Germanengut: das Zunftbrauchtum

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Verfasser dieser Arbeit ist am 29. Mai 1940 beim Vormarsch auf Dünkirchen als Mitglied der Waffen SS gefallen.

Das Buch, das er bei Kriegsbeginn unvollendet zurückgelassen hatte und dem er nur noch einige Wochen eines Heimaturlaubes widmen konnte, übergeben wir der Öffentlichkeit im wesentlichen unverändert. Nur einige Ergänzungen, die Prof. Otto Brunner, Wien, und Prof. Hermann Heimpel, Straßburg, freundlich beigesteuert haben, und ein paar Zusätze des Herausgebers wurden beigefügt. Sonst wurde der hinterlassene Wortlaut beibehalten, auch dort, wo Hinweise hätten erweitert oder manche überschärfte Formulierung hätte geglättet werden können.

Des alten Handwerks Recht und Gewohnheit wurden oft in ihrer Bedeutung für Wesen und Geschichte der deutschen Zunft nicht erkannt und genügend gewürdigt, da die Wirtschaftshistoriker, denen wir eine reiche Zunftliteratur verdanken, den Handwerksbrauch nur in den allerwenigsten Fällen in den Kreis ihrer Betrachtungen zogen. Der Volkskundler jedoch, der sich dem Zunftwesen widmete, bevorzugte vielfach das dem späten Handwerk eigentümliche barocke Formelwesen und vernachlässigte die reiche Fülle festlicher Bräuche der alten Handwerker. Erst heute ist es möglich, die inzwischen gewonnene Übersicht über die Zunftfeste in ihren großen Zügen und allgemeinen Linien zu schildern und zu Ursprung und Entwicklung des deutschen Zunftwesens in Beziehung zu setzen.

Eine solche volkskundliche Untersuchung des alten Handwerks vermag wesentliche Beiträge zur Geschichte seiner Gemeinschaftsformen zu liefern. Wir wollen uns hier mit der Gesamtheit der großen Handwerkerfeste, den Umzügen, den zünftigen Jahreslauffeiern und den Bräuchen beim Gesellenmachen beschäftigen, in denen es bei aller Vielfalt die durchgehenden gemeinsamen Züge zu erkennen gilt. Es ist notwendig, daß wir durch die erdrückende Fülle und Mannigfaltigkeit des Handwerksbrauchtums einmal zu der Erkenntnis vordringen, daß diese Vielfalt durch eine einzige große innere Einheit geordnet wird, die in jeder Beziehung vorhanden ist: Geographisch sind über das ganze deutsche Volksgebiet hin in jedem Handwerk grundsätzlich dieselben Brauchtumsformen zu erkennen. Die Bräuche sind, soweit wir aus den vorhandenen Quellen schließen können, in der Geschichte des deutschen Handwerks über Jahrhunderte hinweg sich gleichgeblieben. Die Bräuche sind aber auch für alle Handwerke in großen Zügen gleich oder sinnentsprechend, so daß wir sie alle in einer Ordnung unterbringen können. Die Untersuchung des Zunftbrauchs wird zeigen, daß er mit den Bräuchen vieler anderer historischer Verbandsformen übereinstimmt. Parallelen zum germanischen Altertum sollen schließlich den einheimischen Ursprung des Brauchtums erweisen und von hier aus Rückschlüsse auf das germanische Erbe der das Brauchtum tragenden Verbände, der Zünfte also, erlauben (2).

Im Vordergrund der Betrachtung stehen diejenigen Feste und Bräuche, bei denen die Zünfte geschlossen als Brauchtum tragende Verbände auftreten. Uns geht es also darum, das Brauchtum der Verbände als solches von Gemeinsdhaften zu erkennen und die Frage zu prüfen, ob wir aus ihm neue Erkenntnisse über Wesen und Eigentümlichkeit dieser Gemeinschaften gewinnen können.

