich in eine ungewisse Zukunft zu begeben, da ließ er die Furcht mithelfen, um ihn zu dem Ziele zu führen, dass er das goldene und silberne Geschmeide unterschlug, welches die Jüdinnen den gutmütigen ägyptischen Frauen abgeborgt hatten, unter dem Vorgeben, dass sie zur würdigen Feier ihres Osterfestes so prächtig geschmückt als möglich sein müssten. Aaron erschien nämlich in der Stille der Nacht plötzlich unter den zur Festfeier vereinigten Juden, um ihnen zu berichten, dass Pharao befohlen, sie sollten machen, dass sie fortkämen. (2. Mos. 12, 31). Ob er diesen Bericht mit Übertreibungen würzte und vielleicht hinzufügte, Pharao wolle alle Juden totschlagen, die am nächsten Morgen noch in seinem Lande angetroffen würden, bleibe dahingestellt; aber ich bin geneigt, dies zu glauben. Jedenfalls steht mit dem angeblichen Befehl Pharaos der Inhalt von 2. Mos. 14, 5 in grellem Widerspruch. Dort steht: „Und da es dem Könige in Ägypten ward angesagt, dass das Volk war geflohen“ usw. — Ebenso darf aus der Reue der Juden über ihren Auszug (2. Moses 14, 11-12) geschlossen werden, dass Aaron sie schmählich belog, um sie zur allgemeinen Flucht zu veranlassen. Ganz gewiss hat doch manche der Jüdinnen gefragt: „Was machen wir mit den entliehenen Schmucksachen? Diese müssen wir doch erst zurückgeben“.
Aber gerade um das ägyptische Gold war es dem Aaron zu tun; er wusste bereits, dass er es bei erster Gelegenheit zu einem gemeinsamen Klumpen einschmelzen wollte, von welchem niemand mehr seinen Anteil zurückfordern könnte. Und da mag er wohl den ehrlichen Jüdinnen, die mit ihren ägyptischen Herrschaften auf ganz freundschaftlichem Fuße lebten und ihnen das Geschmeide wieder abliefern wollten, in affektierter Hast geantwortet haben: „Dazu ist jetzt keine Zeit; das wird sich alles finden. Machen wir nur, dass wir fortkommen; denn wer zurückbleibt, ist ein Kind des Todes. Pharao lässt ihn spießen, rädern und am Galgen aufhängen.“
Mitten in der Nacht! — Man denke sich die Unruhe, die Erregung, die Angst und Todesfurcht, die sich der Weiber bemächtigte. Furcht raubt die Überlegung und den klaren Verstand. Und wenn auch nur ein Teil von der Furcht ergriffen ward und mit bebenden Gliedern im Festsaal umherirrte, so war dies hinreichend, um alle Übrigen der klaren Besinnung zu berauben. Aaron hat auf diese Weise seinen Zweck vollkommen erreicht.
Als zweites Beispiel, wie z.B. Furcht vor Krankheit die nüchterne Überlegung raubt, weiß ich nichts Besseres zu erwähnen, als den (Mitte November 1890) florierenden Kultus, den man mit dem Koch´schen Schwindsuchts-Heilverfahren treibt.
Herr Koch, der ja selbst sagt, dass er seinem chemischen Assistenten viel bei der Sache verdanke, besitzt nicht die nötigen Kenntnisse in der organischen Chemie, um mich zu bewegen, seinem Verfahren Vertrauen entgegenbringen zu können……. (MAKROBIOTIK, (Paperback Seite 64/65 – siehe Menüpunkt Bücher & Schriften)

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jo on Juni 23rd, 2010

……Was die an die Hexenzeit erinnernde Methode betrifft, die Blattern durch Blatternlymphe zu verhüten, so bin ich einigermaßen der Meinung des Herrn von C. Nämlich ich glaube, wenn mit jedem Kochianer, Pasteurianer und Jennerianer zugleich ein Staatsanwalt in das Krankenzimmer einträte und über die Impfung und deren Ausgang ein Protokoll niederschriebe, so würden die Impffreunde wie Nebel vor der Sonne zerstieben.

Nur die Befreiung von der Verantwortlichkeit vor dem gesunden Menschenverstand und dem Strafrichter lässt die Impfer glauben, dass sie sich im guten Recht befinden.

Aus diesem Irrtum müssten sie durch den sie begleitenden Strafrichter wirksam geweckt werden……..

Text entnommen aus Julius Hensel´s “MAKROBIOTIK oder unsere Krankheiten und unsere Heilmittel” (Paperback S. 153) – siehe Menüpunkt Bücher & Schriften