Die Zunftliteratur rein nationalökonomischer Prägung hat es infolge ihrer mangelnden weltanschaulichen Einstellung versäumt, den Zunftbräuchen auch nur die geringste Aufmerksamkeit zu widmen. Schon Sieber hat über diese Tatsache Klage geführt und die Vermutung ausgesprochen, daß aus der Betrachtung des Brauchtums — neben dem rein volkskundlichen Interesse — vielleicht sogar einzelne Aufschlüsse für die Zunftgeschichte zu erwarten seien. Auf Grund der neueren Forschungen auf dem Gebiet der Religionswissenschaft darf man heute wohl sagen, daß das Wesen der Zunft und die Bedeutung ihrer Geschichte erst aus dem Brauchtum heraus in vollem Umfang erkannt werden können. Das eigentliche Gewerbeschrifttum befaßte sich nicht mit dem Handwerksbrauchtum, und auf dem Gebiete der Volkskunde wurde wohl Material gesammelt, jedoch wurde oft das Wagnis einer Gesamtbetrachtung der von den Zünften getragenen Bräuche und einer Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Zunftgeschichte unterlassen. Verschiedene angreifbare Ansichten über die Feste der Handwerker entstanden, von denen wohl die, man werde der Bedeutung der Bräuche mit dem Wort »Saure Wochen — frohe Feste« gerecht, vorherrschend ist. Die im Mittelalter übliche Arbeitszeit von täglich 13 bis 14 Stunden habe — so meint man — zu großem Verdruß geführt, der in den Feiern und Festen sich einen Ausgleich zu schaffen bestrebt war. Das einförmige Leben in den sauren Wochen der Arbeit erfordert eine »heitere Abwechslung«. Die Gesellen, »heiter und lustig«, »durch das Wandern etwas verfeinert, wußten in ihrer Blütezeit ihre Feste zu den beliebtesten in den Städten zu machen und in die Eintönigkeit des mittelalterlichen Lebens ein angenehmes Intermezzo einzuschieben«. Man vermag in den Handwerksfesten nur Sonntagsbelustigungen zu sehen, die als ausgelassenes, etwas barbarisches, »unfeines« und vor allen Dingen »ungebildetes« Toben, als Ausgleich zu der harten Fron des Werktags entstanden.

Auch eine neuere Arbeit, die sich Mühe gibt, die heutigen Erkenntnisse über das Wesen der Gemeinschaft zu verwerten, vermag sich dennoch nicht aus der alten Bahn zu lösen. Wrede schreibt:

»In der Vergangenheit boten Zünfte und das stark ausgeprägte Nachbarschaftswesen, sodann Kirchenfeste dem einzelnen Volksgenossen gute Gelegenheit, sich mit anderen zu freuen und den Gemeinsinn zu pflegen.«

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Links/Rechts 14.12.17

John Rabe – Wikipedia

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… „Dennoch konnten bis zu 250.000 Menschenleben in der Sicherheitszone gerettet werden – vor allem auf Betreiben ihres Kommandanten John Rabe, der bei den Japanern als NSDAP-Mitglied Immunität genoss.

Nach Kriegsende wurde gegen Rabe – dann bereits in Deutschland – wegen Beteiligung an Nazi-Verbrechen ermittelt: Zwei Mal wurde er deswegen festgenommen, zwei Mal wurde er wieder freigelassen. Er starb 1950, ein Denkmal am Mahnmal für die Opfer des Nanjing-Massakers erinnert an den Deutschen, der über 200.000 Menschen das Leben gerettet hatte.“ …

sputnik: Eines der grausamsten Verbrechen des 20. Jh. wird Gegenstand von Spekulationen


… „Wollte Saudi Arabien noch vor ein paar Monaten seine mit vielen Petrodollars gekaufte und von den USA unterstützte Führungsrolle in der arabischen und islamischen Welt dazu benutzen, um Iran zu isolieren, so bedeutet die Entwicklung der letzten Tage nun praktisch das Gegenteil: nicht der in Wort und Tat stets außerordentlich pro-palästinensische Iran, sondern Saudi Arabien steht mit seinem Vorhaben einer arabisch-israelischen Achse gegen Iran nun reichlich isoliert da.“ …

EP: Syrische Armee macht Fortschritte im Südosten von Aleppo


… „Schlusswort

Drei Länder schütteln die Welt in verschiedene Richtungen: “ …

einartysken: China, Saudiarabien und die USA: Aufrütteln & zerschmettern


… „Denn wenn wir wüssten, die Menschen in Nordkorea oder im Iran oder in Syrien oder in Russland sind genauso wie wir, wollen das gleiche wie wir, Frieden, Familie und ein glückliches normales Leben, dann sind wir nicht bereit sie als Feinde anzusehen. “ …

ASR: Zwei Australier reisten nach Nordkorea für einen Haarschnitt


… „Drei Helikopter flogen laut japanischen Medienberichten über die Schule hinweg. Ein 10-jähriger Junge zog sich Verletzungen an der Hand zu, als sich ein Fenster mitsamt Rahmen vom einem der CH-53-Helikopter loslöste und auf die Kinder herabfiel. “ …

RT: Unmut gegen US-Stützpunkt Okinawa: Militär-Helikopter verletzt japanisches Schulkind


RT: Caterpillar, Porsche among corporations that paid spy firms to snoop on activists – leaks


 

Ret Marut, aus seiner Verirrung 1919 heraus, über die Coallaboration der,- angeblich -, unsterblichen Politmaden

von H.-P. Schröder

„Ret Marut (B. Traven) – Im freiesten Staate der Welt“

Er ist nicht nur der freieste Staat der Welt, sondern er hat auch das freieste Wahlrecht der Welt. Ein Wahlrecht, das demjenigen Manne, der eine oder zwanzig große Zeitungen besitzt oder der sich nur die Mühe macht, einige Millionen geschickt abgefaßter Flugblätter drucken und verbreiten zu lassen, die Möglichkeit bietet, soviel Einfluß auf die Wahl zu gewinnen als er nur immer mag. Ein Wahlrecht, das den Beichtstuhl und die Kanzel, das Ehebett und das Sterbelager zu politischen Propaganda-Zwecken gebrauchen läßt, ist in der Tat das freieste Wahlrecht der Erde. Es wurde nachgewiesen, daß die Wähler für die Sozialdemokratische Partei sich ungefähr aus einem Drittel Frauen und aus zwei Dritteln Männer zusammensetzen: die Wähler für die offiziellen Christus-Schänder dagegen aus zwei Dritteln Frauen und aus einem Drittel Männer. Und ein solches Wahlrecht gilt als Ausdruck des Volkswillens.

Der freieste Staat der Welt in der Tat: Wucherer und Schieber, Raubmörder und Mörder von Revolutionären leben in Wonne und Wollust, Arbeiter und Revolutionäre dagegen werden hingeschlachtet, in Gefängnissen und Zuchthäusern gemartert. Daß es einmal so kommen würde, wenn die Sozialdemokraten die Macht hätten, habe ich sozialdemokratischen Arbeitern bereits im Jahre 1905 gesagt. Daß die Sozialdemokraten, einmal zur Macht gelangt, hundertfach brutaler sein würden als die Väter des Sozialistengesetzes habe ich im Jahre 1907 sozialdemokratischen Wählern gesagt. Ich habe es ihnen gesagt nicht aus politischer Erkenntnis heraus, (die hatte ich damals nicht und die habe ich heute nicht, weshalb ich mir mein Gefühl für den Menschen bewahren konnte), sondern ich habe es ihnen gesagt aus dem Gefühl heraus, daß die Sozialdemokratie ein Papsttum züchtete schlimmer als das der katholischen Kirche.

Und so ist es denn heute auch gekommen: Die Sozialdemokratie, die von sich behauptet, daß sie auf dem Boden der materialistischen Geschichtsauffassung stünde, ist völlig erblindet gegenüber dem gesetzmäßigen und folgerichtigen Gang der Entwicklungs-Geschichte. Die Sozialdemokratie glaubte, sie allein sei Die revolutionäre Partei: sie glaubte, nur sie vertrete die Interessen der Arbeiter; sie glaubte, sie sei das Höchste und das Ende aller politischen Entwicklung. Und doch erstand für Jeden, der sehen wollte, schon viele Jahre vor dem Kriege die Nachfolgerin der Sozialdemokratie; Die Kommunistische Partei. Heute schon ist darum auch die Sozialdemokratische Partei die Konservative Partei des Landes geworden, weil sie mit Staunen und Schrecken erkennt, daß sie von den Plänen links immer weiter auf die Plätze nach rechts gedrängt wird. Und wir müssen die Augen wohl auf halten, denn auch die Kommunistische Partei hat zur linken Seite schon ihre äußerst kräftige Nachfolgerin und es kann geschehen, daß die Kommunistische Partei, einmal zur Macht gelangt, die Anhänger ihrer nachfolgenden Partei vielleicht ebenso verfolgt, wie die Kommunisten heute von den Sozialdemokraten verfolgt werden. Ich stehe — um einen politischen Begriff beizubehalten — soweit links, daß mein Atem selbst jene Nachfolgerin noch nicht einmal berührt.