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jo on Juni 3rd, 2010

Auszug aus “Makrobiotik”: …. Darum ist auch bei der Behandlung Epileptischer für die Aufrechterhaltung der ordnungsmäßigen Blutbeschaffenheit und eines flotten Blutumlaufs selbst nach der scheinbaren Herstellung noch viele Monate lang Sorge zu tragen.
Den letzteren Zweck (flotten Blutumlauf) soll man, abgesehen von den Abreibungen mit Salzwasser, in allen chronischen Zuständen, auch durch systematische Atmung zu erreichen bestrebt bleiben, und zwar ist die Ausatmung der wichtigere Teil, auf den es ankommt. In dieser Hinsicht habe ich meinen Patienten einen kleinen Kunstgriff empfohlen, der eine Menge von Abarten der Zimmergymnastik an raschem Erfolg übertrifft und der sich in allen krampfartigen Zuständen bewährt. In Berlin ist das entsprechende Verfahren als „Hensel´sche Atmung“ in weiteren Kreisen bekannt. Man stellt sich hinter einen Stuhl, dessen Lehne man mit den Händen fasst und macht nun die sogenannte „Kniebeuge“, indem man dabei den Atem ausstößt. Nachdem dies geschehen, richtet man sich wieder auf, indem man die von selbst stattfindende Einatmung folgen lässt. Nunmehr ist zu spüren, dass statt der gewöhnlichen trägen Atmung ein lebhafteres Atemspiel stattfindet, wobei weit mehr Luft ausgeatmet als eingeatmet wird. Dies erklärt sich daraus, dass mit jeder Ausatmung nicht bloß der eingeatmete Stickstoff, sondern auch noch ein Teil von dem im Blut angehäuft gewesenen kohlensauren Gas entfernt wird, und zwar ganz besonders das im Venenblut der Eingeweide angesammelte kohlensaure Gas. Die Veranlassung hierzu ist der mechanische Druck, den bei der Kniebeuge, infolge Verkleinerung der Unterleibshöhle, die elastischen Därme auf die nachgiebigen Wandungen der starken Venenstämme ausüben. Die letzteren werden zusammengedrückt nach Art eines Gummischlauchs, mit dem Resultat, dass ihr Inhalt aufwärts gedrängt wird und seinen Weg durch die Pfortader in die aufsteigende Hohlvene (Vena cava asceneens), von dort zur rechten Herzhälfte und von dort nach den Lungen nimmt, wo nun eben das mitgebrachte kohlensaure Gas zur Ausströmung kommt. Jeder, der diese Atem-Turnübung praktisch durchführt, kann leicht wahrnehmen, wie nach dem Aufstehen von der Kniebeuge etwa 3 Aus- und Einatmungen von intensiverer Stärke als gewöhnlich auf einander folgen; erst dann geht der Atem wieder so ruhig wie vorher und nun lässt man eine zweite „Kniebeuge“ stattfinden, die das gleiche Resultat hat. Nachdem abermals die lebhaftere Atmung sich beruhigt hat, kann noch eine dritte „Kniebeuge“ gemacht werden und damit ist die Übung beendigt; denn inzwischen sind zwei Minuten verflossen und binnen dieser Zeit ist das gesamte Unterleibsblut erneuert worden, da für das nach oben gedrängte Blutmaterial neues sauerstoffreiches an die Stelle getreten. Dies folgt aus dem Blutkreislauf, wonach das Herzblut, dem Gesetz der Schwere folgend, der Unterleibsschlagader zufließt, ans welcher es durch Zweigarterien zu Magen, Leber, Milz, Nieren und Gekröse gelangt, um von dort nach Abgabe des mitgebrachten Sauerstoffs in das Pfortader-System überzutreten, wo es im Falle ungenügender Atmung länger verweilt, als es für die physiologischen Zwecke ersprießlich ist. Je länger es nun mit den Unterleibsnerven in Berührung bleibt, um so vollständiger gibt es an dieselben den von den Lungen mitgebrachten Sauerstoff ab und belädt sich an dessen Statt mehr und mehr mit dem durch Oxidation entstandenen kohlensauren Gas, welches die weitere Nerventätigkeit beeinträchtigt und namentlich eine unvollkommene Hebung und Senkung des Zwerchfells im Gefolge hat, welchem Umstand die Stockungen im Gebiet des Pfortadersystems zu verdanken sind, die das eine Mal als Magenkrampf, das andere Mal als Darmkolik oder als Gallensteinkolik, in noch anderen Fällen als hysterische Krämpfe in die Erscheinung treten, ja wenn die Blutstauungen so weit gehen, dass sich nahezu alles Blut vorübergehend in dem geräumigen Venensystem des Unterleibs ansammelt, zu jener Funktionsstörung des cerebrospinalen Nervensystems führen, die sich als Epilepsie charakterisiert. Nach dieser Erkenntnis muss gegen Überfüllung des Pfortadersystems mit Blut zielbewusst Sorge getragen werden, und die beschriebene methodische Ausatmung, etwa in zwei- bis dreistündigen Zwischenräumen wiederholt, vermag schon für sich allein die Wiederkehr der epileptischen Anfälle einzuschränken. Aber da diese Übungen doch nur bei Tage, im wachen Zustand, zur Ausführung kommen können, und erfahrungsgemäß die epileptischen Zustände häufig zur Nachtzeit oder morgens vor dem Erwachen eintreten, so finden wir, nach der Ursache forschend, die Veranlassung in der Überfüllung des Pfortadersystems mit stagnierendem Blut.

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jo on Juni 3rd, 2010

Gewöhnlicher Speiseessig, mit gleichen Teilen Wasser vermischt, wird unter Anwendung eines damit zu befeuchtenden Flanell-Lappens zur Abreibung von Rücken, Brust, Unterleib, Armen und Schenkeln benutzt. Bei allen Arten von Entzündungs- oder Blutentmischungskrankheiten.

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