Nur Jemand, der vergißt, daß die Menschheit sich unausgesetzt weiter entwickelt und es in der Geschichte der Menschheit ebenso wenig einen Augenblick des Stillstandes gibt wie in der Natur, könnte darüber lächeln.

Aber bis zu welchem Zustand der Verkommenheit ist diese Partei herab gesunken, die Revolutionäre und Arbeiter, die nichts anderes verlangen als die Erfüllung dessen, was ihnen von den heutigen Regenten in der Zeit, als sie noch nicht regierten, tausendmal versprochen wurde, jagt wie die Tiere des Waldes, ja schlimmer, denn den Tieren des Waldes gibt man Schonzeit und verlangt ihnen gegenüber waidgerechtes Jagen. Wie verwahrlost ist diese Partei, die auf flüchtige Revolutionäre Kopfpreise von 10.000 und 30.000 Mark setzt. Nicht um das Volk vor ihnen zu schüren, sondern um sich an ihnen zu rächen und sie zu ermorden. Was darf man von dieser Partei wohl noch alles erwarten, deren Mitglieder Morde, gesetzliche Morde (sie nennen es: Todes-Urteile) an Revolutionären vollziehen lassen? In jenem Lande, wo seit 1848 und trotz Sozialisten-Gesetz kein Todes-Urteil an Revolutionären vollzogen worden ist? Was müssen ehrliche Arbeiter von dieser Partei halten, deren Führer allein in Baiern fünftausend Revolutionäre in die Gefängnisse stecken und Freiheits-Strafen in Höhe von fünfzehn und acht Jahren Zuchthaus vollstrecken lassen, zu der Partei, deren Gründer und Führer in der Schweiz und in England Asyl fanden und deren Führer heute in der brutalsten und verletzendsten Form die Auslieferung flüchtiger Revolutionäre, die im Auslande Schutz suchten und fanden, verlangen, um Rache, gemeine Rache an ihnen zu üben. Die Partei, die trotz der ungeheuerlichen Not des Volkes ungezählte Zehn-Millionen übrig hat, um eine grausame Rache an Revolutionären ausüben zu können, hat ihre Zersetzung und Auflösung damit angesagt. Und zu den vielen alten Lügen dieser Partei-Pfaffen kommen tausend neue Lügen: „Wir sind nicht die Regierung, die Regierung ist eine Koalition“. Gut, aber wenn die Partei-Pfaffen infolge dieser brutalen Rache, die unter ihrer stillschweigenden Zustimmung an den Revolutionären vollzogen wird, aus der Koalition, die an sich schon eine Schmach des sozialistischen Gedankens ist, austreten würden, dann wären die unerhörten Verbrechen an den Revolutionären nicht mehr möglich. Und Sozialdemokraten, die in ihrem Programm Abschaffung der Todesstrafe fordern, stimmen für die Vollstreckung der Todesstrafen. Aber wieder lügen sie. sie hätten nicht dafür gestimmt. Hätten sie dagegen gestimmt, so konnte der Mord an Revolutionären nicht …..      …..“

Links/Rechts 12.12.17

RT: Venezuela: Sozialisten gewinnen Kommunalwahlen – Herbe Schlappe für US-gestützte rechte Opposition


… „Wenn die argentinische Armee in den 1970er Jahren auch den Bau von 25.000 leeren Wohnungen beobachtet hatte, die zu dem Mythos des Andinia Plans beitrugen, müssten es heute Hunderttausende sein, die gebaut wurden.

Es ist nicht möglich, den Stand der Arbeiten zu prüfen, da diese Gebiete privat sind und Google Earth die Satellitenfotos der Zone neutralisiert, wie Google Earth es auch mit den militärischen Anlagen des Atlantischen Bündnisses macht.“ …

voltairenet: Welches Projekt für Israel in Argentinien?


… „Die Forscher haben festgestellt, dass die Anhäufung von Harnstoff im Gehirn direkt mit dem Chorea-Huntington-Syndrom – einem der sieben Typen der Alters-Demenz – verbunden ist. Cooper zufolge bezieht sich die Entdeckung der Wissenschaftler im Ganzen aber auf alle Demenz-Arten.“ …

sputnik: Bahnbrechend: Forscher nennen Hauptursache für Demenz